Letter of reference
Letter of reference
by
09 März 2016 um 11:03

Persönliche Empfehlungen sind die beste Werbung – und so sind Referenzen beliebte Mittel, um sich ein möglichst vollständiges und vor allem realistisches Bild von einem Bewerber machen zu können. Klar, dass man als Jobsuchender also möglichst gute Referenzen haben möchte. Aber wem gibt man sie und wann sollte man besser passen?

Zu den beliebtesten Referenzpersonen gehören ehemalige oder aktuelle Vorgesetzte, Personaler, Kollegen oder Partner. Alle wissen um die hohe Gewichtung von Referenzen und haben womöglich schon den einen oder anderen Job auch aufgrund dieser abgestaubt. Eigentlich selbstverständlich, dass man sich selbst auch dafür bereit erklärt, wenn man darum gebeten wird. Oder?

Kann, will, darf ich eine Referenz abgeben?

Wenn ein geschätzter und verantwortungsbewusster Mitarbeiter oder Kollege um eine Referenz bittet, ist der Fall wohl klar: Warum sollte man diese Anfrage ablehnen? Eben. Wenn die Arbeits- und Verhaltensweise der Person eher als „zweifelhaft“ einzustufen ist, ist jedoch Vorsicht geboten. Denn jede Empfehlung, die man ausspricht, strahlt immer auch auf die eigene Reputation zurück – im Positiven wie im Negativen.

Ebenfalls muss abgeklärt werden, ob man Referenzen überhaupt geben darf, oder ob Arbeitsvertrag oder Firmenpolitik dies untersagen. Falls keine aussagekräftige und überzeugende Referenz möglich ist, muss sich der Mitarbeiter wohl oder übel nach einer anderen Person umsehen, die eine Empfehlung abgeben kann.

Ein weiterer triftiger Grund für eine Absage ist auch zu wenig Kenntnis der tatsächlichen Aufgaben und Arbeitsweise der Person – hier sollte man ganz ehrlich sagen, dass die Grundlage für eine ordentliche Referenz schlicht nicht gegeben ist und man nicht bereit ist, sich etwas aus den Fingern zu saugen.

Erst überprüfen, dann entscheiden

Wenn das Arbeitsverhältnis schon ein wenig zurück liegt und man die Aufgaben und Tätigkeiten der Person nicht mehr allzu präsent im Kopf hat, lohnt sich ein kurzer gemeinsamer „Refresh“ – sowohl um bewerten zu können, ob man die Referenz geben möchte, als auch dafür, dass man gegebenenfalls im Gespräch mit dem potentiellen neuen Arbeitgeber nicht ins Stottern gerät.

Lasst Aufgaben, Projekte und Erfolge nochmals kurz Revue passieren und analysiert die Fähigkeiten und zentralen Stärken, die im neuen Job gefordert sind. Kommst du zu dem Schluss, dass du die Referenz gern und guten Gewissens geben kannst, solltest du dich auch über die betreffende Stelle und das Unternehmen informieren. Wenn du ein paar praktische Beispiele bereithältst, die die für den neuen Job relevanten Fähigkeiten des Bewerbers untermauern, hast du ihm den Weg bestmöglich geebnet.

Lieber keine Referenz als eine schlechte

Wenn sich bei der Überlegung, wie eine Referenz ausfallen würde, herauskristallisiert, dass sie nicht viel Positives beinhalten wird, steht fest: Diese Anfrage solltest du besser ablehnen.

Wer sich bereit erklärt, eine Referenz zu geben, sollte dann immer auch eine positive Empfehlung liefern – und diese auch so meinen. Wenn du die Person wirklich jederzeit wieder einstellen würdest und sie als Bereicherung für das [Team ]https://talendo.ch/de/hr-insight/2016/03/09/so-erhoht-man-die-proaktivitat-im-team)wahrgenommen hast, wird der potentielle neue Arbeitgeber dir das auch abnehmen. Zu augenfällige Übertreibungen – das weiss jeder Personaler selbst am besten – sind dagegen unangebracht.

Und was ist dann passiert!? Natürlich möchte man erfahren, wie es nach dem Gespräch für den „Schützling“ ausgegangen ist. Wenn er nicht von sich aus Bericht erstattet (und sich netterweise für die Referenz bedankt), ist Nachfragen ausdrücklich erlaubt!

Diese offenen Stellen könnten dich interessieren:

Waadt

We are looking for a bilingual French-English Young Graduate looking for a first experience in HR, for a full time position.

Genf

We are currently looking for a Junior HR Data Analyst to join our client's team. This is a temporary position for at least...