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Von der Uni ins KMU: David Lüthold, purEco LED AG

Max by
13 Aug 2015 um 11:14

Die optimale Beleuchtung für jeden Bereich – darum geht es bei purEco LED. Wir haben uns mit David Lüthold über seine Position als CFO unterhalten und ihn gefragt, wie man sich als Absolvent buchstäblich im besten Licht darstellt.

David Lüthold ist CFO bei der purEco LED AG

David Lüthold
CFO bei purEco LED AG
Abschluss: Master Wirtschaftswissenschaften, Universität Zürich

David, was hast du als letztes vor diesem Interview gemacht?

Wir hatten kürzlich ein verlängertes Geschäftsleitungs-Wochenende – da kommt man meistens mit einer ziemlich langen Pendenzen-Liste nach Hause. Entsprechend bin ich seither damit beschäftigt, diese abzuarbeiten. Ansonsten habe ich noch die Arbeitsverträge unserer neuen Mitarbeiter fertiggestellt und mit unserem für Skandinavien zuständigen Area Manager telefoniert um zu besprechen, wie wir den Markteintritt in den nordischen Ländern beschleunigen können.

Wann wusstest du, dass du in den Bereich willst, in dem du heute bist?

Das wusste ich eigentlich nie so richtig. Obwohl mein akademischer Hintergrund es zwar nahegelegt hat, wusste ich erst, dass ich diese Arbeit wirklich machen will, als ich die Stelle angetreten habe. Das unternehmerische Umfeld, die Dynamik und das Team haben sicherlich massgeblich dazu beigetragen. Und ich mag den Umgang mit Zahlen, das hilft bestimmt auch.

Bist du auf direktem Weg in deine jetzige Position gekommen?

Naja, es ist meine erste Festanstellung nach dem Abschluss, weshalb diese Frage schwierig zu beantworten ist. Aber während der 5 Jahre Studium habe ich in Teilzeit für eine Elektrofirma auf dem Bau mitgeholfen und nach dem Assessment noch einen zweiten Teilzeit-Job im Financial Reporting bei einer Schweizerischen Grossbank angenommen. Insofern besteht eigentlich schon ein Bezug zur heutigen Arbeit. Ich verstehe unsere Produkte, die Technologie dahinter und die Anwendungsmöglichkeiten dank meiner Erfahrungen auf dem Bau. Und aufgrund der Arbeit im Financial Reporting bin ich den Umgang mit den Zahlen und das Arbeiten im Büro gewohnt.

Wie hast du dich bei deiner eigenen Bewerbung interessant gemacht und das Rennen gewonnen?

Diese Frage müsste man wohl eher unserem CEO stellen, er war schliesslich derjenige, der die Entscheidung getroffen hat. Als Studienabgänger waren die Voraussetzungen natürlich überhaupt nicht optimal; schliesslich hatte ich keine ernsthafte, praktische Erfahrung in diesem Bereich. Deshalb denke ich, dass im Endeffekt vor allem das Menschliche ausschlaggebend war.

Was magst du an deinem Job am meisten? Was weniger?

Am meisten mag ich die Abwechslung und die Möglichkeit, dem Gedeihen des Unternehmens seinen persönlichen Stempel aufdrücken zu können. Eigentlich ist der Job des CFO alleine schon ziemlich abwechslungsreich. Aber richtig spannend wird es vor allem, weil ich mich in praktisch allen Bereichen der Firma einbringen kann – teilweise auch muss, weil keine anderen Ressourcen vorhanden sind. Möglich ist dies vor allem, weil die purEco LED sich in einer sehr dynamischen Branche bewegt, die Firma stark wächst und wir trotzdem noch schlank aufgebaut sind und dadurch agil bleiben können.
Weniger sexy finde ich die Routine-Arbeiten, die unweigerlich in jedem Job anfallen. Aber wenn man das gleich erledigt, ist es auszuhalten – und es bleibt mehr Zeit für die spannenderen Aufgaben.

Zeitreise: Was würdest du deinem 18-jährigen Ich gerne mit auf den Weg geben?

Sei immer du selbst, halte an deinen Werten fest, kümmere dich um die Beziehungen zu den Menschen, die dir wichtig sind – und gehe nicht fahrlässig damit um.

Welche ist die wichtigste Führungsqualität?

Ich denke, [Menschenkenntnis ist unerlässlich. Jeder Mitarbeiter bzw. jede Mitarbeiterin ist anders und entsprechend muss man mit den Leuten auch individuell umgehen und sich in sie hineinversetzen können, sie verstehen und entsprechend reagieren. Fehlt es einem Vorgesetzten an Menschenkenntnis und an entsprechendem Umgang, dann ist früher oder später – ungeachtet seiner Fachkompetenz – das Team weg oder der Vorgesetzte muss gehen. Daneben ist es meiner Meinung nach auch sehr wichtig, dass man hält, was man verspricht und ein verlässliches Vorbild ist.

Was war dein letztes Teamevent?

Wir haben eine Sporthalle besucht, in der wir unsere speziell für den Sport ausgelegte LED-Beleuchtungslösung installieren durften und haben uns dort nach der Besichtigung der Halle im Squash gemessen.

Plan B: In einer Welt, in der es deinen Job nicht gibt: Was machst du?

Ich wäre dann wahrscheinlich Mathe-Lehrer oder Ingenieur. Vielleicht wäre ich aber auch Astronaut geworden oder würde irgendwo auf der anderen Seite des Atlantiks eine grossflächige Farm betreiben.

Warum sollten Studenten / Absolventen sich bei purEco LED bewerben? Was werden sie lernen und für die Zukunft mitnehmen?

Ich finde es spannend, für ein dynamisches Unternehmen zu arbeiten: Es wird nie langweilig, an allen Ecken gibt es etwas zu tun. Man lernt jeden Tag etwas Neues dazu und wird von Beginn an voll in alle Prozesse einbezogen. Für die Zukunft nimmt man dann das Erfolgserlebnis mit: Man weiss, was es bedeutet, ins kalte Wasser zu springen und sich dann zurechtfinden zu müssen. Und man lernt, was es heisst, die eigenen Bedürfnisse für etwas zurückzustellen, an das man glaubt und für das man sich einsetzen will.

Ab welchem Punkt bist du im Bewerbungsprozess dabei? Worauf achtest du besonders?

Oft treffen wir die Bewerber das erste Mal an einem neutralen Ort, auf einen Kaffee o.ä. Entweder wird dieses informelle erste Treffen von unseren CEO, von mir oder bei Gelegenheit von uns beiden gemeinsam besucht. Aber spätestens ab dem ersten Besuch bei uns im Büro bin ich beim Bewerbungsprozess dabei – und bei ausgeschriebenen Stellen natürlich bei der Vorselektion der Bewerbungen.

Während sich die anderen Mitglieder der Geschäftsleitung primär auf den Lebenslauf und die fachlichen Kompetenzen konzentrieren, versuche ich immer, mehr über die allgemeine Arbeitsweise des Bewerbers herauszufinden und ein Auge auf sein Auftreten, seine Persönlichkeit und sein Verhalten zu werfen.

8 kurze Fragen an David Lüthold, CFO bei purEco LED AG

Hast du eine Lieblings-Frage im Vorstellungsgespräch?

Ich frage die Leute gerne, weshalb sie sich gerade bei uns bewerben. Eigentlich ist es eine Standard-Frage, aber in der Phase, in der wir uns jetzt und auch in absehbarer Zeit noch befinden, ist es essenziell, die Beweggründe der potentiellen Mitarbeiter zu kennen. Und nebenbei ist es auch extrem interessant zu hören, ob jemand eine Standard-Antwort liefert oder sich tatsächlich darüber Gedanken gemacht hat.

Welche Qualität muss ein Bewerber für dich auf jeden Fall mitbringen? Womit schiesst man sich ins Aus?

Da wir immer versuchen, flexibel zu bleiben und auch auf die Bedürfnisse des potentiellen neuen Mitarbeiters einzugehen, gibt es in meinen Augen nicht ein unumgängliches Killer-Kriterium oder eine Qualität, die zwingend ist. Man schiesst sich aber definitiv ins Aus, wenn man als Bewerber nicht bereit ist, sich zu beweisen, bevor man überhöhte Forderungen stellt.

Wenn ihr euch für einen Kandidaten entscheidet: Wie ausschlaggebend sind Noten und Qualifikationen und wie viel Einfluss haben Sympathie und soziale Kompetenz?

Da es immer schwieriger wird, Noten zu vergleichen, verlieren diese bei der Gegenüberstellung von mehreren Kandidaten stets an Aussagekraft. Aus der isolierten Betrachtung können sich aber interessante Gespräche ergeben, wenn man z.B. in der Entwicklung eine gewisse Tendenz feststellt und den Kandidaten darauf anspricht.
Den Einfluss von Hard- und Soft-Komponenten absolut ins Verhältnis zu stellen, ist fast unmöglich. Aber aufgrund unserer Unternehmensgrösse und unseren Plänen und Zielen lässt sich sagen, dass der Sympathie und der Sozialkompetenz eine enorme Bedeutung zukommt, weil jeder Kandidat ins bestehende Konstrukt passen muss, ohne dabei allzu grosse Reibung zu verursachen.

Was spricht dafür, nach dem Hochschulabschluss eher bei einem kleinen als einem grossen Unternehmen einzusteigen?

Ich empfinde es als wertvoll, sich selbst bedeutend einbringen und aktiv zur erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens beitragen zu können. Die eigene Leistung lässt sich zeitnah den Resultaten gegenüberstellen, was bei Grosskonzernen oft gar nicht oder erst zu einem viel späteren Zeitpunkt möglich ist. Man kann alle paar Monate zurückblicken und erkennen, wie sich das Unternehmen geformt hat und wo man im Vergleich zum letzten Mal steht. Und schliesslich hat man dank der flachen Hierarchien und den schlanken Strukturen die Möglichkeiten, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, sich in diversen Projekten einzubringen und sich mit guten Leistungen schnell so zu positionieren, dass man auch bei der Besetzung von Führungspositionen berücksichtigt wird.

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