Illusion
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Über Illusionen und Möglichkeiten der Mitarbeiterbindung

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11 März 2016 um 10:33

Motivierte, zufriedene und produktive Mitarbeiter sind der Traum eines jeden Arbeitgebers. Nur leider sieht die Realität oft anders aus – trotz hoffnungsvoller Massnahmen zur Steigerung der allgemeinen Zufriedenheit. Ist der Mitarbeiter an sich so eine harte Nuss? Oder läuft einfach nur einiges falsch?

Wieso also bleibt der glückliche Mitarbeiter , der gar nicht erst auf den Gedanken kommt, das Unternehmen zu wechseln, oft nur ein Wunsch? Ganz einfach: Weil oft gute, zufriedene Mitarbeiter gesehen werden, wo gar keine sind.

Die zwei Seiten des zufriedenen Mitarbeiters

Ein zufriedener Mitarbeiter ist gleichzeitig auch ein engagierter Mitarbeiter. Ein produktiver und fleissiger Mitarbeiter ist umgekehrt auch zufrieden in seinem Job. Zwei Gleichungen, die ebenso verbreitet wie falsch sind. Denn die innere Einstellung gegenüber dem Job und das tatsächliche Verhalten bei der Arbeit sind keineswegs zwangsläufig miteinander verbunden, sondern können tatsächlich weit auseinandergehen.

Mitarbeiterin Lisa zum Beispiel fühlt sich pudelwohl mit ihrem Vorgesetzten und ihrem Team. Trotzdem bewegt sich ihre Arbeitsleistung nur an wenigen Tagen Richtung 100% – sie lässt sich eben leicht ablenken und so lange der Laden läuft, ist ja auch alles okay.

Umgekehrt verhält es sich mit Maria. Sie bekommt tolle Kundenfeedbacks und erreicht jeden Tag ihre Ziele. Kollegen und Vorgesetzten meidet sie jedoch möglichst, weil oft miese Stimmung herrscht. Ausserdem empfindet sie die Kommunikation im Unternehmen als Katastrophe und schaut sich nach Feierabend nach einer neuen Stelle um.

Bei beiden ist klar: Das ist kein akzeptabler Zustand und über kurz oder lang werden sich wahrscheinlich beide aus der Firma verabschieden. Klar ist aber auch, dass der Arbeitgeber in beiden Fällen unterschiedliche Hebel in Bewegung setzen muss, wenn er sie ans Unternehmen binden möchte. Der erste Schritt, um sowohl die innere Einstellung als auch das tatsächliche Arbeitsverhalten in die richtige Richtung zu lenken: die Bedürfnisse der Mitarbeiter kennen (lernen).

Langeweile ist nicht besser als Stress

Klare, gut strukturierte und möglichst standardisierte Prozesse sind sinnvoll, notwendig und der ewige Liebling des Unternehmers – schliesslich versprechen sie eine schnellere Ausführung und somit eine Umsatzsteigerung. Was aus ökonomischer Sicht kaum Nachteile erkennen lässt, bedeutet für die Menschen hinter diesen Tätigkeiten oft Eintönigkeit und Langeweile bis hin zum (absolut ernstzunehmenden) Boreout. Unterforderung und ein Mangel an Möglichkeiten, seine Fähigkeiten einzusetzen, ist die Garantie für Frust bei Mitarbeitern. Wer kann es ihnen verübeln, wenn sie diese Situation hinter sich lassen wollen?

Im Sinne der Mitarbeiterbindung ist es essenziell, die Leute gemäss ihrer Fähigkeiten einzusetzen, ihnen Raum zur Weiterentwicklung und die Möglichkeit für Erfolgserlebnisse zu geben. Ein offenes Ohr und Flexibilität sind hier das A und O!

„Flow“ statt Stillstand

Ein einfacher Ansatz bewahrt die Mitarbeiter und das Unternehmen vor der Abwärtsspirale in die Stagnation: Ein zufriedenstellender Job sollte gewisse Parallelen zu einem Videospiel haben. Die Level bauen aufeinander auf und basieren auf dem gleichen Grundprinzip, variieren aber im Schwierigkeitsgrad und bringen wechselnde Herausforderungen mit, was immer wieder die Neugier und den Ansporn weckt, diese zu bewältigen. So kann und muss man immer wieder über sich hinauszuwachsen, neue Ideen kreieren und Wege finden, um ans Ziel zu kommen.

Durch diesen stetigen „Flow“ wird der gefährliche Stillstand verhindert. Genug Freiraum, um Neues zu entdecken, auch mal Fehler zu machen und zu Höchstform auflaufen zu können, gepaart mit einem positiven, von klarer Kommunikation, Offenheit und Transparenz geprägten Betriebsklima ist die optimale Kombination, um das Beste aus seinen Mitarbeitern herauszuholen und sie langfristig im Unternehmen zu halten.

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