Social media workplace
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Warum die Social Media-Aktivität von Millennials ein Vorteil für Unternehmen ist

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07 Apr 2016 um 12:23

Das Internet hat nicht nur verändert, wie wir Informationen beschaffen und kommunizieren. Sondern auch, wie wir unsere Emotionen mit Freunden und Familie teilen. Ein Klick, und schon werden Emojis mit Herzen, Blumen und knallenden Sektkorken – oder Tränen, Papierstapeln und braunen Häufchen versendet.

Die Generation Y ist auf allen verfügbaren Social Media Kanälen ganz vorne mit dabei. Sie sind Experten darin geworden, im Netz Kanäle und Plattformen zu finden, auf denen sie sich je nach Sinn und Zweck ausdrücken, präsentieren und mitteilen können.

Je glücklicher die Konsumenten der Generation Y, desto aktiver wird kommentiert, geliked und geteilt. Und das bietet Unternehmen Chancen, Employer Branding, Marketingstrategien und Kundengewinnung gezielt anzugehen. Denn Millennials teilen eben nicht nur abstrakte Emotionen mit – sondern auch ihre Liebe zu bestimmten Produkten. Unter anderem auf diesen fünf beliebten Wege:

1. Produktrezensionen

Ob gute oder schlechte Erfahrungen, zufrieden oder enttäuscht – in Rezensionen wird diskutiert und abgerechnet. Unkompliziert und schnell lässt sich anderen Konsumenten so mitteilen, ob und warum sich ein Produkt oder eine Dienstleistung lohnt – oder man die Finger davon lassen sollte.

Die echte Kundenbewertung hat die Kraft, wirklich bedeutenden Einfluss auf die Kaufentscheidung zu nehmen – schliesslich wird hier nichts mit polierten Firmenwebsites oder schicken Katalogen verschleiert. Natürlich kann man solche Rezensionen mittlerweile auch erkaufen; die Macht der gelben Sternchen oder Skalen ist dennoch ungebrochen. Und das erstreckt sich mittlerweile nicht mehr nur auf Konsumgüter oder Restaurants – von Ärzten bis hin zu Finanzprodukten wird nahezu alles online bewertet und verglichen.

Für Unternehmen stellen die Rezensionen auf speziellen Plattformen, in sozialen Netzwerken oder direkt in den Onlineshops eine perfekte Quelle dar, um Aufschluss über ihre Kunden und deren Wünsche und Bedürfnisse zu gewinnen und sich hinsichtlich dieser zu optimieren. Denn wenn sich erst einmal genug negative Bewertungen angesammelt haben, wird es schwer, das eigene Produkt und Image wieder an die Spitze zu bringen – selbst wenn der Durchschnittswert noch im akzeptablen Bereich liegt.

2. Video-Blogs

Produkte per Video vorstellen: Das ist heutzutage so beliebt geworden, dass immer mehr junge Menschen von ihrem Dasein als „YouTuber“ sogar leben können. Die Präsentation dieser jungen Leute ist bei den Nutzern so beliebt und ihre Videos werden so oft geklickt, dass sie von Unternehmen Produkte zugeschickt bekommen – und durch die Besprechung dieser Produkte ihr Geld verdienen. Ob in einem Tutorial oder einer Vorstellung der Monatslieblinge: User bauen eine persönliche Verbindung zu den Videobloggern auf und schätzen deren Empfehlungen dementsprechend als wichtig und ehrlich ein. Das kann sich um Make-up oder Kleidung handeln, aber auch Software und neue Features werden von den Bloggern besprochen und erklärt.

Ob man als Unternehmen nun seine Produkte von Bloggern vorstellen lässt oder diesen Kanal nur als Quelle für Marktrecherchen nimmt: Es stellt auf jeden Fall eine beliebte Form der Rezension dar, die man nicht ignorieren sollte.

3. Fotos

Pinterest und ganz besonders Instagram gehören zu den beliebtesten sozialen Netzwerken: Bilder hochladen, mit Filtern versehen und mit anderen teilen oder andere Instagrammer abonnieren. Eine populäre Form, Produkte zu präsentieren, die einem gefallen, ist dabei das sogenannte „flat lay“. Hier arrangiert man Bücher, Kleidung, Kosmetika, Accessoires, technische Geräte etc. optisch ansprechen auf einer Fläche und fotografiert das Ganze frontal von oben. Nach dem Hochladen kann man die Produkte direkt mit den Markennamen taggen und den eigenen Followern so das Nachkaufen erleichtern. Tipp: Wer als Unternehmen mit dem offiziellen Account die Bilder von privaten Nutzern liked, macht sich Freunde!

4. Nischen-Plattformen

Auf bestimmte Themen spezialisierte Online-Communities verbinden Gleichgesinnte – und zwar Gleichgesinnte mit einer gewissen Expertise. Ob es um die neuesten Trends und Entwicklungen in High-Tech, Mode, Kosmetika, Sport oder Hobbys geht: Hier kann man sich austauschen, Erfahrungsberichte lesen und Kontakte knüpfen.

Unternehmen können sich das auch auf der eigenen Webseite zunutze machen – indem sie um ihre eigene Marke oder ihre Produkte herum Foren und Communities aufbauen, die von Mitarbeitern gemanagt werden und Konsumenten und User mit Experten zusammenbringen. So können spezifische Fragen beantwortet, Probleme identifiziert und angegangen und passende Produkte empfohlen werden. Und je intensiver und erfolgreicher die Kommunikation, desto enger bindet das die Konsumenten an das Unternehmen.

5. Treuebonus

Die Generation Y freut sich besonders über Bonus- und Treueprogramme, was sich schon viele Unternehmen von Onlineversand über Coffee Shop bis Möbelhaus zunutze gemacht haben. Eine Mitgliedskarte oder ein Premium Account gibt dem Kunden das Gefühl, etwas Besonderes zu besitzen, was andere nicht haben. Und die Treue und der Konsum werden belohnt – oft mit einem Stufensystem, was noch mehr Exklusivität verspricht. Wenn es also zum Unternehmen passt, können sich solche Programme deutlich auszahlen, was die Kundenbindung und die Verbindung zur Marke betrifft. Der Nachteil an der Sache: Die Idee ist nicht neu und viele wissen schon gar nicht mehr wohin mit allen ihren Kundenkarten. Das Sammelprinzip ist aber nach wie vor attraktiv – es sind also neue Ideen gefragt!

Für viele Unternehmen stellt die Social Media-Welt, die sich ständig wandelt und Neues hervorbringt, eine Herausforderung dar. Doch es lohnt sich, sich mit dieser auseinanderzusetzen – sowohl hinsichtlich des Employer Brandings als auch des Marketings. Kluge Marken und Unternehmen setzen sich mit aktuellen (Bewertungs-)Trends auseinander und profitieren von der Liebe zum „Teilen“ der Generation Y.

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