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Abschluss – und sonst? Die Probleme der Berufsvorbereitung

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14 März 2016 um 13:04

Der Arbeitsmarkt ist in stetigem Wandel –neue Technologien und die Globalisierung verändern ganze Industrien. Eine grosse Herausforderung für Studierende: Was ist überhaupt möglich, wo will ich hin, was muss ich können und wie richte ich meine Praktika und Nebenjobs darauf aus? Diese Unsicherheit bekommen später auch Recruiter zu spüren.

Denn als solcher steht man dann oft vor dem Problem, dass Bewerber nicht alle geforderten Fähigkeiten mitbringen – oder sich gar nicht erst trauen, sich auf bestimmte Stellen zu bewerben, selbst wenn sie durchaus geeignete Kandidaten sein könnten. Wie sich der Jobmarkt in Zukunft entwickeln wird, ist schwer einzuschätzen, auch wenn immer wieder Prognosen über sichere Berufe und zukunftsträchtige Branchen gewagt werden. Aber was kann man jungen Studenten und Absolventen konkret raten? Überhöhte Ansprüche in Stelleninseraten und mediale Mantras wie „Du musst unbedingt im Ausland studieren und mindestens vier Fremdsprachen sprechen“ sind nur zwei von vielen Gründen, aus denen man sich an Universitäten und Karriere-Workshops immer wieder mit verunsicherten Kandidaten konfrontiert sieht. Am besten ist es also, den jungen Menschen ein bisschen mehr Klarheit und Sicherheit zu verschaffen.

Eine flexible Geisteshaltung pflegen

Wenn man sich auf einem stetig wandelnden Arbeitsmarkt behaupten möchte, kommt man nicht umhin, sich flexibel an die jeweiligen Umstände anzupassen. Das Problem, das die meisten Recruiter kennen werden: Viele Absolventen gehen Jobsuche und Bewerbung wie das Zusammenstellen eines Stundenplans an der Uni an. Und sie erwarten auch klar definierte und abgegrenzte Aufgaben im Job. Was sie (noch) nicht wissen: Eine solche Herangehensweise wird in der Praxis schnell zum Problem. Gerade Einsteiger müssen, bevor sie sich eine feste Position erarbeitet haben, nun mal zur Stelle sein, wenn’s brennt. Dass dann nicht lange diskutiert werden kann, ob diese oder jene Aufgabe tatsächlich in der Stellenausschreibung stand, versteht sich von selbst.

Was man diesen Kandidaten also empfehlen kann? Am besten sollten sie schon im Grundstudium einen ausgewogenen Mix an Kursen und ausseruniversitären Aktivitäten wählen. Ein sauberer „roter Faden“ im CV begeistert natürlich auf den ersten Blick. Aber wenn ein Bewerber vielfältige Skills und Fähigkeiten gesammelt hat, kann man ihn im Unternehmen viel flexibler einsetzen – und ihm selbst eröffnen sich deutlich mehr Möglichkeiten für den eigenen Karriereweg.

Soft-Skills schulen und networken

Die berühmten Soft-Skills – sie sind in aller Munde, und doch merkt man als Recruiter immer wieder, dass es bei jungen Absolventen hier noch hapert. Skills wie Kundenorientierung, Detailorientiertheit und gute Planungs- und Problemlösungsfähigkeiten sollte jeder Kandidat mitbringen. Denn die Berufe, die in Zukunft an Wichtigkeit zunehmen werden – und nicht so leicht automatisiert werden können – erfordern besonders gute soziale und analytische Fähigkeiten. Networking ist neben Soft Skills ein weiteres, oft genanntes Schlagwort. Damit es keine leere Worthülse bleibt, ist es wichtig, jungen Leuten nahezulegen, bereits zu Studienzeiten wertvolle Kontakte aufzubauen. Denn wie es oft so schön mit dem Begriff „Vitamin B“ beschrieben wird: Spannende (Neben-)Jobs oder Kontakte zu Unternehmen findet man nicht nur im Internet, sondern vor allem auch durch Freunde, Bekannte oder in Vereinen und AGs. Das Prinzip „Man erntet, was man sät“ kann und sollte man sich als Recruiter zunutze machen. Wer in Kontakt mit Studenten und Absolventen ist, bekommt viel eher mit, was die jungen Menschen bewegt und welche Vorstellungen und auch Sorgen sie bezüglich des Jobeinstiegs haben. Und vor allem: Man kann ihnen (je früher desto besser) mitteilen, was wichtig ist und was ihnen die ersten Schritte ins Berufsleben erleichtert. Je mehr man mit dem Nachwuchs in Kontakt steht, Wissen sammelt und weitergibt, desto besser kann man das Employer Branding des eigenen Unternehmens auch darauf ausrichten – und bekommt so am Ende eher die Kandidaten, die nicht nur das richtige Wissen, sondern auch die entscheidenden Skills wie Kreativität, Urteilsvermögen und analytische Fähigkeiten mitbringen.

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