Team motivation
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Schluss mit obsessiver Produktivitätssteigerung, hin zu echter Mitarbeitermotivation

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16 März 2016 um 11:19

Als Arbeitgeber möchte man naturgemäss das Beste aus seinen Mitarbeitern herausholen. Sie sollen produktiv sein und ihren Beitrag zum Erfolg der Firma leisten – schliesslich ist Produktivität ein zentraler Punkt, um die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens sicherzustellen. Das Problem: Mit falscher Druckausübung erzielt man oft das Gegenteil.

Wenn das Ziel „Produktivitätssteigerung“ zur Obsession wird, führt das in nicht wenigen Fällen zu häufigeren Absenzen, verminderter Leistung und Burn-outs bei Arbeitnehmern. Wie kann man als Führungskraft also die richtige Balance finden und seine Mitarbeiter zugleich zu Produktivität und Zufriedenheit im Job bringen? Hier einige Dinge, die man beachten sollte.

Mehr Arbeit = mehr Produktivität?

Was auf den ersten Blick logisch erscheint, ist tatsächlich eine Milchmädchenrechnung. Workaholics sind einem doppelten Risiko ausgesetzt, an Depressionen und Angstneurosen zu erkranken. Bereits mehrere Studien haben ergeben, dass regelmässige Überstunden – anders als man annehmen könnte – zu weniger Produktivität und einer schlechteren Arbeitsperformance führen. Weitere Folgen sind Schlafstörungen und eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne – zwei weitere Faktoren, die sich nur negativ auf die Qualität der geleisteten Arbeit auswirken können. Ein pausenloser Fokus auf die Arbeit führt also weder die Mitarbeiter noch das Unternehmen zum gewünschten Langzeiterfolg – sondern zu Stress, Erschöpfung, Unzufriedenheit und gesundheitlich bedingten Ausfällen.

Stressreduktion geht nur ausserhalb des Jobs

Ausserhalb der Arbeitszeiten eine emotionale Distanz zum Job zu schaffen, hilft bei der Stressreduktion und trägt dazu bei, die Produktivität (wieder) zu steigern. Wer es nicht schafft, seinen Kopf von der Arbeit freizubekommen, wird längerfristig weniger belastbar und erschöpfter im Job sein. Erholung und Entspannung sind notwendige Voraussetzungen für Leistungsfähigkeit! Als Vorgesetzter sollte man seinen Mitarbeitern daher unbedingt den nötigen Freiraum geben und sie nicht während ihrer arbeitsfreien Zeit kontaktieren. Feierabend, Wochenenden und Ferien sollten unbedingt eingehalten und zur Erholung genutzt werden. Man muss und darf nicht 24/7 erreichbar sein, wenn man produktiv sein und bleiben will – eine klare Trennung ist also auch absolut im Sinne des Arbeitgebers.

Koffein ist keine Patentlösung

„Trink doch mal einen Kaffee!“ Wer war nicht schon mal mit diesem Rat zur Stelle, wenn ein Kollege im „Leistungstief“ steckte? Wie viele von uns haben nahezu den ganzen Arbeitstag lang eine Tasse in Reichweite? Schliesslich haben wir gelernt: „Viel hilft viel“. Doch das stimmt so leider nicht. Die Koffeinzufuhr führt zur Steigerung des Cortisolspiegels. Cortisol ist ein Stresshormon, das uns zum Beispiel dabei hilft, am Morgen aufzustehen und energiegeladen in den Tag zu starten. Wenn wir uns davon abhängig machen, dieses Level immer übernatürlich hoch zu halten, kann das auch nach hinten losgehen. Die Überstimulation des Körpers, etwa durch Koffein, führt dazu, dass wir nach der Arbeit nur schwer abschalten können und einige von uns zu weiteren Mitteln greifen, um wieder runterfahren zu können (Alkohol, Beruhigungsmittel, Schlafmittel). Dieses konstante Hin und Her belastet das Nervensystem enorm. Personalverantwortliche sollten ihre Teammitglieder stattdessen aktiv zu bewusster Entspannung und Pausen motivieren. Schon bewusstes Atmen kann Stress reduzieren und das Nervensystem entlasten – und den Körper so langfristig mit mehr Energie versorgen.

Ein gutes Arbeitsklima ist essentiell

Ganz allgemein gilt: Wer eine optimale Leistung erbringen will, muss sich in seinem Arbeitsumfeld wohlfühlen. Wer ungern zur Arbeit kommt, wird weder gewillt noch in der Lage sein, sein Bestes zu geben und mit Produktivität zu glänzen. Ein angenehmes Arbeitsklima zu schaffen, ist eine der wichtigsten Aufgaben einer Führungskraft. Und hierzu gehört nicht nur die Schreibtischausstattung und ein hübscher Aufenthaltsraum, sondern vor allem auch die zwischenmenschliche Ebene: Wenn hier Probleme oder Streitereien auftreten, sollte man dies auf keinen Fall ignorieren, sondern der Sache auf den Grund gehen und sie möglichst schnell aus der Welt räumen. Regelmässige Mitarbeitergespräche können dabei helfen zu reflektieren, wie zufrieden die Mitarbeiter mit dem Betriebsklima sind und wo Verbesserungsmöglichkeiten bestehen.

Zu viel Druck ist kontraproduktiv

Natürlich ist es wichtig, seinen Mitarbeitern Herausforderungen zu bieten und gewisse Leistungen von ihnen zu erwarten. Hier ist das A und O, nicht übers Ziel hinauszuschiessen. Wer sich einem dauerhaft hohen Arbeitsdruck ausgesetzt sieht und ständig noch mehr leisten soll als zuvor, wird auf Dauer seine Motivation verlieren, dauergestresst sein und keine produktive Arbeitsweise mehr an den Tag legen können. Wenn ein Mitarbeiter seine Aufgaben nicht mehr fristgerecht erledigen kann, führt das nicht nur zu immer mehr Frustration bei ihm selbst; es schadet auch dem Unternehmen. Regelmässige Pausen, Ablenkung und vor allem Abwechslung zwischen den Projekten sowie ausreichend Freizeit sind die Schlüssel für Erholung, Aufmerksamkeit und Produktivität – und diese sollte man als Unternehmen unterstützen, so gut man kann.

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