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Der Umgang mit dem Nachwuchs: Generation Y in der Arbeitswelt

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03 März 2016 um 12:55

Selbstbestimmung, Flexibilität, Unabhängigkeit … diese Begriffe fallenr egelmässig, wenn es um die Anforderungen der Generation Y an die Arbeitswelt geht. Das kann ja heiter werden, denkt sich der Arbeitgeber. Aber keine Panik: Sie sind pflegeleichter, als manch einer fürchtet. In zehn Jahren werden 40% der Arbeitskräfte über 50 Jahre alt sein. Die Zahl der Mitarbeiter unter 30 Jahren wird zur gleichen Zeit auf unter 20% sinken.

Diese Zahlen machen deutlich: Möchte man langfristig qualifizierte Mitarbeiter an sich binden, muss man um die jungen Millenials buhlen. Aber was bedeutet das für die Rekrutierung und für die Arbeitsbedingungen? Welche Erwartungen bringt die Generation Y mit und worauf müssen sich Unternehmen in naher Zukunft einstellen?

Gesucht: Die Symbiose aus Selbstbestimmung und Sicherheit

Die Generation Y gilt als selbstbewusst, freiheitsliebend und technikaffin. Ihre Mitglieder sind häufig gut ausgebildet, kommunizieren schnell und direkt miteinander und arbeiten gerne in Teams. Millenials bevorzugen flache Hierarchien und Netzwerkorganisationen. Besonders aufgrund des verbreiteten Wunschs der möglichst freien Zeiteinteilung haben junge Arbeitnehmer auch mit Vorurteilen zu kämpfen: Von vielen werden sie unter anderem als illoyal, arbeitsscheu und egozentrisch eingestuft. Doch stellt die Generation Y wirklich überdurchschnittliche Ansprüche, ohne viel zu geben? Selbstbestimmung und eine gesunde Work-Life-Balance ist jungen Arbeitnehmern tatsächlich wichtig – doch diese Begriffe sind unterschiedlich auslegbar und müssen nicht gleich Faulheit und eine grundsätzliche Ablehnung von Anweisungen bedeuten. Manch einer wird überrascht davon sein, dass die Wünsche von Millenials oft traditioneller ausfallen als erwartet. Einige Grundeinstellungen gilt es als Unternehmen trotzdem zu beachten, um die jungen Mitarbeiter langfristig für sich gewinnen zu können. Der Generation Y ist es wichtig, nicht in Normen gepresst und kontrolliert zu werden. Die individuelle Weiterentwicklung und persönliche Zufriedenheit ist ihren Mitgliedern meist wichtiger als ein Status. Wenn man jungen Arbeitnehmern in diesem Bestreben entgegenkommt, sind auch beste Leistungen zu erwarten – auch ohne fixe Arbeitsstunden oder Anwesenheitspflicht im Büro. Persönliche Herausforderung, Sinnhaftigkeit der Arbeit und Wertschätzung sind für die meisten Millenials Schlüsselelemente im Berufsleben. Aber auch Klassiker wie ein gutes Arbeitsklima, Aufstiegschancen und ein sicheres Gehalt gehören zu den Anforderungen der Generation Y an ihre (langfristigen) Arbeitgeber.

Neue Lebensweisen, neue Strukturen, neue Herausforderungen

Millenials sind mit dem Internet und der mobilen Kommunikation aufgewachsen und haben beides vollständig in ihren Alltag integriert. Die Generation Y erledigt durchschnittlich rund einen Viertel ihrer Arbeit auf Tablets oder Smartphones. Die grössten Herausforderungen für Arbeitgeber haben vor allem indirekt mit dieser technikaffinen Lebensweise zu tun: Sie liegen in den veränderten Erwartungen und Zielen der jungen Fachkräfte begründet. Unternehmen sehen sich häufig mit einer weniger dauerhaften Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber (Stichwort Job-Hopping), dem Fokus auf die Work-Life-Balance und einem sehr pragmatischen Umgang mit dem Berufsweg konfrontiert. Auch die Einstellung gegenüber traditioneller Hierarchiemodelle hat sich verändert: Gibt man einem Millenial zu verstehen, dass er aufgrund seiner Position eine gute Idee nicht umsetzen darf, wird seine Bereitschaft, sich auf kreative und produktive Weise einzubringen, schnell schwinden. Hier zeigt sich der veränderte Stellenwert von Führung: Millenials möchten sowohl anders als zuvor geführt werden als auch selbst führen. Gute Führung wird als (nicht enthobener) Teil des Ganzen begriffen – und von Führungskräften auch die entsprechenden Führungskompetenzen erwartet.

Flexibilität in fast allen Bereichen

Neben einer Neudefinition von Führung steht also die Abkehr von klassischen Hierarchiegebilden – und ebenso von starren Strukturen und dem Ideal von möglichst langer Firmenzugehörigkeit. Dementsprechend sehen sich Unternehmen heute mit dem Schaffen eines neuen Arbeitsumfeldes konfrontiert. Denn die Generation Y erwartet Freiheiten und Eigenverantwortung im Tausch gegen Kreativität, Know-How und Leistungsbereitschaft. Dazu gehört auch eine gewisse Flexibilität, was Arbeitszeit und -ort betrifft: Mit einem festem Platz im Büro, jeden Tag von 8 bis 17 Uhr, lockt man niemandem mehr hinter dem Ofen hervor. Arbeitgeber sollten schnell damit beginnen, hier angemessene Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Mitarbeitern ein möglichst flexibles, leistungsorientiertes Arbeiten mit Raum für Kreativität und Entwicklung unter Beachtung einer gesunden Work-Life-Balance zu ermöglichen.

Arbeitsbedingungen frühzeitig anpassen

Natürlich schafft sich so ein neues, modernes Arbeitsumfeld nicht von heute auf morgen. Umso ratsamer ist es, sich möglichst bald mit ersten Schritten, etwa der flexiblen Zeiteinteilung, auseinanderzusetzen und sich zu überlegen oder auszuprobieren, was machbar ist und funktioniert. Besonders wichtig ist das Thema Personalstruktur: Das Interesse an klassischen Führungspositionen nimmt bei Millenials stetig ab. Sie bevorzugen die Kommunikation auf Augenhöhe und eine gut funktionierende Arbeit im Team. Dies bedeutet im Klartext die Umstellung eines hierarchisch geprägten Führungsstils in Richtung eines partizipativen: Gewünscht sind Vorgesetzte, die transparent kommunizieren und gemeinsam mit ihren Mitarbeitern an Lösungen und Innovationen arbeiten. Entsprechende Hilfestellungen und Coachings für Führungskräfte sind sinnvolle Instrumente, um die Zusammenarbeit mit jungen Arbeitnehmern auf Dauer positiv und effizient zu gestalten. Ein weiterer guter praktischer Ansatz ist zum Beispiel das Bilden von Kompetenzteams, in denen je nach Thematik mehrere Mitarbeiter verschiedenen Alters aus verschiedenen Abteilungen in die Unternehmens- und Mitarbeiterentwicklung miteingebunden werden. So bleiben die Entwicklungsprozesse transparent und die Mitarbeiter fühlen sich als aktiver Teil des Unternehmens in ihren Belangen wertgeschätzt.

Keine Angst vor neuen Wegen

Der beste Rat für Unternehmen, die auch in Zukunft exzellente Mitarbeiter für sich gewinnen möchten, ist also: Hört zu, was die Arbeitskräfte der nächsten Jahrzehnte sich wünschen und seid flexibel! Neue Arten des Arbeitens mögen ungewohnt sein, sind deswegen aber keineswegs gleich etwas Schlechtes. Junge Arbeitnehmer sind durchaus leistungsbereit wollen die bestmögliche Arbeit abliefern und sind immer auf der Suche nach neuen Wegen und Prozessen, die Zeit sparen und die Effizienz steigern. Berücksichtigt man dann noch, dass sich in Zukunft besonders die sehr guten Kandidaten aussuchen können, für wen sie arbeiten, ist klar: Wer mithalten will, muss Spass am Job bieten und Arbeitsumfeld und -bedingungen zu seinen grössten Stärken zählen können!

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