Job interview
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Plötzlich Recruiter: So findest du den Weg in die Personalbeschaffung

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09 März 2016 um 10:58

Ein neues Unternehmen bringt viele kleine und grosse Herausforderungen mit sich. Wenn alles gut läuft, das Unternehmen wächst und auch eine personelle Vergrösserung notwendig wird, stehen viele Jungunternehmen auf einmal vor einer neuen grossen Aufgabe: Dem Recruiting.

Auch Jungunternehmer, die sich bisher noch kaum oder gar nicht mit dem Thema Personalbeschaffung beschäftigt haben, werden sich früher oder später einmal mit den Basics des Recruitings auseinandersetzen müssen. Ganz besonders für Firmen, die abseits boomender Wirtschaftsmetropolen gelegen sind, ist es oft schwierig, die richtigen Mitarbeiter zu finden. Eine erfolgreiche Suche will strategisch angegangen werden.

Welche Position(en) soll(en) besetzt werden?

Wenn ein Unternehmen noch ganz am Anfang steht, werden meist alle Aufgaben auf eine Handvoll Leute verteilt – mit dem Resultat, dass fast jeder fast alles macht. Sobald die Zeit gekommen ist, sich personelle Unterstützung zu suchen, stellt sich also zunächst eine ganz grundlegende Frage: ###„Welche Position(en) wollen wir eigentlich besetzen?“

Um eine adäquate Antwort darauf zu finden, muss geklärt werden, welcher Bereich einen Experten benötigt und gleichzeitig gross genug für eine ganze Stelle ist. Am besten ist es, sich frühzeitig mit diesem Thema zu befassen. Zum einen kann man so über einen längeren Zeitraum beobachten, an welchen Stellen Unterstützung notwendig und sinnvoll ist, zum anderen darf man nie vergessen, dass bis zur Einstellung eines Mitarbeiters durchaus mal einige Monate vergehen können. Besonders als kleine Firma ist man schliesslich auf gutes, zuverlässiges und eigenverantwortliches Personal angewiesen.

Gibt’s das auch als Praktikum?

Ist die Stelle definiert, muss noch entschieden werden, ob man hier eine Praktikanten-, Teilzeit- oder Vollzeitstelle ausschreiben will. Zunächst ist das natürlich abhängig vom konkreten Aufgabengebiet und Verantwortungsbereich. Ausserdem sollte realistisch berechnet werden, wie viel Zeit aufgebracht werden muss. Einfach mal eine Vollzeitstelle auszuschreiben, obwohl auch 25 oder 30 Stunden locker reichen würden, ist nicht nur unsinnig, sondern auch unnötig teuer.

Andere Stellen wiederum, etwa solche, bei denen der Aufbau fester Kundenbeziehungen elementarer Bestandteil des Rollenprofils ist, sind aufgrund der hohen Fluktuation weniger für Praktika geeignet.

Das Stelleninserat

Die ersten Stelleninserate zu verfassen, ist immer eine Herausforderung. Die Rollenbeschreibung soll möglichst detailliert und aussagekräftig sein, das Interesse möglichst vieler guter Bewerber geweckt werden, und dabei soll alles weder zu lang noch langweilig daherkommen.

Ein gemeinsames Brainstorming hierzu sollte helfen: Was erwarten wir von der Person? Inwiefern soll sie das Unternehmen mit ihrer Leistung voranbringen? Welche Fähigkeiten sind dafür notwendig, welche hilfreich? Welche Qualifikationen sind ein Muss, welche wünschenswert, aber optional? Basierend auf den Antworten auf diese Fragen lässt sich im Anschluss ein klares Profil erarbeiten.

Den Bewerbungsprozess strukturieren

Bewerbungsprozesse gibt es fast so viele wie Unternehmen. Einige schwören auf langwierige, mehrstufige Verfahren, bei anderen gibt es nur eine Bewerbungsrunde und das Vertrauen auf das eigene Urteilsvermögen.

Natürlich hat ein genaues, mehrstufiges Auswahlverfahren den Vorteil, dass man die Bewerber intensiver und auf mehreren Ebenen auf Herz und Nieren prüfen kann und so mit höherer Wahrscheinlichkeit keinen Fehler bei der Entscheidung für einen Kandidaten macht. Besonders junge Unternehmen sollten aber den Zeit- und Kostenfaktor nicht vernachlässigen und sich ehrlich fragen, ob ein solcher Prozess zu Beginn wirklich notwendig ist. Der einzige Weg, herauszufinden, was am besten funktioniert, ist wie so oft: ausprobieren!

Wer bekommt den Job?

Der letzte Schritt ist schliesslich die Auswahl eines Kandidaten. Und wie findet man nun den richtigen? Abhängig vom zu besetzenden Rollenprofil sollten zunächst natürlich die notwendigen Kenntnisse, Qualifikationen und Soft-Skills vorhanden sein. Des Weiteren ist eine gute Portion Neugier, Motivation und Ansporn wichtig für einen erfolgreichen Einsatz in einem kleinen, jungen Team.

Am allerwichtigsten ist schlussendlich aber das richtige Bauchgefühl. Ein Kandidat, der von den Anforderungen her noch so gut passen würde, wird sich auf Dauer kaum bewähren, wenn die Sympathie fehlt und man einfach nicht auf einer Wellenlänge funkt.

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