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Aufgepasst! Anzeichen, dass ein Mitarbeiter das Unternehmen verlassen will

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07 Apr 2016 um 12:13

Es ist nicht schön, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Etwa, wenn aus heiterem Himmel das Kündigungsschreiben eines geschätzten Mitarbeiters auf den Tisch flattert – und man sich fragt, ob man dies nicht hätte kommen sehen können.

Rückblickend lässt sich diese Frage natürlich nicht eindeutig beantworten. Doch es gibt ohne Zweifel Anzeichen, die man erkennen kann, wenn man Gewohnheiten und Verhaltensweisen seiner Mitarbeiter aufmerksam beobachtet. Während etwa vermehrte Absenzen oder eine allgemein negative Einstellung recht offensichtlich sind, gilt es hier vor allem, auf jene Hinweise zu achten, die leichter zu übersehen sind.

Die Anzeichen

Gesteigerte Effizienz

Gute Mitarbeiter sind engagiert, sehen ihren Job nicht einfach als Mittel zum (finanziellen) Zweck und leisten grundsätzlich tolle Arbeit. Wenn eine solch wertvolle Arbeitskraft das Unternehmen verlassen möchte, wird sie im Guten mit dem Team wie der Führungsetage auseinandergehen wollen – und vor ihrem Ausstieg hervorragende Leistungen erbringen. Ausstehende Projekte und Aufgaben werden in Angriff genommen und Probleme schnellstmöglich gelöst. Was also zunächst einmal klingt wie der Traum eines jeden Arbeitgebers, kann möglicherweise in ein böses Erwachen umschlagen.

Erhöhte Aktivität in Karriere-Netzwerken

Wenn ein Mitarbeiter plötzlich sehr aktiv bei Xing und LinkedIn wird, sollte das als Warnsignal wahrgenommen werden. Deutlich vermehrte Aktivitäten in Form neuer Kontakte, Gruppen, geteilter Artikel etc. könnten ein Hinweis dafür sein, dass das Teammitglied sein Profil boosten will – und bereits nach neuen beruflichen Möglichkeiten Ausschau hält.

Häufige Termine

Ein gewissenhafter Mitarbeiter hat vermehrt wichtige (Arzt)Termine während der Arbeitszeit? Hier ist bei der Interpretation natürlich Vorsicht geboten – im schlimmsten Fall stecken ernste gesundheitliche Probleme dahinter. Während vor allem neue Mitarbeiter aber in aller Regel versuchen, Termine während ihrer Arbeitszeit möglichst zu vermeiden, sieht dies bei Arbeitnehmern, die eine neue Stelle suchen oder in Aussicht haben, oft anders aus. Hier genauer hinzuschauen, ob eine generelle Unzufriedenheit zu erkennen ist, ist auf jeden Fall eine gute Idee.

Gegensteuern und Vorkehrungen treffen

Es ist trotz möglicher Anzeichen wichtig, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Ein Verdacht ist schliesslich noch keine Kündigung. Und das ist dein Vorteil: Während du bei einer endgültigen Entscheidung wahrscheinlich nicht mehr viel bewirken kannst, gibt es einige Möglichkeiten, einen Mitarbeiter wieder zurück ins Boot zu holen, wenn der Jobwechsel bisher noch in die Kategorie „Idee“ fällt.

Zum Feedbackgespräch bitten

Es ist nie zu spät für ein offenes Feedback. Ein Mitarbeiter, der eine Kündigung ernsthaft in Betracht zieht, wird dir wahrscheinlich ehrlicher und direkter erläutern, wo er Probleme oder Verbesserungspotenzial sieht als jemand, für den ein Jobwechsel keine Option ist. Nutz die Gelegenheit und stell zielgerichtete Fragen zu Führungskräften, spezifischen Projekten und Aufgaben. Auf diese Weise kannst du besser einschätzen, was genau zur Erwägung eines Jobwechsels beiträgt und in welchen Punkten sich das Unternehmen – sei es im Bereich Mitarbeiterführung oder Gestaltung von Jobrollen – verbessern kann.

Cross-Training arrangieren

Neben dem persönlichen Verlust wiegt bei der Kündigung eines wertvollen Mitarbeiters das Wegfallen seiner Fachkenntnisse besonders schwer. Trotz jeder noch so guten Übergabe muss sich der Nachfolger in allen Prozesse und Vorgehensweisen eben erst einmal zurechtfinden. Was kann man hier also tun?

Natürlich kann man nicht einfach sagen: „Hey, ich habe das Gefühl, dass du über einen Jobwechsel nachdenkst. Könntest du für den Fall der Fälle bitte Michael noch in deinen Aufgabenbereich einführen?“ Such dir stattdessen ein weniger erfahrenes (aber natürlich geeignetes) Teammitglied aus und organisiere ein sogenanntes „Cross Training“. Hierbei geht es darum, dass sich die beiden Mitarbeiter über einen gewissen Zeitraum Einblicke in ihre täglichen Aufgabengebiete gewähren und einander Inputs und Feedbacks geben. In einem anschliessenden gemeinsamen Meeting kannst du dir berichten lassen, was sie gelernt haben, welche Ideen möglicherweise entstanden sind und wo sie Verbesserungspotenzial sehen. Auf diese Weise bekommst du nicht nur ein wertvolles Feedback von beiden Mitarbeitern, sondern kannst das Können und Wissen des womöglich baldigen Ex-Mitarbeiters ganz nebenbei auf ein anderes Teammitglied übertragen.

Den Kontakt pflegen

Anstatt dir zu sagen „Schade, aber dieser Mitarbeiter ist ja sowieso bald weg“, solltest du in eure gemeinsame Vertrauensbasis investieren, mit dem Teammitglied reden und es besser kennenlernen. So wird es ihm leichter fallen, offen auf dich zuzugehen dir seine Bedenken darzulegen, bevor ein Jobwechsels feststeht – denn er wird dich nicht ohne Vorwarnung mit einem Kündigungsschreiben konfrontieren wollen. Und selbst wenn er sich aus der Firma verabschiedet: Vielleicht kommt er ja nach ein paar Wochen im neuen Job zu dem Schluss, dass er sich falsch entschieden hat? Eine positive Beziehung kann in einem solchen Fall der ausschlaggebende Punkt für eine Rückkehr in dein Unternehmen sein. Einen kompetenten Angestellten zu verlieren, ist niemals eine schöne Sache. Indem du einen guten Kontakt zum Team pflegst und den Mitarbeitern gegenüber aufmerksam bist, kannst du frühe Anzeichen erkennen und gegensteuern. Und selbst wenn du ein Teammitglied letztendlich nicht vom Gehen abhalten kannst, verlässt es das Unternehmen so immerhin mit einem positiven Gefühl – und bekanntlich sieht man sich ja immer zwei Mal im Leben.

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