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Stressfrage im Vorstellungsgespräch: „Warum sollten wir Sie einstellen?“

Max by
04 Aug 2015 um 15:40

Das Interview ist bis jetzt prima gelaufen, du hast die Zielgerade schon im Blick – da kommt die Frage, die fast jeden Bewerber ins Schwitzen bringt: „Warum sollen wir Sie einstellen?“. Keine Antwort zu haben ist schlecht, Arroganz auch. Wir erklären dir, wie du mit dem gefürchteten Klassiker umgehst.

Eigentlich ganz einfach und wenig überraschend: Durch gute Vorbereitung! Denk erst mal darüber nach, was hier eigentlich gefragt wird. Viele hören ein zusätzliches Wort heraus: „Warum sollten wir ausgerechnet Sie einstellen?“ und werten das als Kritik an sich. Gemeint ist aber vielmehr: „Was unterscheidet Sie von der Konkurrenz?“ oder „Welche Erfahrungen und Ideen können Sie uns bieten, die andere nicht mitbringen?“. Im Endeffekt geht es dem Interviewer darum, deine Motivation und Qualifikation im Vergleich zu anderen Kandidaten zu beurteilen. Klar, schliesslich will er den besten Bewerber finden. Du musst dich also gut verkaufen. Wie? Zum Beispiel so:

Option 1: Versetz dich in deinen potenziellen Arbeitgeber

Was würde dich anstelle des Arbeitgebers von dir überzeugen? Wie würdest du deine Qualifikationen im Unternehmen einsetzen? Was kannst du beitragen, was andere vielleicht nicht können? Analysiere die Stellenbeschreibung genau und recherchiere, vor welchen Herausforderungen oder Problemen die Firma aktuell steht. Zeig anhand von Beispielen, was du verbessern oder wie du sie weiterbringen könntest. Das Unternehmen will ein neues Marktsegment erschliessen? Entwirf einen Plan, wie man dabei am besten vorgehen sollte. Zeig deinem Gegenüber, wie deine Fachkenntnisse und Ideen das Geschäft und das Firmenwachstum fördern. Verabschiede dich von „Ich will, ich will, ich will“ – was hat der Arbeitgeber von deiner Einstellung? Du musst ihn davon überzeugen, dass ihr beide voneinander profitiert.

Option 2: Was macht dich besser als die anderen?

Für Tiefstapler schwierig, aber notwendig: Überleg dir, was dich einzigartig macht – fachlich wie persönlich. Warum sollte der Arbeitgeber in dich investieren? Vielleicht bist du ein guter Team-Player oder hast spezielle Kenntnisse, die für den Job von Vorteil sind. Um hier zu überzeugen, solltest du deine Aussagen mit konkreten Beispielen belegen. So kann sich der Arbeitgeber besser vorstellen, wie genau du deine Eigenschaften im Unternehmen anwenden wirst. Spiel deine Superpower(s) aus!

Option 3: Pack deine Erfolgsgeschichten aus

Erzähl deinem Gesprächspartner von deinen bisherigen Projekten, die besonders gut gelaufen sind, und geh dabei ruhig etwas ins Detail. Was hast du genau unternommen, um die jeweiligen Ziele zu erreichen? Vielleicht hast du Corporate Relations deutlich verbessert oder durch eine clevere Marketingstrategie mehr Umsatz generiert? Hier geht es darum, den Fokus auf deine Kreativität, deine Problemlösungs- und Entscheidungstechniken zu legen. Die Kunst ist, dabei so spezifisch wie möglich zu sein ohne sich in ewig lange Ausführungen zu verzetteln. Versuch, ein präzises, überzeugendes Bild von deiner (künftigen) Arbeitsweise zu vermitteln.

Zusammengefasst: Auch wenn du rein formal alle erforderlichen Qualifikationen mitbringst – das tun andere wahrscheinlich auch. Deshalb musst du dich von den übrigen Bewerbern an entscheidenden Stellen unterscheiden, um den Job am Ende zu bekommen. Abgesehen davon, für welche der oben genannten Strategien du dich entscheidest, solltest du bei dieser Stressfrage gelassen bleiben und dich wie gewohnt auf deine Motivation, persönlichen Stärken und bisherigen Erfolge konzentrieren – und dabei vor allem authentisch bleiben.

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