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Jeden Tag ein Facebook-Post: Rahel Marthy, Calida

31.July 2015 6 Min. Lesezeit Insight Stories

Nur weil man etwas kann, muss es nicht das Richtige sein. Rahel Marthy, Junior PR & Social Media Managerin bei Calida, hat uns erzählt, auf welchem Weg sie schliesslich ihr berufliches Glück gefunden hat.

Als Junior PR & Social Media Managerin professionalisiert Rahel Marthy die Facebook- und Instagram-Präsenz von Calida

Frau Marthy, wann wussten Sie, dass Sie in den Bereich wollen, in dem Sie heute sind?

Das war bei mir nicht von Anfang an klar. Ich habe im Bachelorstudium spontan von der Studienrichtung Kommunikation & Marketing in die Studienrichtung Controlling & Accounting gewechselt und nach dem Studium dann zwei Jahre in der Finanzbranche gearbeitet. Da wurde mir schnell klar, dass ich das zwar kann, mir Branche und Job aber nicht wirklich zusagen. Ich habe daraufhin lange überlegt, wohin ich will und was mir Spass macht. Als ich das wusste, habe noch meinen Master in Business Administration gemacht.
Lustigerweise habe ich letztens ein Dokument aus dem ersten Bachelorjahr gefunden. Darin habe ich festgehalten, dass ich in fünf Jahren in einer PR-Agentur arbeite – ich wusste es eigentlich also wirklich schon früher.
Aber es verläuft eben nicht immer alles geradlinig im Leben. Ich glaube dadurch, dass ich nicht auf direktem Weg in meinen jetzigen Job gekommen bin, schätze ich diesen tollen Job und die spannende Branche jetzt umso mehr. Und ich weiss jetzt sehr genau, was ich will.

Erzählen Sie uns mehr über Ihre erste Station nach dem Studium.

Nach dem Bachelorstudium bin ich zunächst in die Wirtschaftsprüfung eingestiegen, habe da aber sofort gemerkt, dass es mir nicht gefällt. Ich habe noch in der Probezeit gekündigt und wollte dann ins Marketing wechseln. Da dies nicht so einfach war, bin ich erst mal in die Vermögensberatung gerutscht. Auch da habe ich relativ schnell gemerkt, dass es nicht der richtige Weg für mich ist. Ich bin dann knapp zwei Jahre dort geblieben und habe mir viel Zeit genommen, um mir zu überlegen, wohin ich will und wie ich das mache. Nach meinem Masterstudium bin ich direkt bei Calida als Marketing Management Trainee eingestiegen. Seit Februar 2015 bin ich fest angestellt.

Wie haben Sie sich bei Ihrer eigenen Bewerbung interessant gemacht und das Rennen gewonnen?

Ich habe bei Calida sehr viel Motivation gezeigt, was schlussendlich entscheidend war, weil die Verantwortlichen wussten, dass ich wirklich überzeugt bin, dass diese Stelle für mich das Richtige ist. Ich persönlich glaube auch, dass Motivation wichtiger ist als ein “perfekter” CV. Wer motiviert ist, holt Wissenslücken schnell auf.

Was mögen Sie an Ihrem Job am meisten? Was weniger?

Mir gefallen die Textilbranche und der Bereich PR/Social Media sehr gut: Es ist sehr schnelllebig, ich muss immer up to date sein, Trends kennen, das gefällt mir sehr gut. Ausserdem ist das Arbeitsklima bei uns toll und locker, wir haben ein grossartiges Team. Was mir weniger gefällt, sind gewisse administrative Sachen, die eben einfach zu jedem Job dazugehören. Aber darüber macht man sich am besten gar nicht zu viele Gedanken.

An welchem Projekt arbeiten Sie aktuell?

Aktuell vor allem am Auf- und Ausbau der sozialen Medien, da möchten wir Instagram und Facebook ein bisschen professionalisieren. Instagram haben wir gerade jetzt erst neu gestartet. Im Bereich PR arbeite ich im Daily Business mit, also Presseanfragen beantworten, Clippings, Pressetexte etc.

Was würden Sie Ihrem 18-jährigen Ich gerne mit auf den Weg geben?

Ich würde versuchen, mich noch besser damit auseinanderzusetzen, was mich wirklich interessiert und dann während des Studiums auch in diesen Beruf schnuppern bzw. Praktika machen. Ich habe früher Arbeit und persönliche Interessen klar getrennt. Aber das muss nicht so sein; ich habe erst später gelernt, dass sich das verbinden lässt. Das würde ich mir mitgeben. Um grundsätzlich so viel Spass wie möglich im Leben zu haben!

Und wie merkt man, in welche Richtung es gehen soll?

Zum Beispiel durch seine Hobbies, indem man Kollegen und Familie fragt, wie sie einen einschätzen, indem man sich mit sich selbst auseinandersetzt. Als ich merkte, dass mir das mit den Finanzen nicht zusagt, habe dazu zum Beispiel auch ein spannendes Buch gelesen: “Durchstarten zum Traumjob” von Richard Nelson Bolles. Durch die Übungen im Buch wurde mir bewusst, was mir im Job wichtig ist.

Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

In 5 Jahren möchte ich auf jeden Fall mehr Verantwortung übernehmen, Leute führen, mich im Beruf noch weiterentwickeln, mehr Erfahrung haben – ich bin ja jetzt zum ersten Mal in dieser Position. Aber ich sehe mich noch in der gleichen Branche – es gefällt mir super.

Plan B: In einer Welt, in der es Ihren Job nicht gibt: Was machen Sie?

Das könnte auch etwas ganz anderes sein, ausserhalb des Büros, vielleicht im Gastro- oder Tourismusbereich. Oder auch gerne etwas mit Sport.

Was spricht dafür, nach dem Hochschulabschluss eher bei einem Startup einzusteigen? Was spricht für ein Grossunternehmen?

Ich kann mir vorstellen, dass man in einem Startup von Anfang an mehr Verantwortung übernehmen bzw. sich mehr einbringen kann und dass es dort noch weniger eingefahrene Prozesse gibt. Der Vorteil eines grossen Unternehmens ist, dass man sehr viel sieht und lernt und Experten auf dem Gebiet kennenlernt. Es hat sicher beides Vor- und Nachteile und hängt wohl von den persönlichen Präferenzen und Möglichkeiten ab.

Checken Sie im Urlaub Ihre Mails?

Bisher war das noch nicht nötig, was ich sehr schätze. Facebook bietet die Möglichkeit, Posts zu planen. So kann ich die Posts für meinen Urlaub ganz einfach vorher ins System einspeisen und dann läuft das. Bei Instagram ist das leider nicht möglich. Wenn wir am Wochenende etwas posten möchten, mache ich das von zu Hause aus oder auch unterwegs. Das Praktische an den Sozialen Medien ist ja, dass man sie immer dabei hat.

Wie kann man sich den Job im Social Media genau vorstellen? Sind Sie da den ganzen Tag auf Facebook?

Ja, fast ☺ Im Moment arbeite ich am Redaktionsplan für Herbst/Winter 2015. Wir versuchen täglich etwas zu veröffentlichen, und im Redaktionsplan legen wir fest, was wir wann posten. Das muss ich natürlich auf die Produkte abstimmen, die bei uns alle zwei Wochen in die Stores kommen – damit die Werbung für das Produkt zum richtigen Zeitpunkt geschaltet bzw. gepostet wird. Und wir wollen ja nicht nur Werbung machen, sondern der Community auch etwas aus unserem Calida-Alltag erzählen, zum Beispiel aus spannenden Produkt-Meetings, Shootings etc. Ich orientiere mich auch sehr stark an unserem Marketing-Skript für die Stores, wo Schaufenster etc. geplant werden. Neben Social Media mache ich auch noch 50% PR.

Und wie sieht’s aus mit Instagram? Hatten Sie schon einen eigenen Account oder mussten Sie sich für den Job erst einarbeiten?

Ich hatte schon einen Account, war da aber eher passiv. Als klar war, dass wir Instagram für Calida nutzen möchten, habe ich sofort angefangen privat zu posten, damit ich mich mit dem Kanal schon möglichst gut auskenne. Ich finde es sehr wichtig, dass man als Social Media Manager die Kanäle auch selbst aktiv nutzt. Und das macht ja auch Spass ☺

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