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Keine Angst vor geforderten Qualifikationen

30.July 2015 2 Min. Lesezeit Bewerbung

Zwei Jahre Berufserfahrung für einen Einstiegsjob? Englische Muttersprachler bevorzugt? Master ist ein Muss? Sich von Stellenausschreibungen verunsichern zu lassen, ist leicht. Wir verraten dir, warum du dich auch dann für einen Job bewerben solltest, wenn du nicht alle Anforderungen erfüllst.

Die Anforderungsprofile bei Jobangeboten sind oft so anspruchsvoll, dass sie nahezu unmenschlich erscheinen. Vergiss aber nie, dass sie wirklich alle Wünsche des Arbeitgebers auflisten. Und wer rechnet schon ernsthaft damit, die Perfektion zu finden? Recruiter wollen mit Stellenausschreibungen sowohl die Aufmerksamkeit qualifizierter Kandidaten gewinnen als auch einen Überfluss an Bewerbungen vermeiden. Grosse Unternehmen erhalten oft hunderte Bewerbungen am Tag. Das Hochsetzen der Anforderungen ist also der erste Filter im Auswahlverfahren. Lass dich von überzogenen Erwartungen nicht abschrecken! Was du wirklich können musst – und was nicht.

Muss man 100% der Anforderungen erfüllen, um sich auf eine Position zu bewerben?

Bewerbung Qualifikationen Infografik Recruiter Konzept

Schritt 1: Bist du für den Job geeignet?

Toll, du hast die perfekte Stelle gefunden! Bevor du deine Bewerbung rausschickst, solltest du aber zuerst darüber nachdenken, ob du dich dafür qualifiziert fühlst. Wenn der Job die Übersetzung offizieller Unterlagen aus dem Spanischen beinhaltet, deine Sprachkenntnisse aber nur zum Bier bestellen reichen, solltest du dir die Bewerbung sparen. Wenn du weniger als ein Drittel der geforderten Qualifikationen erfüllst, wird deine Bewerbung gleich aussortiert. Du kannst noch so begeistert vom Stellenangebot sein – wenn du mit den Tagesaufgaben im Job nicht klar kommen kannst, hilft dir das wenig. Wenn du aber sagst „Ja, kann ich!“: weiter geht’s!

Schritt 2: Muss- vs. Kann-Voraussetzungen

Im ersten Schritt gilt es zu unterscheiden, welche Qualifikationen vorausgesetzt, welche erwünscht und welche nur im Idealfall nachzuweisen sind. Muss-Voraussetzungen lassen sich leicht an Wörtern wie “erforderlich” und “vorausgesetzt” erkennen. Sobald Wörter wie “idealerweise” und “wünschenswert” auftauchen, sind die entsprechenden Fähigkeiten oder Erfahrungen zwar gern gesehen, aber kein Muss. Vielmehr kannst du mit diesen Voraussetzungen Bonuspunkte sammeln. Falls dir eine Kann-Qualifikation fehlt, bist du aber noch lange nicht aus dem Rennen. Konzentrier dich auf die Kernfähigkeiten und punkte hier mit deinen Kenntnissen. Der „perfekte“ Kandidat für diesen Job existiert ohnehin nur in der Anzeige.

Schritt 3: Setz dich von den anderen ab

“Ich erfülle zwar nicht alle Anforderungen, aber ich versuche einfach mal, mit den Aufgaben zurechtzukommen…” — diese Einstellung hat noch niemandem einen Arbeitsvertrag verschafft. Entscheide dich immer für einen positiven Ansatz und geh bei der Bewerbung mit Selbstbewusstsein vor. Konzentriere dich auf deine besonderen Kenntnisse und darauf, wie du mit ihnen bei der betreffenden Stelle punkten kannst. Rück dich und deine Qualifikationen ins rechte Licht!

Wenn dir eine Stelle wirklich zusagt und du überzeugt bist, dass du den Job gut machen wirst, zeig Einsatz und Mut zur Lücke! Die sicherste Möglichkeit, den Job nicht zu bekommen, ist, sich nicht zu bewerben!