Bewerbung papier email online laptop
Bewerbung papier email online laptop
Max by
09 Juni 2015 um 10:05

Das Studium ist (fast) zu Ende und du bist auf der Suche nach deinem ersten Job? Dann wirst du schon gemerkt haben, dass das Bewerbungsschreiben eine Kunst für sich ist. Als wäre das nicht genug, will es jedes Unternehmen auch noch in anderer Form serviert bekommen. Ein Überblick.

Auf Papier, als [E-Mail]( oder online: Wie und in welcher Form du deine Bewerbungsunterlagen verschickst, entscheidest nicht du, sondern die ausschreibende Firma. Auf der einen Seite bedeutet das für dich, dass du Flexibilität zeigen und dich mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinandersetzen musst. Das kann sich anfühlen wie reine Schikane – es gibt Normen für Äpfel, aber nicht für Bewerbungen? Ernsthaft? Auf der anderen Seite ist aber eben das die Chance, beim potentiellen neuen Arbeitgeber Eindruck zu schinden.

Bitte recht ausdrucksstark: Deine Bewerbung ist dein erster Eindruck

Den ersten Job nach dem Studium zu finden, ist leider oft schwerer als gedacht. Auch wenn das Thema deiner Abschlussarbeit interessant und dein Zeugnis gut ist: Worauf ein Arbeitgeber bei Berufseinsteigern letztendlich wirklich Wert legt, lässt sich nur bedingt vorhersagen.

Da du – wie andere Absolventen auch – wohl allenfalls über wenig Berufserfahrung verfügst, musst du das Unternehmen mit deiner Bewerbung auf andere Weise so weit überzeugen, dass man dich dort unbedingt kennen lernen will. Zeit für deine Schokoladenseite! Um die zu zeigen, solltest du authentisch und sympathisch bleiben, Persönlichkeit zeigen und rüberbringen, dass du die Stelle wirklich haben willst. Das alles natürlich, ohne zu übertreiben – eine Gratwanderung, die Übung erfordert. Probier verschiedene Ansätze, Formulierungen und Versionen aus und lies sie dir (und idealerweise anderen) vor. Wenn deine Bewerbung professionell, aber nach dir klingt, hast du den richtigen Ton getroffen.

In der Regel wünschen Unternehmen „komplette Bewerbungsunterlagen“, womit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnis(se) gemeint sind. Wie die Unterlagen übermittelt werden sollen, ist von Fall zu Fall verschieden: Ein Grossteil bevorzugt Bewerbungen per E-Mail, einige immer noch den Postweg, und immer mehr moderne Unternehmen arbeiten mit Plattformen zusammen, auf denen du dich registrieren musst und deine Unterlagen anschließend hochladen kannst.

Klassiker mit Seltenheitswert: Die Bewerbung per Post

Das Einreichen einer Papierbewerbung ist ohne Zweifel vom Aussterben bedroht, aber eben noch nicht richtig tot. Besonders bei Jobs, die im öffentlichen Bereich vergeben werden, etwa an Universitäten oder in der Stadtverwaltung, wird oft noch der Schriftweg gewünscht. Deine Bewerbung solltest du immer dann per Post einsenden, wenn ein Unternehmen in der Stellenausschreibung explizit darum bittet oder erst gar keine E-Mail-Adresse, sondern nur eine Anschrift angibt.

Bei dieser konservativen Form der Bewerbung ist es besonders wichtig, dass du die Formalitäten einhältst. Neben einer Kopfzeile, in die sowohl deine Adresse als auch die des angeschriebenen Unternehmens gehört, ist auch ein Betreff mit einem direkten Bezug wichtig. Nenn hier die Stelle, auf die du dich bewirbst und markiere die Stellenbezeichnung am besten fett. Die Schrift sollte klar, schnörkellos und natürlich einheitlich sein, was das Lesen deiner Bewerbung leichter macht.

Wie bei der elektronischen Form liegt auch bei der Bewerbung zum Anfassen in der Kürze die Würze: Dein Anschreiben sollte nicht länger als eine Seite sein, der Lebenslauf höchstens zwei Seiten umfassen. Erklär klar und zielstrebig, warum du dich für die betreffende Stelle interessierst und warum du der Meinung bist, der richtige Kandidat zu sein. Verzichte auf Konjunktive: Du bist überzeugend, wenn du überzeugt bist! Um dich von anderen Bewerbern abzuheben, lass deine Persönlichkeit durchscheinen: Eine wohldosierte Portion Charme und/oder Humor ist auf jeden Fall erlaubt und hinterlässt mehr Eindruck als eine austauschbare Vorlage.

Dem Anschreiben fügst du deinen Lebenslauf und Zeugniskopien bei und packst alles in einen großen Umschlag. Nimm am besten einen verstärkten, damit auch alles unversehrt ankommt. Eine Bewerbungsmappe solltest du nur benutzen, wenn es ausdrücklich gewünscht ist. Die meisten Unternehmen heften deine Unterlagen ab, sodass die Mappe ohnehin nur stören und entsorgt werden würde. Das Geld kannst du dir also sparen.

Sei kompatibel: Die E-Mail-Bewerbung

Die meisten Unternehmen bevorzugen die Bewerbung per E-Mail. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Sie spart Zeit, Platz und Papierkram, lässt sich schnell und einfach speichern und macht die Bewerbung bequem kopierbar, sodass mehrere Personen sie erhalten und begutachten können. Und auch für den Bewerber ist es ein unkomplizierter Weg. Aber bitte nicht nachlässig werden: Wenn du schnell ein paar Zeilen runterschreibst, deinen Lebenslauf anhängst und „Senden“ klickst, kannst du dich gehörig in die Nesseln setzen.

Was Form und Inhalt betrifft, sind die Bewerbung per Post und die per E-Mail zwar nahezu identisch. Bei letzterer musst du aber unbedingt auf die Kompatibilität achten: Schließlich kannst du nie wissen, welches Betriebssystem, Mail-Programm oder Provider dein Ansprechpartner benutzt. So solltest du nie (NIE!) Word-Dokumente versenden, sondern deine Unterlagen immer (IMMER!) als PDF anhängen. Hierzu gehört auch das Anschreiben – dieses wird zwar gern direkt in den E-Mail-Text kopiert, allerdings besteht hier das Risiko, dass der Empfänger ein chaotisches Layout und jede Menge merkwürdiger Sonderzeichen erhält und deine Mühen umsonst waren. In der E-Mail selbst solltest du deshalb nur ein kurzes, einleitendes Anschreiben formulieren und auf die ausführlichen Bewerbungsunterlagen im Anhang verweisen.

Verschick die einzelnen Dokumente nicht als separate PDFs, sondern fass alles in eine oder zwei Dateien zusammen, sodass es für die Unternehmen übersichtlich bleibt und beim Ablegen oder Weiterleiten nichts verloren geht. Ansonsten gilt natürlich auch für den elektronischen Weg: Herausstechen kannst du mit deiner Bewerbung besonders durch ein ansprechendes, klares Layout und eine sympathische, überzeugende Schreibe.

Mehr als eine Nummer? Bewerben über ein Online-Portal

Besonders große Unternehmen können sich vor Bewerbungen oft kaum retten und müssen die Masse an Einsendungen effizient und systematisch bearbeiten. Da ein Bewerbungsverfahren per E-Mail in solchen Fällen wohl im Chaos enden würde, stellen viele spezielle Online-Portale bereit – die Ozeane unter den Bewerberpools.

Hier wirst du durch diverse Formulare geführt, die du ausfüllen musst, und hast ausserdem die Möglichkeit, Dokumente wie Lebenslauf und Zeugnisse hochzuladen. Das klingt zunächst aufwendig, hat aber klare Vorteile: Zum einen läufst du nicht Gefahr, in Formatierungsfallen zu tappen oder wichtige Angaben zu vergessen, zum anderen musst du nicht raten, auf welche Informationen das jeweilige Unternehmen besonderen Wert legt – immerhin werden sie alle einzeln gefordert. Zu guter Letzt bekommst du bei dieser Form der Bewerbung sofort eine automatische Bestätigung und kannst dir so sicher sein, dass deine Unterlagen nicht verloren gehen, sondern gleich zum richtigen Mitarbeiter weitergeleitet werden.

Oftmals sollen die Stationen des Werdegangs zunächst in ein Formular eingegeben und anschließend der Lebenslauf als Dokument hochgeladen werden. Achte hier darauf, dass es keine Unterschiede zwischen deinem Lebenslauf als PDF und den eingegebenen Daten gibt.

Sollte es ein “Sonstiges”-Feld geben, ist das deine Chance, dich von anderen Bewerbern abzuheben – und es gibt viele, also nutze sie! Natürlich gehört hier keine Aufzählung irrelevanter Hobbies hin. Füll das Feld mit einzigartigen Informationen zu dir, deinen zusätzlichen Kenntnissen, Skills und deiner Motivation.

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