Meeting unterbrechen
Meeting unterbrechen
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17 Apr 2016 um 17:10

Das Meeting wurde intensiv vorbereitet, die Agenda ist klar und gut strukturiert, die Unterlagen sind verteilt und die Aufmerksamkeit der Teilnehmer da. Angeregt und produktiv werden aktuelle Entwicklungen und Strategien diskutiert – zunächst.

Denn dann bringt einer der Anwesenden einen Punkt an, der zwar vielleicht interessant ist, aber höchstens am Rande mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. Die einen gehen darauf ein, andere driften gedanklich ab. Der anfänglich gute Flow gerät ins Stocken und die kostbaren Minuten verstreichen ungenutzt.

Auch wenn es viele Teilnehmer bemerken, traut sich oft keiner einzuschreiten. Man wartet auf einen günstigen Moment – eine kurze Denkpause oder ein vermeintliches Ende der Argumentation – um die Diskussion wieder in die Bahn zu lenken. Häufig so lange, bis jemand ungeduldig wird und ein harsches „Das ist ja alles schön und gut, aber können wir jetzt zum eigentlichen Thema zurückkehren?“ in den Raum wirft. Und peinliche Stille folgt.

Ein Codewort: Effektiv, aber versöhnlich

Klingt zunächst merkwürdig, ist aber ein wirklich guter Weg, um solch unangenehme Momente zu vermeiden. Nehmen wir als (völlig willkürliches) Beispiel „Qualle“:

Wenn also ein Teilnehmer das Gefühl hat, dass das Gespräch vom Thema abkommt, sagt er etwas wie „Ich glaube, da schwimmt gerade eine Qualle vorbei“. Das ist humorvoller und höflicher als: „Könnt ihr das nicht später ausdiskutieren? Wir hätten gerne unser Meeting zurück.“

Was so ein Codewort ausserdem für Vorteile hat:

Es ist unmissverständlich: Das Codewort ist einfach und witzig und da es von Anfang an klar ist, welche Bedeutung es hat, ist es ein sicherer und angenehmer Weg, das Gespräch wieder zurück auf Kurs zu bringen, ohne dass sich jemand angegriffen oder beleidigt fühlt.

Es senkt die Hemmschwelle: Ein „offizielles Timeout“ überlässt man gern dem Leiter des Meetings – man will schliesslich nicht anmassend erscheinen. Hat man als „normaler“ Teilnehmer aber die Möglichkeit, anzumerken: „Das fühlt sich ein bisschen nach Qualle an, oder?“, ist man eher bereit, das auch zu tun.

Es schärft das Bewusstsein: Wenn ein Codewort etabliert ist, wird man automatisch aufmerksamer und überlegt sich genauer, was man als nächstes sagt. Man merkt auch schneller, wenn man abdriftet und unterbricht sich vielleicht sogar selbt: „Sorry, das war jetzt ein Quallen-Moment.“

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