Die falsche k rpersprache ruiniert deine pr sentation

Körpersprache: 6 Fehler, die deine Präsentation ruinieren

03.August 2015 4 Min. Lesezeit 9to5

In der Kommunikationswissenschaft findet man viele Modelle, die die Bedeutung und das Verhältnis von verbaler zu non-verbaler Kommunikation beschreiben. In einem sind sie sich einig: Das Gesagte selbst macht nur einen kleinen Teil aus – in manchen Modellen liegt er bei unter 10 Prozent. Dennoch wird die Körpersprache, eine der wichtigsten Ausdrucksformen, von vielen Rednern oft vernachlässigt – ein grober Fehler, den du ab sofort natürlich nicht (mehr) machst.

Bei Präsentationen – egal, ob im Job, im Vorstellungsgespräch oder bei einer privaten Diskussion – benutzt man ganz automatisch Gesichtsausdrücke oder Handbewegungen, um wichtige Punkte herauszuheben und dem Publikum die Nachricht in passender Weise und mit Nachdruck zu vermitteln. Richtig eingesetzt verleihen Mimik und Gestik deinen Inhalten mehr Gewicht und lassen dich selbstbewusster wirken. Setzt du sie hingegen nicht richtig ein, kann dies dein Publikum irritieren und deine Botschaft schwächen. Dazu gehören die folgenden häufigen Fehler.

1. Fehlender Blickkontakt

Keinen Blickkontakt zu deinen Zuhörern aufzubauen, ist wahrscheinlich der schlimmste Fehler, den du machen kannst. Dabei ist egal, ob du etwa laufend auf deine Uhr schaust, auf deine Schuhe, den Boden oder nur auf deine Präsentations-Slides oder den Screen. In jedem Fall wirkst du unprofessionell und baust keinerlei Beziehung zu deinem Publikum auf.

Was ist zu tun? Stell vor allem dann Blickkontakt her, wenn du einen wichtigen Punkt hervorheben willst. Dabei musst du niemanden anstarren – auch dann nicht, wenn du nur vor zwei Zuhörern stehst. Es reicht, wenn du deinen Blick kurz ins Publikum schweifen lässt – aber eben auch nicht so kurz, dass es nervös wirkt. Wenn du deinen Zuhörern das Gefühl gibst, dass du sie bewusst wahrnimmst und sie persönlich ansprichst, werden sie auch aufmerksamer sein und deiner Präsentation interessierter folgen.

2. Die Hände verstecken

Die meisten Fehler machen Redner mit den Händen: Sie hinter dem Rücken zu verstecken, ständig mit den Fingern zu spielen oder auf irgendetwas rumzutippen, ist ein oft gesehenes Problem. Damit vermittelst du, dass du entweder sehr nervös bist oder selbst nicht glaubst, was du gerade erzählst. Es stellt dich und deine Botschaft also unnötig in Frage.

In den Hosentaschen versteckte Hände erwecken den Eindruck, dass du unsicher, desinteressiert oder einfach nur ängstlich bist. Im schlimmsten Fall bekommen deine Zuhörer das Gefühl, dass du sie nicht für voll nimmst.

Denk immer daran: Wenn du bei einer Präsentation nicht selbstbewusst auftrittst, wird dein Publikum darauf reagieren und schnell die Aufmerksamkeit verlieren. Setz deine Hände sinnvoll ein, indem du wichtige Punkte durch passende Gesten unterstreichst – so gewinnst und behältst du die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer.

3. Verschränkte Arme

Die Übersetzung dieser Geste ist einfach: Verschlossenheit. Die Arme zu verschränken ist ein defensives Signal, mit dem du eine Distanz zu deinem Publikum schaffst und ihm das Gefühl gibst, dass du selbst wenig Begeisterung für deine Präsentation hegst oder etwas mit deinen Informationen nicht stimmt. Tatsächlich willst du natürlich das Gegenteil erreichen: Die Zuhörer sollen (und wollen!) sich mit dir verbunden fühlen und dir und deinen Inhalten vertrauen.

To Do: Halte einen kleinen, natürlichen Abstand zwischen deinen Armen und deinem Körper, mit dem du dich wohlfühlst. So schliesst du deine Hörer ein statt aus und sie fühlen sich bei dir gut aufgehoben. Wenn es dir allzu schwer fällt, kannst du ab und zu auch die Hände vor dem Körper zusammenführen – damit fühlen sich viele sicherer (die „Merkel-Raute“ ist nicht ohne Grund weltberühmt).

4. Bitte lächeln!

Selbst mit der perfekten Gestik kann deine Präsentation in die Hose gehen – wenn du mit einem ängstlichen, genervten oder schlecht gelaunten Gesichtsausdruck daherkommst. Mit einem einfachen Lächeln machst du sofort einen positiven Eindruck und hast die Sympathien auf deiner Seite – und jeder hört sympathischen Menschen lieber zu als unsympathischen. Natürlich solltest du kein unauthentisches Dauergrinsen aufsetzen, und auch beim Überbringen schlechter Nachrichten ist es zweifellos unangebracht.

Ansonsten ist regelmässiges Lächeln auch in einem seriösen Business-Meeting auf jeden Fall angebracht – präsentiert es dich doch als sympathischen, positiv denkenden und engagierten Menschen. Nicht zuletzt ist die typische Reaktion darauf ein Lächeln zurück – eine unabdingbare Interaktion für eine erfolgreiche Präsentation.

5. Negative Körperhaltung

Deine Körperhaltung ist eine der wichtigsten Bestandteile deiner Körpersprache und es gilt diese laufend in deiner Präsentation zu beachten – denn sie ist „ansteckend“ für dein Publikum. Behalte eine neutrale, gerade und offene Haltung und fang nicht an, deine Schultern zu lockern oder deine Beine zu dehnen, wenn du eine kleine Verspannung verspürst: Wenn deine Zuhörer merken, dass du dich unwohl fühlst, werden sie es auch tun! Gönn dir nach der erfolgreichen Präsentation lieber eine Massage oder geh zum Yoga. ☺

6. Der Hampelmann

Es ist durchaus gut und sinnvoll, sich bei Präsentationen zu bewegen und nicht wie festgewachsen an einem Punkt zu stehen. Wenn du ständig hin und her streunst und mit Armen und/oder Beinen herumfuchtelst, wirst du deinen Zuhörern aber ein ungutes Gefühl geben und sie nervös machen.

Achte darauf, dich entspannt und nicht permanent zu bewegen. Wenn du z.B. eine Folie wechselst oder zur Verdeutlichung auf etwas zeigst: Lieber gemütlich als hektisch!

Wenn du bisher eher unsicher warst, sind das ziemlich viele Tipps auf einmal. Aber du musst sie ja nicht erst im Konferenzraum oder an der Uni testen: Versuch dich doch schon mal bei Diskussionen mit deinen Freunden daran! Du wirst bald merken, welch grossen Unterschied es macht – und wirst mit ein wenig Übung schneller zum Präsentations-Experten, als du glaubst!

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