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Generation Y – und was sie von Unternehmen erwartet

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08 März 2016 um 10:43

„Y” wie „Why?“ – aber auch „Why not?”. Der sogenannten Generation Y wird nachgesagt, besonders viel zu hinterfragen und hohe Ansprüche an ihr Leben und ihre Work-Life-Balance zu stellen. Denn die sogenannten Millennials, die nach 1980 geboren wurden, sind in einer Zeit nahezu grenzenloser Möglichkeiten aufgewachsen. Alles durfte (mit)entschieden werden und ihre Eltern legten viel Wert auf die persönliche Entfaltung der Kinder.

Das wirkt sich auch auf das Berufsleben aus: Der Job und das Verhältnis zum eigenen Team wie auch der Chefetage müssen zu 100% passen. Und wenn das nach einer Weile nicht mehr der Fall ist, dann wird der Job eben gewechselt. Schliesslich bedeuteten grenzenlose Möglichkeiten auch das. Ob man dem als homogenisierend kritisierten Generationenbegriff nun zustimmen möchte oder nicht: Ein Körnchen Wahrheit steckt mindestens drin. Für Unternehmen und Recruiter ist es also durchaus wichtig, die Bedürfnisse der jungen Kandidaten und Mitarbeiter zu kennen und ihr Employer Branding entsprechend anzupassen. So schafft man es, die besten Mitarbeiter zu gewinnen – und zu halten. Doch was genau sucht die Generation Y? Wir haben das in 5 Punkten zusammengefasst.

1. Erfüllung finden

Ein Job soll nicht nur die Miete bezahlen – er muss einen Sinn haben. Die Generation Y sucht nach Erfüllung und Bedeutung, sie will ein Teil von etwas sein, das die Welt zum Positiven verändert. Manche wenden jetzt vielleicht ein, dass so eine Einstellung extrem fordernd und unrealistisch ist. Aber Studien haben bestätigt, dass diese jungen Menschen weniger Wert auf Status und Prestige legen – die persönliche Entwicklung und Selbstverwirklichung (im passenden Umfeld) ist ihnen wichtiger. Und dazu gehört eben, am Ende etwas „mehr“ für Gesellschaft und Umwelt zu erreichen als nur einen hohen Lohn, um sich vielleicht einen Sportwagen zu leisten.

2. Die eigenen Stärken einsetzen

Die Millennials verlassen sich sehr auf ihre eigenen Stärken – was nicht bedeutet, dass sie faul sind oder keine neuen Dinge ausprobieren wollen. Vielmehr geht es ihnen darum, stets eine optimale Performance zu liefern – wie ein Athlet, der schnell seine ganze Stärke abrufen kann. Wenn ihnen das in ihrem derzeitigen Job aber nicht möglich ist, sind sie schnell bereit, sich einen neuen zu suchen. Unternehmen sollten daher versuchen, ihre Mitarbeiter nicht in bestehende Laufbahnen und Profile zu drängen, sondern Positionen basierend auf den individuellen Stärken und Leistungen der Mitarbeiter selbst zu schaffen.

3. Initiative übernehmen

Warum lange warten, wenn man die Dinge selbst in die Hand nehmen kann? Die Generation Y ergreift gerne die Initiative. Dazu gehört auch, sich Vorbilder und Führungskräfte selbst auszusuchen – auch wenn das ausserhalb der traditionellen Hierarchie geschieht. So eine Einstellung bleibt gerade in eher konservativ organisierten Unternehmen natürlich nicht immer konfliktfrei. Aber man kann es auch positiv betrachten: Innovation, die neuen Schwung ins Unternehmen bringt, kommt nicht aus dem Nichts. Sie muss auch den nötigen Platz haben, um sich zu entfalten. Wenn also im nächsten Meeting der neue Praktikant unkonventionelle Ideen liefert: Nicht gleich abschmettern, sondern offen zuhören.

4. Dazulernen

Auch wenn sich Millennials ihrer Stärken sehr wohl bewusst sind und ihr Lebenslauf prall gefüllt ist mit Auslandsaufenthalten, Praktika oder Fremdsprachenkenntnissen: Es geht immer noch ein bisschen mehr. Daher setzt die Generation Y auf direktes und schnelles Feedback, Coaching und Weiterbildungsmöglichkeiten. Bloss nie stehen bleiben. Unternehmen sollten diesen Wunsch nach Wachstum antizipieren und fördern. Schliesslich fällt es am Ende positiv auf sie zurück, wenn es darum geht, die besten Leute um sich zu versammeln und der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus zu sein.

5. Authentisch bleiben

Selfie – die Generation Y ist gleichzeitig die erste Generation der „Digital Natives“. Gerne werden also Social Media wie Facebook, Twitter und Instagram genutzt: posten, sharen und liken, was das Zeug hält. Was von vielen Seiten als oberflächlich und narzisstisch kritisiert wird, lässt jedoch auch auf etwas anderes schliessen. Denn wer sein eigenes Leben so offen präsentiert und an anderen ebenso teilhat, der erwartet auch von seinem Arbeitgeber Transparenz und Authentizität. Das „Why“ beinhaltet eben auch das kritische Hinterfragen von Entscheidungsprozessen und Praktiken innerhalb des Unternehmens. Wenn dieses darauf eingeht und seine Mitarbeiter mit an Bord holt, ihnen das Gefühl gibt, gehört zu werden, anstatt einfach alles „top down“ festzulegen: Dann ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung attraktiver Arbeitgeber gemacht!

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