Hand of the boss pushing the worker
Hand of the boss pushing the worker
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22 Juli 2016 um 17:25

Immer alles unter Kontrolle zu haben ist eines deiner Grundprinzipien? Im hektischen Arbeitsalltag und mit den gesteckten Zielen im Hinterkopf dürfen einfach keine Fehler und Verzögerungen vorkommen – also setzt du lieber darauf, in der Team-Kommunikation so klar und deutlich wie möglich zu sein.

So verlockend es auch sein kann, immer die Oberhand behalten zu wollen: Das kann einen ziemlichen Druck auf die eigenen Mitarbeiter ausüben – und letztendlich mehr schaden als nützen. Auch mal zu delegieren muss aber gar nicht bedeuten, dass gleich alles den Bach runter geht – auch wenn es sich im ersten Moment so anfühlt. Drei Bereiche, in denen man ab und zu mehr Gelassenheit aufbringen kann:

1. INFORMATIONSFÜLLE

Eine super Idee für die Lösung eines schon länger bestehenden Problems wurde gefunden? Perfekt. Jetzt muss sie nur noch an alle Beteiligten kommuniziert werden – am besten mit einer E-Mail über fünf Absätze oder mit einem ausführlichen Vortrag im wöchentlichen Meeting. Angebracht wäre es auch andere Optionen in Erwägung zu ziehen, denn allzu häufig überschätzt man die Aufmerksamkeitsspanne der Mitmenschen: Mehr Input gleich mehr Verständnis muss als Rechnung nicht immer aufgehen. Die Alternative: E-Mails so zusammenkürzen, dass die notwendigen Infos enthalten sind – aber nicht mehr. Wenn dann einer der Mitarbeiter noch Nachfragen oder Verbesserungsvorschläge hat, wird er sich schon von selbst melden.

2. KOMMUNIKATION

Eine andere Sache, die man sich immer wieder klar machen sollte: Das ist nicht die letzte E-Mail, die man jemals verschicken wird. Klar, bei wichtigen Themen möchte man alles abdecken. Dann versucht man, jede kleine Information zu liefern, die nötig sein könnte, jede potenzielle Frage schon im Vorhinein zu beantworten oder jedes Szenario schon mal durchzuspielen. Dieser Ansatz frisst allerdings ganz schön viel Zeit und Energie und lässt die Empfänger der Mail vermutlich etwas überfordert zurück. Ein zusätzlicher Punkt: Selbst wenn man denkt, alles bedacht zu haben, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass anderen trotzdem noch Fragen, Probleme oder Ideen einfallen. Soll heissen: Bevor man eine ellenlange Nachricht versendet, lieber nochmal überlegen, ob die Mail alle Infos enthält, die der Empfänger zum Ausführen der Aufgabe braucht. Falls das der Fall ist: Kurz hinzufügen, auf welche Weise er zusätzliche Infos erhalten könnte und dann einfach auf „Senden“ klicken. Das verschafft sowohl einem selbst als auch den Beteiligten mehr Erleichterung.

3. VERANTWORTUNG

Der Tatsache ins Auge zu sehen, dass man einen Hang zum Kontrollieren hat, hilft allerdings noch nicht ganz. So schwierig es auch sein mag, der beste Weg ist hier: Konfrontationstherapie. Die Zügel abgeben – vielleicht zu Anfang bei einem kleinen Projekt, zum Üben sozusagen. Wer aus dem Team könnte denn mal die Führung übernehmen? Falls man jetzt besorgt ist, dass es vielleicht keiner hinbekommen wird: Stimmt das wirklich – oder hat man insgeheim Bedenken, dass derjenige es super meistern wird und man selbst gar nicht so sehr gebraucht wird wie gedacht? In vielen Fällen ist nämlich letztere Sorge des Pudels Kern. Und sobald man sich dann zum Delegieren durchgerungen hat: Die Linie auch weiterführen und sich nicht pausenlos einmischen – sondern einfach im Hintergrund verfügbar sein, falls es Fragen oder Probleme gibt. Je weiter das Projekt voranschreitet, desto besser können beiden Seiten in ihrer jeweiligen Rolle wachsen.

Auch ein bestens geplantes und durchgängig kommuniziertes Projekt kann holprig verlaufen, wenn es an gegenseitigem Vertrauen mangelt. Als Chef hat man einen grossen Einfluss auf die Stimmung im Team – und sollte sich dieser Verantwortung auch bei vermeintlichen Kleinigkeiten bewusst sein. Je öfter man die (partielle) Kontrolle abgibt, desto eher kann sich das gesamte Team weiterentwickeln!

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