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Wo sind all die Kandidaten hin? Gründe für erfolgloses Recruiting

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11 März 2016 um 13:48

Was ist die Voraussetzung für erfolgreiches Recruiting? Es müssen doch eigentlich nur genügend Bewerbungen eingehen und sich darunter auch die richtigen Bewerber befinden. Klappt nicht? Dann ist es an der Zeit, die Gründe ausfindig zu machen – und zu beheben.

Wenn sich keine Besetzung für eine offene Stelle findet, bewerben sich entweder die falschen Leute – oder gar keine. Woran das liegen kann? Wir sagen es dir.

Szenario 1: Es bewirbt sich (fast) niemand

Geht nur eine Handvoll Bewerbungen ein, ist die Chance, dass der perfekte Kandidat darunter ist, naturgemäss gering. Hat die Anzeige niemand gesehen? Oder nur die Falschen? Oder wollte sich einfach niemand bewerben? Und wenn dem so ist, warum nicht? Mögliche Gründe:

Die Stellenausschreibung ist unklar

Es gibt viele Fehlerquellen, die passende Kandidaten verunsichern und sie von der Bewerbung abhalten. Schliesslich bedeutet sie Aufwand – und den betreibt man nicht, wenn einem nicht klar ist, worauf man sich eigentlich bewirbt. Vage Titel wie „Mitarbeiter Sales“, allgemeine und austauschbare Tätigkeiten oder Floskeln in Fachchinesisch lösen verständlicherweise keine Begeisterungsstürme aus. Unbedingt auf klare, präzise Rollenbeschreibungen und verständliche Formulierungen achten!

Die Stellenausschreibung ist langweilig

Man verbringt den Grossteil seiner Zeit im Job. Wie viele gute Leute werden beim Lesen einer staubtrockenen Stellenbeschreibung wohl freudig aufspringen, weil sie schon ewig nach der Aussicht „40 Stunden Langeweile“ suchen?

Eine Stellenausschreibung muss dem Bewerber ein lebhaftes Bild vermitteln und ihm Lust auf mehr machen. Sie braucht Perspektiven, Visionen und muss Entwicklungspotential versprechen. Wer möglichst viele Kandidaten ansprechen möchte, sollte daher darauf achten, im Stelleninserat nicht nur in einer emotionslosen Aufzählung das Rollenprofil vorzustellen, sondern auch auf Weiterentwicklungsmöglichkeiten und interessante Verantwortungsbereiche aufmerksam zu machen.

Das Inserat ist „unsichtbar“

Ganz gleich, wie interessant und gut gestaltet ein Stelleninserat ist: Liest es niemand, wird sich auch keiner darauf bewerben. Unternehmen, die die zu besetzenden Stellen lediglich auf der eigenen Webseite ausschreiben, vergeben schmerzlich viele Chancen auf zusätzliche (und vielleicht die „richtigen“) Bewerbungen. Fleissaufgabe: Möglichst viele Kanäle von Social Media über Jobportale bis hin zu schwarzen Brettern an Hochschulen bespielen!

Szenario 2: Es bewerben sich die falschen Leute

Auch der grösste Berg an Bewerbungen nützt nichts, wenn keine passenden Kandidaten dabei sind. Natürlich kann es immer mal Phasen geben, in denen wirklich niemand zur Jobrolle passen will. In vielen Fällen lässt sich das allerdings durchaus auf Fehler beim Recruiting zurückführen:

Falsche Wege führen zu den falschen Leuten

Wer besonders junge und frische Talente ansprechen möchte, muss sich der richtigen Kanäle bedienen. War beispielsweise die gute alte Zeitung vor längerer Zeit noch das Medium Nummer 1, um Stellenanzeigen zu veröffentlichen, werden sich auf ein solches Inserat heute vornehmlich Bewerber eines älteren Semesters melden. Die Stellenausschreibungen gehören da hin, wo die passenden Kandidaten sind! Wer Bewerber an Bord holen will, die am Puls der Zeit leben, sollte sich ebenfalls dorthin bewegen. Stichwort: Social Media.

Kandidaten werden vorschnell aussortiert

Dass keiner der Interview-Kandidaten so richtig passen mag, muss nicht automatisch an einer unbrauchbaren Stellenausschreibung liegen – und auch nicht an der generellen Unbrauchbarkeit der Kandidaten auf dem Markt. Vielmehr liegt das Problem oft darin begründet, dass sich der Arbeitgeber bzw. Personaler ein zu genaues und somit eingeschränktes Bild des „perfekten“ Bewerbers gemacht hat. In diesem Fall ist es nur allzu leicht, von der Idealvorstellung abzuweichen und bereits in der ersten Runde aussortiert zu werden.

Ein Fehler! Auch Quereinsteiger und Bewerber mit unkonventionellem Hintergrund können eine grosse Bereicherung sein. Fehlende Qualifikationen lassen sich oft schnell aufholen und neuartige Ideen und Ansätze bringen frischen Wind ins Unternehmen. Versuch, besonders bei der ersten Sichtung der Bewerbungen offener zu sein und mehr Leute zum Vorstellungsgespräch einzuladen – (positive) Überraschungen garantiert!

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