Millenials generation
Millenials generation
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11 März 2016 um 11:11

Die Erwartungen, welche junge Talente an die Arbeitswelt stellen, haben sich verändert. Junge Millenials stellen neue berufliche Trends auf und geben sich häufig nicht mehr mit fixen Arbeitszeiten und Hierarchien zufrieden.

Was sie wirklich von ihrem Arbeitgeber erwarten, ist vor allem für Personaler interessant, die qualifizierte Millenials rekrutieren und möglichst lange in ihrem Unternehmen beschäftigen möchten. Durch ihre Einstellung zum Job und ihren Arbeitsstil bestimmt die „Generation Y“ auch mit, in welche Richtung sich die Arbeitswelt in Zukunft entwickeln wird.

Flexibilität ist jungen Millenials äusserst wichtig. Sie kennen ihre Stärken und Schwächen und können sich neuen Arbeitsbedingungen schnell anpassen – allerdings erwarten sie dieselbe Flexibilität auch von ihrem Arbeitgeber. Zielvorgaben sind wichtig und erwünscht, aber unter bestimmten Bedingungen: Millenials möchten ihre Arbeitsplanung auch mal selbstständig verwalten können und nicht dauerhaft an fixe Arbeitszeiten im Büro gebunden sein. Sie lassen sich lieber anhand ihrer Leistung bewerten als anhand ihrer Anwesenheit im Büro.

Persönliche Entwicklungsmöglichkeiten sind ein wichtiger Grund dafür, dass Millenials vergleichsweise häufig den Job wechseln. Sie setzen ihre eigenen Ziele an erste Stelle und binden sich nur so lange an einen Arbeitgeber, bis sie interessantere oder lukrativere Angebote erhalten. Um junge und talentierte Mitarbeiter auf längere Zeit im Unternehmen zu halten, gilt es, ihrem Wunsch nach beruflichen Herausforderungen, Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten entgegenzukommen. Arbeitgeber können nicht mehr von ihren Mitarbeitern erwarten, dass sie sich ihnen gegenüber für die nächsten zehn oder zwanzig Jahre loyal zeigen – auch dann nicht, wenn die Bedingungen an sich gut sind. Daher sollte man es nicht persönlich nehmen, wenn ein Millenial sich trotz gebotener Entwicklungsmöglichkeiten nach wenigen Jahren aus dem Unternehmen verabschiedet. Es muss keine Entscheidung gegen die Firma oder die Stelle sein; in jedem Fall ist es eine für die persönliche Weiterentwicklung. Ein beliebter Gegentrend bei vielen jungen Berufseinsteigern ist der Wunsch nach Sicherheit. Manche Millenials bevorzugen klare Vorgaben und möglichst wenige persönliche Risiken. Sie sind die ewigen Flexibilitätszwänge und den immer schärfer werdenden Wettbewerb (vor allem bei Start-ups) leid und möchten den Weg in ein gefestigtes Berufsleben einschlagen – solange ihre Leistungen wertgeschätzt werden und mit dem Arbeitgeber eine Kommunikation auf Augenhöhe stattfindet. Wertschätzung ist jungen Arbeitnehmern äusserst wichtig: Wenn sie das Gefühl haben, dass ihre Ideen und Leistungen vom Arbeitgeber nicht geschätzt werden, werden sie sich schnell nach einem neuen Job umsehen. Es gibt für einen Millenial wenig Schlimmeres als einen Arbeitgeber, der glaubt, dass er dem Unternehmen aufgrund seines Alters oder seiner überschaubaren Berufserfahrung nur wenig zu bieten hätte, ihm kaum Freiraum und Verantwortung zuteil werden oder ihn gar ständig überprüfen lässt.

Was smarte Unternehmen tun können

Anhand der konkreten Erwartungen, die Millenials an Arbeitgeber stellen, können Unternehmen die Punkte ausmachen, die notwendig sind, um die begehrten Millenials für sich zu gewinnen. Um von dieser Zielgruppe als attraktive Adresse wahrgenommen zu werden, sollten Unternehmen ihre Aussendarstellung und ihre Recruiting-Strategien reflektieren und sich überlegen, ob Millenials hier das dynamische, korrekte und authentische Arbeitsumfeld finden, das sie sich wünschen – und ob die Ansprache dementsprechend gestaltet ist. Arbeitgeber, die Bewerbern auf Augenhöhe begegnen und ihnen eine authentisches Bild ihres Unternehmens präsentieren, können einen entscheidenden positiven Eindruck bei talentierten Millenials hinterlassen und sie so eher für sich gewinnen. Schon beim Job-Interview sollte der Recruiter darauf achten, seinem jungen Gegenüber Möglichkeiten für Weiterbildungen und Aufstiegsmöglichkeiten zu präsentieren und offen auf seine Einwände, Wünsche und Fragen einzugehen. Natürlich besteht keine Notwendigkeit, sich auf Bittsteller-Niveau zu begeben; der Bewerber sollte sich schlichtweg ernst genommen fühlen. Wer sich partout weigert, den Bedürfnissen junger Bewerber entgegenzukommen, wird sich schwertun, sie ins Team zu holen.

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