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SOS: Woran man erkennt, dass es einem Mitarbeiter schlecht geht

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27 Juli 2016 um 09:07

Begriff wie „Burnout“, als Konsequenz von dauerhaftem Stress und Unausgeglichenheit, sind mittlerweile in aller Munde. In den meisten Büros geht es aber so hektisch zu, dass man schnell übersehen kann, dass ein Mitarbeiter eine schwere Zeit durchmacht oder sogar kurz vor einem Zusammenbruch steht.

Wie schafft man es als Recruiter, dennoch subtile Warnzeichen von emotionaler oder körperlicher Überlastung im eigenen Team zu erkennen – und für Abhilfe zu sorgen? Zu den gängigsten Anzeichen zählen die folgenden.

1. MIESEPETRIGKEIT

Sollte ein Mitarbeiter damit beginnen plötzlich nur noch über andere herzuziehen, früher aber zu den umgänglichsten Personen im Büro gezählt hat, liegt offensichtlich etwas im Argen. Natürlich hat jeder ab und zu einen miesen Tag, bei dauerhaft zwischenmenschlichen Problemen sollte man dem aber auf den Grund gehen. Auch plötzlich gehäufter Sarkasmus und Zynismus kann ein Warnzeichen sein: Obwohl der Mitarbeiter und du sonst immer locker und nett in der Küche einen Plausch gehalten habt, kannst du seit einigen Wochen nicht mal mehr nach dem Zuckerstreuer fragen, ohne eine patzige Antwort zu erhalten. Vielleicht macht er oder sie privat einfach eine schwere Zeit durch, vielleicht liegt es aber auch an Problemen im Büro. Sprich die Person bei einer ruhigen Gelegenheit (also nicht zwischen Tür und Angel) auf das Thema an. Liegt es an der Situation im Büro, dann sollte man schnell Wege und Möglichkeiten finden, den Zustand zu entschärfen.

2. FLUCHT

Wenn es darum geht, nach einem Arbeitstag noch etwas trinken zu gehen oder sich in einem offenen Meeting über die Weihnachtsfeier auszutauschen, scheint ein Kollege seit Neuestem immer etwas anderes vorzuhaben. Man könnte fast meinen, dass er förmlich davonläuft wenn man ihn gezielt ansprechen möchte. Natürlich gibt es Mitarbeiter, die sich nicht so gerne bei grossen Events blicken lassen, sondern den Feierabend als klare Grenze betrachten. Erkennt man als Recruiter allerdings ein gewandeltes Verhalten von jemandem, der sich immer gerne unter Leute gemischt hat, dann sollte man das eventuell hinterfragen.

3. ERSCHÖPFUNG

Seit einiger Zeit siehst du ständig ein Gähnen im Augenwinkel – und dass, obwohl der Kollege kein Partymensch ist. Jeder kennt das, ab und an müde im Büro zu sitzen. Wenn die Müdigkeitsphase des Mitarbeiters allerdings nichts mit einem kleinen Schlafdefizit zu tun hat, sollte man das als Warnzeichen sehen. Droht jemand emotional auszubrennen, dann zeigt sich dieser Zustand häufig in körperlichen Belangen, allen voran in Form von Müdigkeit. Da hilft auch keine dritte Tasse Espresso, eine langfristige Lösung muss gefunden werden.

4. ÜBERFORDERUNG

Seit einer Weile läuft es ziemlich holprig: Der Mitarbeiter scheint seit kurzem alles durcheinander zu werfen und Dinge, die er bislang eigentlich spielend leicht bearbeitet hat, werden sichtbar zu echten Mammutaufgaben. Emotionale Instabilität kann sich auch in Form von gehäufter Unachtsamkeit abzeichnen. Ob kleine Schusseligkeiten oder grosse Patzer: Hier lohnt es sich, hinter die Kulissen zu blicken, anstatt den Kollegen nur für seine Fehler zu kritisieren.

5. KARRIERERÜCKZIEHER

Eigentlich hattest du diesen Mitarbeiter fest für die Beförderung eingeplant – er hat sich so engagiert in den letzten Jahren. Seit geraumer Zeit möchte er jedoch nichts mehr von den Aufstiegsplänen wissen. Er zieht sich aus Planungsgesprächen zurück und lobt stattdessen die Leistungen seiner Mitbewerber um den Posten. In einem Gespräch unter vier Augen kann man klären, was die veränderten Beweggründe sind. Vielleicht hat es sich der Mitarbeiter ja wirklich nur anders überlegt – zum Beispiel aus privaten Gründen oder weil er insgeheim nach einer anderen Stelle schielt. Falls allerdings die Angst vor Überforderung und zu viel Verantwortung (bereits in seiner jetzigen Tätigkeit) eine Rolle spielt, sollte man die Gestaltung des Arbeitsumfelds mal einer Prüfung unterziehen.

Wie auch immer die individuelle Situation eines Mitarbeiters aussehen mag: Als Recruiter sollte man sein Augenmerk auf ein deutlich verändertes Verhalten richten und es, wenn nötig, in einem ruhigen Moment ansprechen. Dann kann eine Lösung gefunden werden, wie man gemeinsam vorgehen möchte.

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