Women working professional attitude
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Mögliche Gründe warum gut ausgebildete, weibliche Mitarbeiterinnen ihre Kündigung einreichen könnten

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14 Aug 2016 um 12:23

Es gibt schon seit geraumer Zeit in vielen Ländern Europas und den USA mehr weibliche Hochschulabsolventinnen als männliche und die Gründe, warum es sich lohnt gut ausgebildete, weibliche Fachkräfte im Unternehmen zu halten sind endlos. Jeder Mitarbeiter, der seine Arbeit gut macht, egal ob weiblich, männlich oder nicht eindeutig geschlechtsspezifisch, ist eine wertvolle Unternehmensressource. Statistiken zeigen allerdings, dass besonders Frauen dazu neigen, schneller die Reissleine zu ziehen und ihren Arbeitgeber zu wechseln, als ihre männlichen Kollegen. Gute Gründe also sich mal genauer anzuschauen, was Frauen dazu bewegt die fristlose Kündigung einzureichen.

Familienunfreundliches Arbeitsklima

Nicht jede Frau kann sich vorstellen zu heiraten oder Kinder zu kriegen, aber so wirklich ausschliessen kann man es dann doch nicht. Sollte der Moment oder die Umstände es so wollen, dass man Kinder plant oder plötzlich per Überraschung schwanger geworden ist, spielt die Arbeitszeit und das Verständnis des Chefs natürlich eine grosse Rolle dabei, wie schnell und ob es überhaupt möglich ist nach der Geburt wieder da im Job anzuknüpfen, wo man aufgehört hat. Bietet ein Arbeitgeber nur Arbeitszeiten von 9 bis 17 Uhr, keinerlei Flexibilität oder aber „Teilzeit“ ist ein Unwort, so darf man sich nicht wundern, wenn besonders weibliche Mitarbeiterinnen Reissaus nehmen. Stehen keine Kundentermine oder wichtige Meetings an, macht die heutige Zeit es dank Slack und Skype jedem Mitarbeiter einfach, aus dem Homeoffice die Arbeit genauso gut wie im Büro zu erledigen. Eine Option, die mittlerweile auch immer mehr junge Väter in Anspruch nehmen.

Einseitige Geschlechterverteilung

Gibt es auch weibliche Führungspersönlichkeiten im Unternehmen oder sind die oberen Führungsebenen nur durch männliche Vertreter geprägt? Wenn eine karriereorientierte Mitarbeiterin nach einer Weile im Unternehmen feststellen muss, dass sie partout aufgrund ihres Geschlechts nicht die Möglichkeit hat, in eine höhere Managementebene aufzusteigen, wird sie ihr Glück sicherlich woanders suchen. Man sollte darauf achten, dass Männer die Sache nicht unter sich ausmachen und die anspruchsvollen Aufgaben und Positionen untereinander verteilen. Erwiesenermassen ist eine ausgewogene Geschlechterverteilung in allen Ebenen förderlich für das allgemeine Arbeitsklima (Stichwort „Hahnenkampf“ oder „Stutenbissigkeit“). Grund genug, um bereits im Bewerbungsprozess darauf zu achten, dass sich der Anteil männlicher und weiblicher Kollegen die Waage hält.

Sie bekommen anderswo einfach mehr Kohle

Last but not least spielt neben der ungünstigen Familienfreundlichkeit und den dünnen Aufstiegschancen auch das Gehalt eine massgebliche Rolle. Die Wahrscheinlichkeit liegt nahe, dass mehr Frauen als Männer aus diesem Grund häufiger den Job wechseln, weil sie leider immer noch im Durchschnitt schlechter als ihre männlichen Kollegen entlohnt werden. Ein Arbeitgeberwechsel zu einem Unternehmen, bei dem die Arbeit (zumindest in monetärer Hinsicht) höher wertgeschätzt wird, veranlasst viele Mitarbeiterinnen sich anderswo umzuschauen. Durch Transparenz und regelmässige Feedbackgespräche kann man als Vorgesetzter in der Regel zwischen den Zeilen lesen, wenn eine Mitarbeiterin unzufrieden mit der finanziellen Wertschätzung ist. Sollte nur eine Vermutung im Raum stehen, könnte es sich lohnen das Thema direkt von sich aus anzusprechen, bevor man einer Kündigung ins Auge blickt und die wertvolle Kollegin notgedrungen ziehen lassen muss.

Die gute Nachricht ist, dass wir die Gründe, warum weibliche Arbeitskräfte sich anderweitig orientieren, kennen. Die schlechte Nachricht jedoch, dass die Änderungen der Unternehmenskultur mit viel Arbeits- und Zeitaufwand verbunden sind. Nicht nur die Strukturen müssen sich ändern, auch in den Köpfen vieler Männer und Frauen muss für ein gutes Gelingen ein Umbruch stattfinden. Eingestaubte Rollenbilder sollten über Bord geworfen werden und das Gegenüber anhand seiner oder ihrer beruflichen Fähigkeiten und nicht am Geschlecht, der Herkunft oder dem Aussehen bewertet werden.

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