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Ärger am Arbeitsplatz: Eingreifen oder raushalten?

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03 März 2016 um 11:45

Eine Friede, Freude, Eierkuchen-Stimmung gibt es in kaum einem Büro – schon gar nicht dauerhaft. Wenn Ideen besprochen, Ausgaben kalkuliert und Strategien beschlossen werden müssen, können schon mal ein paar Fetzen fliegen. Wäre ja auch irgendwie unproduktiv, wenn immer alles glatt laufen würde – Reibereien erzeugen schliesslich Dynamik und erhöhen die Kreativität des Teams.

Was aber, wenn es auf einmal nicht mehr um arbeitsbezogene Dinge geht, sondern persönlich wird? Wenn sich die Situation richtig hochschaukelt, kann sich die negative Stimmung im schlimmsten Fall auf das ganze Team ausbreiten. Besser also, man schafft das Problem aus der Welt, bevor Unbeteiligte und Arbeitsergebnisse darunter leiden.

Weiter als bis zur eigenen Stirn denken

Nicht nur in den Kommentarspalten des Internets zeichnen sich Streitigkeiten oft dadurch aus, dass jede Partei felsenfest überzeugt davon ist, recht zu haben – und weder Anlass für Diskussionen noch für Kompromisse sieht. Abgesehen davon, dass das ziemlich kleingeistig ist, ist es im beruflichen Umfeld inakzeptabel, weil es jeden Weg ausser dem in die Sackgasse versperrt – und darunter leidet die Produktivität.

Die Beteiligten müssen also dazu gebracht werden, sich zumindest etwas zu öffnen und sich der Perspektive des Gegenübers anzunähern. Es bedeutet ja nicht, dass man dem anderen gleich in allen Punkten zustimmen muss – so wird aber immerhin schon mal eine Basis für Kommunikation und konstruktive Lösungen geschaffen. Ein Mediator kann (besonders bei sehr verfahrenen Situationen) hier hilfreich sein.

Chancen aufzeigen

Streitigkeiten und Missverständnisse, so zermürbend sie auch sein mögen, können auch Möglichkeiten zur Weiterentwicklung sein – und genau das gilt es den Konfliktparteien aufzuzeigen. Jede Einsicht ist eine Gelegenheit, Verbesserungen und Anpassungen vorzunehmen.

Neben der Aufgabe, die Beteiligten kommunikationsbereit an einen Tisch zu bekommen, sollte man als Aussenstehender also auch gnadenlos ehrlich sein und deutlich machen, was Fakten sind und wo die emotionale Involviertheit vielleicht die Sicht getrübt hat.

Wichtig ist, dass zwischen den Streitenden und dem Mediator (also vielleicht dir) ein gewisses Vertrauen herrscht. Wenn sie befürchten, dass du sofort der Geschäftsleitung berichtest, was gesagt wurde und am nächsten Tag die ganze Belegschaft Bescheid weiss, ist die Mission zum Scheitern verurteilt. Ohnehin ist es eine gute Idee, einen Streit nicht an die grosse Glocke zu hängen. Je weniger Leute den Ärger unmittelbar mitbekommen, desto weniger tragen auch das allgemeine Betriebsklima und der Ruf der Streitparteien Schaden davon.

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