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7 der kniffligsten Fragen im Vorstellungsgespräch

Max by
28 Juli 2015 um 10:30

Deine Bewerbung war klasse und das anschliessende Telefonat erfreulich. Nun stehst du vor der nächsten, entscheidenden Stufe des Bewerbungsprozesses: dem Vorstellungsgespräch. Und dann passiert es: “Was würden Sie tun, wenn Sie ein Flugzeug voller Nüsse abladen sollten?” Die Antwort “Dämliche Frage!” schiesst dir durch den Kopf — und da sollte es auch bleiben, wenn du den Job haben willst. Über knifflige Fragen im Vorstellungsgespräch.

Bewerbungsgespräche laufen meist ähnlich ab, und auch die meisten Fragen sind für Bewerber nichts Neues. Aber es gibt auch immer wieder solche, die völlig unerwartet kommen und dich kalt erwischen. Wichtig ist immer: Ruhig bleiben und dir die Panik nicht anmerken lassen. Nimm dir bei schwierigen Fragen lieber ein paar Sekunden zum Nachdenken, anstatt laut loszudenken.

Du kannst auch mit einer unverbindlichen Antwort wie “Es kommt darauf an.” starten. Damit signalisierst du, dass du über die Frage nachdenkst. Der Recruiter erwartet in der Regel sowieso nicht die eine perfekte Antwort. Vielmehr prüft er, wie du dich in einer stressigen Situation benimmst und wie du an die Frage herangehst. Hier sind vor allem logisches Denken und Problemlösungskompetenz gefragt: Der Weg ist das Ziel.

Wir haben 7 Beispiele für unangenehme Fragen zusammengestellt, die dich im Vorstellungsgespräch erwarten könnten.

1. Wie würden Sie sich selbst in einem Wort beschreiben?

Warum stellen Interviewer diese Frage? Recruiter testen mit dieser Frage deine Selbsteinschätzung, die viel über deine Persönlichkeit aussagt. Lässt du dich leicht einschüchtern? Bist du selbstsicher?

Was ist an der Frage besonders knifflig? Es gibt eine feine, aber entscheidende Grenze zwischen selbstbewusst und eingebildet sowie zwischen bescheiden und kleinmütig. Besonders wenn sie früh im Interview gestellt wird, kann diese Frage für viele Bewerber eine grosse Herausforderung darstellen.

Welche Antwort ist gefragt? Geh die Frage vorsichtig an. Welche persönlichen Eigenschaften sind für die betreffende Position besonders wichtig? Führungsfähigkeit, Zuverlässigkeit, Risikobereitschaft? Wenn du dich beispielsweise für einen Job als Buchhalter bewirbst, solltest du lieber den Begriff “organisiert” als “kreativ” benutzen – geht es um eine Stelle als Designer, ist es umgekehrt (natürlich sollte die Beschreibung in jedem Fall der Wahrheit entsprechen).

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2. Was unterscheidet diese Stelle von anderen, um die Sie sich beworben haben?

Warum stellen Interviewer diese Frage? Im Grunde genommen wollen Recruiter durch diese Frage ermitteln, ob du aktiv auf Jobsuche bist und wie gezielt du suchst. Hast du dich für weitere Jobs beworben? Wie redest du über andere Unternehmen? Willst du einfach nur irgendwo angestellt werden oder suchst du einen Job, der perfekt zu dir passt?

Was ist an der Frage besonders knifflig? Die Antwort “Ich habe mich nur für diesen Job beworben.” klingt eher unehrlich und nicht besonders motiviert. Wenige Menschen bewerben sich nur für einen einzigen Job, wenn sie auf Jobsuche sind. Wenn du zu enthusiastisch über andere Jobmöglichkeiten sprichst, könntest du wiederum den Eindruck hinterlassen, dass der Job, um den es gerade geht, eher eine Notlösung für dich ist.

Welche Antwort ist gefragt? Am besten solltest du antworten, dass du auf einige Unternehmen gestossen bist, die dein Interesse geweckt haben. Bevor du aber eine endgültige Entscheidung treffen könntest, wolltest du mehr über die einzelnen Stellen und die Unternehmen herausfinden: Was sind die konkreten Aufgaben? Passt du zum Unternehmen, seiner Kultur und Philosophie?

3. Was war der bisher grösste Erfolg Ihrer Karriere?

Warum stellen Interviewer diese Frage? Interviewer fragen danach, um herauszufinden, ob du ambitioniert und auf deine Arbeit stolz bist und wie du “Erfolg” definierst.

Was ist an der Frage besonders knifflig? Fällt dir gar nichts ein, präsentierst du dich nicht gerade als Gewinn für das Unternehmen. Wenn du hingegen in minutenlange Ausführungen über deine Erfolge verfällst, läufst du Gefahr, dass du als überqualifiziert oder arrogant eingeschätzt wirst.

Welche Antwort ist gefragt? Bei dieser Frage solltest du die Chance ergreifen, deine Präsentationstechniken und -fähigkeiten zur Schau zu stellen. Beschränk dich auf das Wesentliche, stell deine Erfolge konkret dar (Zahlen kommen immer gut), nutz dabei deine Körpersprache aktiv und artikuliere dich so gut du kannst.

4. Wer war bisher ihr schlechtester Vorgesetzter und warum?

Warum stellen Interviewer diese Frage? Durch diese Frage will der Recruiter feststellen, wie du mit Konflikten im Büro umgehst und ob du bei sicherem Abstand deine gute Kinderstube vergisst.

Was ist an der Frage besonders knifflig? Wenn du mit einem Ex-Chef wirklich unglücklich warst, läufst du Gefahr, in Lästereien zu verfallen. Damit stellst du dich schnell als Unruhestifter dar, der schlechte Stimmung verbreitet und den Arbeitsprozess stört. Behalte deine Gefühle unter Kontrolle, wenn du über deinen alten Chef sprichst – auch und besonders dann, wenn euer Verhältnis konfliktbeladen war.

Welche Antwort ist gefragt? Tatsächlich will der Personaler trotz der Fragestellung hier eher Positives hören. Am besten solltest mit deinen guten Erlebnissen im Umgang mit Vorgesetzten anfangen und die Probleme, die du im Job hattest, eher als nebensächlich beschreiben. Dein Gesprächspartner soll den Eindruck bekommen, dass du ein umgänglicher Mensch bist, der mit allen (oder den meisten) Persönlichkeiten arbeiten und Probleme sachlich lösen kann.

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5. Was ist Ihr Traumunternehmen?

Warum stellen Interviewer diese Frage? Was zunächst nach Small Talk zum Warmwerden klingen mag, hat es in sich. Denn tatsächlich bedeutet diese Frage “Wie ernst nehmen Sie die angebotene Stelle in unserem Unternehmen?”

Was ist an der Frage besonders knifflig? Hier Grossunternehmen wie Google oder Facebook zu nennen, scheint naheliegend – wer will da nicht hin? Aber Vorsicht, damit kannst du dir Steine in den Weg legen: Der Personaler will schliesslich einen loyalen Kandidaten finden, der nicht den Vertrag von heute auf morgen kündigen würde, falls sich eine andere Jobmöglichkeit auftut.

Welche Antwort ist gefragt? Wenn die Antwort “Dieses Unternehmen ist im Moment meine erste Wahl.” die Wahrheit ist – Problem gelöst. Ansonsten bist du auch mit einer Antwort wie “Das eine Traumunternehmen habe ich nicht, aber ich möchte unbedingt in dieser Branche arbeiten.”_ gut beraten.

6. Was würden Sie tun, wenn Sie morgen 100 Millionen CHF gewinnen?

Warum stellen Interviewer diese Frage? Übersetzung: “Wie wichtig ist Ihnen das Gehalt?” Diese Frage zielt auf die die Motivation hinter deiner Bewerbung und deinen Umgang mit Geld ab. Würdest du den Job verlassen und dir ein Strandhaus kaufen oder das Geld investieren und weiterarbeiten?

Was ist an der Frage besonders knifflig? Die Frage hat es in sich — sie hat auf den ersten Blick keinen direkten Bezug zum Job uns erscheint eher harmlos. Jedoch kannst du hier einen schlechten Eindruck bezüglich deiner Prioritäten hinterlassen.

Welche Antwort ist gefragt? Du solltest deutlich machen, dass du intelligente finanzielle Entscheidungen treffen kannst und dein Job für dich mehr ist als Mittel zum Zweck.

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7. Was macht die Zusammenarbeit mit Ihnen möglicherweise schwierig?

Warum stellen Interviewer diese Frage? Dies ist eigentlich eine Umformulierung der Frage nach deinen Schwächen. Die Antwort “Perfektionismus.” ist in diesem Fall also auch fehl am Platz.

Was ist an der Frage besonders knifflig? Hier kann man sich selbst unbewusst ins Knie schiessen. Wenn du erklärst, dass jeder immer gerne mit dir zusammenarbeitet, trivialisierst du die Frage, erscheinst unehrlich und arrogant.

Welche Antwort ist gefragt? Halte dich auch fern von deutlich negativen Antworten wie “Teamarbeit ist nicht wirklich mein Ding.” oder “Wenn ich eine Deadline im Job einhalten muss, werde ich unausstehlich.” Genauso gut könntest du sagen, dass du nicht gerne arbeitest und darüber hinaus ziemlich unumgänglich bist. Vielmehr solltest du mit positiven Punkten anfangen und kleine, leicht entschuldbare Macken oder Schwächen eher nebenbei erwähnen.

Zu guter Letzt ist das Ziel eines Recruiters nicht, dich mit komplizierten Fragen auszutricksen, damit dir die Röte ins Gesicht schiesst und du aus dem Konzept kommst. Er zielt darauf ab, dich zum Nachdenken zu bringen und eine authentische Antwort zu erhalten. Im Grunde genommen will dich dein Gesprächspartner während des Interviews persönlich kennenlernen. Also, bereite dich gut vor und vor allem: Bleib du selbst.

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