Animal on a trunk
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Wie man seine Mitarbeiter in Bereichen managt, von denen man keine Ahnung hat

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15 Aug 2016 um 09:22

Wenn du die Karriereleiter weiter und weiter nach oben steigst wirst du zwangsläufig eine Position erreichen, in der du plötzlich nicht mehr Experte auf allen Gebieten bist. Bevor du jetzt allerdings Panik schiebst und dich versuchst in alle Bereiche einzulesen, lass dir gesagt sein, dass du diese Zeit cleverer für andere Dinge investieren solltest, um einen klaren Kopf bei all dem Delegieren zu behalten. Die folgenden Punkte sind zum Beispiel schon mal ein ganz guter Start.

Die richtigen Fragen stellen

Bis jetzt dachtest du womöglich, dass du als verantwortlicher Manager immer eine Antwort auf jede Frage parat haben solltest. In Wahrheit ist es aber viel wichtiger in deiner Position die richtigen Fragen zu stellen. Doch was genau sind die „richtigen“ Fragen und wie formulierst du sie? Eine kleine Orientierung könnte wie folgt aussehen: „Wie würden Sie vorgehen, wenn der Fall XY eintrifft?“, „Wie verhalten sich andere Unternehmen im Risikofall XY?“, „Woher wissen Sie, dass XY richtig ist?“. Solltest du wirklich nur noch Bahnhof verstehen, kannst du ohne Probleme auch ein „Können Sie mir helfen, den Vorgang XY genauer zu verstehen?“ in den Raum werfen. So bekommst du wenigstens einen kleinen Einblick in das was vor sich geht.

Verschaff dir Klarheit über realistische Erfolgsergebnisse

Wenn du vom Inhalt einer bestimmten Abteilung wirklich überhaupt keine Ahnung hast macht es Sinn, sich wenigstens über optimale Erfolgsergebnisse zu informieren. Schliesslich ist der Outcome das, worüber sich euer Unternehmenserfolg definiert. Setz dich mit dem Team zusammen und besprecht, welche Ziele zu welchem Zeitpunkt realistisch sind. Ein Beispiel: In Übereinstimmung mit der IT-Abteilung beschliesst ihr, dass im Herbst eine App gelauncht werden soll. Die Testversion dafür sollte also spätestens Mitte August fertig gestellt werden. Wenn eine solche terminliche Eingrenzung erfolgt ist, kannst du Fragen wie „Was sind mögliche Hindernisse und wie kann man diese eliminieren?“, „Welche Meilensteine können auf dem Weg dahin gesetzt werden?“ oder „Wie überprüfen wir, ob der eingeschlagene Weg der richtige ist?“ in den Raum werfen. Mit diesen Fragen, einer klaren schriftlichen Timeline und möglichen Risiken im Hinterkopf, kannst du dich dann über erreichte Zwischenergebnisse informieren lassen.

Vertraue auf dein Bauchgefühl und deinen Erfahrungswert

Um in einer solchen Führungsposition landen zu können, musst du bis hierhin schon gewaltig etwas richtig gemacht haben. Deine Instinkte scheinen zu funktionieren und dein Erfahrungsschatz ist mit Sicherheit beachtlich. Hab also etwas Vertrauen in diese Werte, auch wenn du nicht jede Kleinigkeit der Geschäftsbereiche all deiner Mitarbeiter kennst. Arbeite mit dem Wissen, das du momentan hast. Wirst du das Gefühl nicht los, dass etwas in einer Abteilung schief läuft, weil Beschwerden eintrudeln oder die Kommunikation mit dir unzuverlässig ist, dann ist es an der Zeit ein Teammeeting einzuberufen und der Sache auf den Zahn zu fühlen. Bis es aber soweit ist, solltest du es bei regelmässigen Feedbackrunden und der Kommunikation von Zwischenergebnissen belassen.

Etwas Vertrauen in seine Mitarbeiter muss man schon haben, wenn man selbst kein Experte in ihrem Unternehmensbereich ist, sie aber trotzdem delegieren soll. Mit Mikromanagement wirst du in einer solchen Situation nicht weiterkommen. Befolge also unsere Tipps und einer erfolgreichen Zusammenarbeit, auch ohne dein Fachwissen, wird nichts mehr im Wege stehen.

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