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Die Karriereseite: Nur gut gemeint bringt wenig

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04 März 2016 um 11:04

Über Jobangebote informieren, Karrieremöglichkeiten vorstellen und die Firma als tollen Arbeitgeber präsentieren: Warum eine eigene Karriere-Seite sinnvoll ist, haben die meisten Unternehmen verstanden. Das Problem: Nur weil etwas „Karriere-Seite“ heisst, vermittelt sie all das noch lange nicht.

Vielmehr vergeht vielen Bewerbern schnell die Lust, mehr über ein Unternehmen zu erfahren, wenn sie auf chaotische „Struktur“, liebloses Design und nichtssagende Fülltexte treffen. Was es zu beachten gilt, damit die Karriereseite nicht zur Abschreckungsmassnahme verkommt.

Was machen wir eigentlich hier? Ziele definieren

Der erste und wichtigste Schritt zur überzeugen Karrierewebseite ist das Formulieren der Ziele: Sollen potentielle Bewerber über Jobangebote informiert werden oder möchte die Firma vornehmlich am Arbeitgeberimage arbeiten? Vielleicht sogar beides? Wo werden in diesem Fall die Prioritäten gesetzt? Welche Bewerbergruppe(n) soll(en) vorwiegend angesprochen werden? Wie möchte man sich als Unternehmen darstellen (jung, innovativ, professionell)? Aus diesen Überlegungen lassen sich in einem zweiten Schritt Zielgruppen ableiten und die Seite kann dementsprechend gestaltet werden.

Der Inhalt: Transparent, ehrlich, relevant

Ja nach Zielsetzung werden inhaltlich unterschiedliche Anforderungen an die Karriereseite gestellt. In jedem Fall sollte es eine Einstiegsseite geben, die – je nach Zielgruppe – auf die verschiedenen Karrieremöglichkeiten verweist (Studenten / Absolventen, Trainees etc).

Bereits hier ist ein wichtiger Punkt immer im Auge zu behalten: Alle Informationen zum Unternehmen und Stellen sollten korrekt und ehrlich sein. Übertreibungen und Schönreden sind auf lange Sicht nie gute Ideen. Der Recruitingprozess wird deutlich angenehmer und erfolgreicher verlaufen, wenn sich vornehmlich Kandidaten bewerben, die mit den „echten“ Anforderungen und Voraussetzungen des Jobs / Arbeitgebers sympathisieren. Deshalb darf es weder an Informationsgehalt noch an Detailtreue mangeln. Je spezifischer formuliert wird, desto passgenauer sind am Ende auch die eingehenden Bewerbungen.

Um eine persönliche Bindung zu potentiellen Bewerbern herzustellen, können extra Features wie zum Beispiel Mitarbeiterinterviews oder andere „echte Einblicke“ genutzt werden. Das Unternehmen kann so zeigen, wer hier arbeitet, was Mitarbeiter zu erzählen haben und wie die Arbeitsatmosphäre ist. Auch interaktive Elemente bringen wirklich relevante Informationen und mehr Spass in den Besuch der Karrierewebseite. Mit gutem Beispiel geht hier etwa Accenture voran, auf deren Seite sich Bewerber mithilfe interaktiver Fragebögen zu ihrem persönlichen Karrierepfad klicken können.

Mit echten Vorzügen überzeugen

Natürlich sollte sich das Unternehmen auch als Arbeitgeber vorstellen – ohne dabei den Fokus zu verlieren. Bewerber möchten wissen, was das Unternehmen konkret zu bieten hat und was es von anderen Arbeitgebern unterscheidet. Es gilt, sich interessant zu machen, aber gleichzeitig realistisch und ehrlich zu bleiben.

Finger weg von unnötigen Füllern! Je klarer und je mehr auf den Punkt eine Karrierewebsite gestaltet ist, desto eher ist der potentielle Bewerber geneigt, sich viel anzuschauen und sich ein möglichst vollständiges Bild zu machen. Wirkt die Seite hingegen vollgestopft und muss man die relevanten Informationen mit der Lupe suchen, geben viele vorschnell auf.

Das Design: Zwischen minimalistisch und einzigartig

Eine verkopfte, gezwungen kreative Benutzeroberfläche, unkonventionelle Schriftarten und Farbschemata, die in kürzester Zeit Kopfschmerzen bereiten, sind mit Sicherheit nicht der richtige Weg, um sich von anderen abzuheben. Wer hier einen guten Mittelweg treffen will, sollte unbedingt Profis ranlassen und sich nicht mit provisorischen Lösungen zufrieden geben.

Auch das gewählte Bildmaterial hat einen grossen Einfluss darauf, ob wir ein Webdesign als ansprechend empfinden oder nicht. Wer mit seiner Karriereseite glänzen will, sollte die Hände von abgegriffener Stock-Massenware lassen. Die händeschüttelnden Anzugträger oder gutgelaunten Start-up-Mitarbeiter in Streetwear sieht man ohnehin schon auf mindestens jeder zweiten Website. Auch hier gilt: Gepunktet wird mit Authentizität. Hier (so weit möglich) etwas Zeit, Geld und Mühe in das Kreieren eigener Bilder zu investieren, lohnt sich!

Nicht (mehr) Verstecken spielen

Offensichtlich, aber immer öfter vernachlässigt: Damit die Karriereseite ihren Zweck als Recruitinginstrument erfüllen kann, ist es wichtig, muss sie erst einmal gefunden werden. Erster Schritt: Besonders auf der Startseite (und ebenso von allen Unterseiten aus) sollte sie leicht zu finden sein. Wer erst minutenlang umhernavigieren muss, um die Karriereseite zu finden, kommt dort nicht mit dem besten Gefühl an. Und: Gut platzierte Links holen auch immer wieder neugierige Besucher auf die Karriereseite, die gar nicht zum Zweck der Jobsuche da sind. Man kann nie zu viele Interessenten haben!

Wenn die Karriereseite steht, können und sollten natürlich weitere Hebel in Bewegung gesetzt werden – etwa die Verbreitung über Social-Media-Kanäle oder SEO-Massnahmen. Wenn die Struktur, die Inhalte und das Design stimmen, ist der Löwenanteil aber schon getan.

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