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Karrierestart im Engineering: Emilie Zermatten, Trainee bei der BKW AG

Max by
25 Aug 2015 um 10:00

Während ihres zweijährigen “Career Start Engineering” Traineeships lernt Emilie verschiedene Bereiche der BKW kennen. Im Interview spricht sie über Pläne, Verantwortung und Veränderungen in der Energiebranche.

Emilie Zermatten durchläuft während ihres Traineeships bei BKW verschiedene Abteilungen

Emilie Zermatten
Career Starter Engineering, Netze, BKW AG
Studienfächer: Master in Physik, Doktorat in Maschinenbau

Emilie, wusstest du schon länger, dass du zur BKW möchtest, oder bist du eher zufällig dazu gekommen?
Den Plan, im Energiebereich zu arbeiten, hatte ich schon seit einigen Jahren. Dass es ein Energieversorger und insbesondere die BKW wurde, war aber eher Zufall – ich bin bei der Arbeitssuche darauf gestossen und es hat gepasst.

Was sind deine Aufgaben als Trainee?
Meine erste Station im zweijährigen Career Start Programm war das BKW Technology Center, welches als Verbindung zwischen der BKW und der Forschungswelt fungiert. Das Technology Center definiert die relevanten Technologien für die BKW und initiiert Projekte zusammen mit Forschungspartnern. Dort hatte ich unterschiedliche Aufgaben: Ich musste etwa Informationen über ein gewisses Technologiefeld sammeln und abschätzen, ob die Projekte realisierbar sind – z.B. zeitlich und wirtschaftlich gesehen. Für ein Projekt haben wir zudem einen R-Code geschrieben, um das Photovoltaik-Potenzial einer Gemeinde ohne Netzverstärkung abzuschätzen.

Jetzt bin ich seit einer Woche bei meiner zweiten Trainee-Station: den Smart Grid Components. Hier arbeiten wir an intelligenten Lösungen für die Sicherstellung der Netzstabilität. Ich werde mich weiterhin mit dem Photovoltaik-Potenzial von Gemeinden beschäftigen; dazu kommen weitere Projekte für die Installation intelligenter Netzkomponenten.

Was macht dir am meisten Spass? Was weniger?
Beim Technology Center mochte ich vor allem die vielen, sehr unterschiedlichen Projekte. In sechs Monaten hatte ich mit Power-to-Gas, Funkgeräten und Photovoltaikanlagen zu tun: Es wurde nie langweilig!

Da ich aus der Forschung komme, war es aber am Anfang ein bisschen schwierig für mich, neben der Wissenschaft auch die Wirtschaftlichkeit von Projekten zu berücksichtigen. Jetzt finde ich es aber spannend, an etwas zu arbeiten, das später auch umgesetzt werden kann.

Wie bist du auf das Traineeship aufmerksam geworden und warum hast du dich genau für dieses entschieden? Hattest du noch andere Optionen?
Ich besuchte letztes Jahr an der Karrieremesse der EPFL eine Präsentation der BKW. Ich mochte die Idee eines Trainee Programms, um einen guten Überblick über die Branche zu erhalten und Praxiserfahrung zu sammeln – vor allem, da mein Studium sehr theoretisch war und ich währenddessen kein Praktikum gemacht habe. Ich hatte zwar auch bei anderen Firmen Optionen, aber die Stelle bei der BKW war aus meiner Sicht die interessanteste. Mir hat sowohl das Trainee Programm selbst zugesagt, als auch die Projekte und Themen: die Verbindung zur Forschung, alle Smart Grid Themen, die Energiewende im Allgemeinen.

Was findest du besonders spannend an der Energiebranche?
Im Moment gibt es viele Veränderungen in der Energiebranche: Der Strommarkt wird liberalisiert, die Atomkraftwerke werden abgeschaltet und viele dezentrale Energiequellen, wie Photovoltaik- oder Windanlagen, werden gebaut. Es gibt deshalb viele Herausforderungen für die Netzbetreibung. Ich finde es sehr spannend, dass so viel Neues gemacht wird.

Alle Jobs bei BKW

Wie lange hat es nach deinem Einstieg gedauert, bis du richtig im Arbeitsleben drin warst?
Nicht sehr lange. In der ersten Woche war noch alles neu für mich, in der zweiten hatte ich manchmal noch ein bisschen Mühe. Ab der dritten Woche war es, als hätte ich schon immer bei der BKW gearbeitet.

Welche Erwartungen hattest du im Vorfeld an dein Traineeship? Inwieweit haben sie sich erfüllt?
Ich wollte vor allem besser verstehen, wie eine grosse Firma funktioniert, mehr über die Branche lernen und herausfinden, welche Art von Job mich wirklich interessiert. In den vergangenen sieben Monaten habe ich sehr viel gelernt: Ich kann jetzt besser einschätzen, wo ich gerne arbeiten würde und was andere Leute in ihren Jobs machen. Aber ich kann sicher noch sehr viel dazulernen, worauf ich mich freue!

Welche Fähigkeiten sollte man für einen erfolgreichen Einstieg bei der BKW mitbringen?
Als Career Starter sollte man sich schnell anpassen können, da man alle sechs Monate den Bereich wechselt. Die Energiebranche ist im Moment sehr schnelllebig, deswegen hilft es, flexibel und offen zu sein.

Wie viel Eigenverantwortung hast du? Würdest du dir mehr oder weniger wünschen?
Ich habe vor kurzem in meine zweite Trainee-Station gewechselt und muss mich zuerst einmal einarbeiten. In meiner ersten Station hatte ich nach sechs Monaten bereits viel Verantwortung und arbeitete meist selbstständig. Da man als Trainee jeweils nur sechs Monate in einem Bereich bleibt, ist es natürlich schwierig, viel Verantwortung für ein Projekt zu übernehmen, da man nicht lange genug da ist, um es zu Ende zu führen. Nach meinem Trainee würde ich sehr gerne einen Job finden, in dem ich Verantwortung für längere Projekte übernehmen kann.

Wo siehst du dich in 5 Jahren?
Diese Frage ist immer schwierig zu beantworten. Ich kann mir aber gut vorstellen, bei der BKW zu bleiben, wenn ich eine interessante Festanstellung mit eben dieser Verantwortung finde.

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