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„Authentizität beginnt bei der Bewerbung“ – Pascale Flückiger, IBM

Max by
26 Aug 2015 um 10:52

IBM gehört zu den beliebtesten Arbeitgebern in der Schweiz. Wer sich hier im Bewerbungsprozess durchsetzen will, muss Eindruck machen. Wie das geht, verrät Recruitment Leader Pascale Flückiger.

Pascale Flückiger ist Recruitment Leader bei IBM Schweiz

Pascale Flückiger
Recruitment Leader
IBM Schweiz

Frau Flückiger, was sollte man tun und beachten, wenn man sich bei IBM bewirbt?
Zunächst akzeptieren wir nur komplette Online-Bewerbungen mit CV, Motivationsschreiben, Diplomen und Arbeitszeugnissen. Auch berücksichtigen wir nur Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen, keine Initiativbewerbungen. Neben der Vollständigkeit der Unterlagen ist hier wichtig, dass es sich nicht um austauschbare Standardschreiben handelt, sondern die Bewerbung sich wirklich auf die Jobrolle bezieht. Ein Foto ist zwar kein Muss, aber gerne gesehen. Nach einer ersten Triage wird das Dossier dem entsprechenden Hiring Manager zugestellt, der dann über den weiteren Verlauf entscheidet (Interviews, Assessment, etc.)

Was empfehlen Sie Bewerbern, die ein paar schlechte Noten im Zeugnis oder Lücken im Lebenslauf haben?
Authentizität beginnt bei der Bewerbung: Allfällige Lücken im CV sollten im Motivationsschreiben oder zumindest beim Interview angesprochen werden. Schlechte Noten sollen keinen Nachteil bewirken, aber das Gesamtbild sollte stimmen. Umgang und Erfahrungswerte sowie Qualifikationen zählen ohnehin mehr als Noten.

Was möchten Sie in Bewerbungen oder Vorstellungsgesprächen nicht mehr sehen? Was dafür gerne öfter?
Standardbewerbungen, die sich nicht auf die ausgeschriebene Stelle bzw. aufs Unternehmen beziehen. Bewerber sollten sich bereits im Vorfeld über das Unternehmen informiert haben und echtes Interesse zeigen. Ein gepflegtes Erscheinungsbild und gutes Benehmen setzen wir voraus. Sich zudem gut zu verkaufen ohne überheblich und arrogant zu wirken, lässt ein Recruiterherz höher schlagen. “You‘ll never get a second chance to make a first impression“ beinhaltet ein Quäntchen Wahrheit.

Wie lang darf ein CV maximal sein und wie wichtig sind Punkte wie Auslandsaufenthalte und ausserberufliches Engagement?
Ein CV sollte maximal zwei Seiten lang sein; es sei denn, der Bewerber verfügt über langjährige Berufserfahrung. In jedem Fall sollten die Tätigkeiten nur stichwortartig beschrieben werden. Auslandserfahrung ist zwar nicht zwingend, aber sehr gern gesehen: Sie lässt auf Sprachkompetenz und interkulturelle Erfahrung schliessen und spricht für Flexibilität und Aufgeschlossenheit – alles Eigenschaften, die sich positiv auf das Arbeitsverhältnis auswirken. Freiwillige Aktivitäten und Engagements sind sehr wichtig, da sie viel über die Person aussagen und man sieht, wie sie sich in die Gesellschaft einbringt.

Wie geht es nach der Bewerbung weiter?
Wir führen strukturierte Interviews, um einen fairen Vergleich unter den Mitbewerbern zu ermöglichen. Innerhalb von zwei Wochen folgt dann die Rückmeldung.

Wenn die Rückmeldung länger dauert: Sollte man nachhaken, wie der Status der Bewerbung ist?
Ja, unbedingt! Das zeigt Interesse und man kann sich damit von der Masse abheben.

Wird es negativ bewertet, wenn man in der Bewerbung keine Angaben zur Gehaltsvorstellung macht?
Nein, das wird nicht negativ bewertet. Der Kandidat wird beim ersten Gespräch auf seine Salärvorstellungen angesprochen. Sollte es zu einem zweiten Gespräch kommen, wird dem Kandidaten ein Angebot unterbreitet.

Was macht IBM zu einem attraktiven Arbeitgeber?
Flexible Arbeitsformen wie Mobile Work, frei einteilbare Arbeitszeiten und Teilzeitarbeit, Karriere- sowie Entwicklungsmöglichkeiten. Zudem werden die Fach- und die Vorgesetztenlaufbahn gleich bewertet. Wir bieten ein umfangreiches Trainingsprogramm. Und nicht zuletzt wird Diversity gross geschrieben.

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Warum sollen Studenten und Absolventen sich bei IBM bewerben? Was erwarten Sie von Bewerbern?
Offene, initiative und teamfähige Persönlichkeiten werden sich hier wohlfühlen. Wir suchen hochmotivierte Studierende und Absolventen mit Bachelor- oder Masterabschluss in (Wirtschafts-)Informatik oder verwandten Studiengängen. Wir erwarten gute Projektmanagement-Fähigkeiten, fundierte MS Office-Kenntnisse, gute Kommunikationsfähigkeiten (Englisch / Deutsch), eine verantwortungsbewusste Arbeitsweise, analytisches Denken, Teamfähigkeit, Flexibilität und hohe Leistungsbereitschaft. Berufseinsteiger werden bei IBM internationale Arbeitserfahrung in einem sehr dynamischen Umfeld sammeln. Zudem erwarten sie spannende Entwicklungsmöglichkeiten und ein vielversprechendes Arbeitsumfeld für den Karrierestart, z.B. mit dem berufsbegleitenden Masterstudium Master@IBM.

Was kann man sich unter diesem Programm vorstellen?
Wir bieten beim Master@IBM die Finanzierung an einer ausgewählten Hochschule oder Universität, eine angemessene Vergütung und wertvolle praktische Berufserfahrung, die parallel zum Studium gesammelt wird. Der Aufgabenumfang ermöglicht es den Studierenden, sich ausreichend ihrem Masterstudium zu widmen. Die Masterarbeit wird in Zusammenarbeit mit dem entsprechenden Businessbereich geschrieben.

Bieten Sie Mentoring an, um jungen Talenten den Berufseinstieg zu erleichtern?
Ja, eine Begleitperson unterstützt beim Berufseinstieg. Wir leben und empfehlen Mentoring auf verschiedenen Stufen: sowohl für den aktuellen Aufgabenbereich als auch für die weitere Karriereentwicklung.

Was ist ein gängiges Vorurteil über Ihre Branche, das Sie gerne mal aus der Welt schaffen würden?
Die IT-Branche hat immer noch den Ruf, primär eine Männerdomäne zu sein, obwohl sich auch sehr vielfältige Karrieremöglichkeiten für Frauen ergeben. Zudem hat sich die Branche immer noch nicht gänzlich vom „Nerd-Image“ befreit.

Werden Frauen bei IBM bestärkt, sich auch im Bereich Führung weiterzuentwickeln?
Ja, wir bieten gleichwertige Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten für Männer und Frauen sowie flexible Arbeitsformen und Teilzeitarbeit – auch auf Managementstufe.

Viele Arbeitgeber stehen dem Modell Home Office skeptisch gegenüber. Gibt es bei IBM die Möglichkeit zum Home Office?
Ja, bereits seit vielen Jahren. Home Office ist für alle möglich und auch wünschenswert, wobei wir eher von Mobile Working sprechen (sei dies beim Kunden, von unterwegs oder von zu Hause). Ausschliesslich Home Office empfehlen wir aber nicht, da der Austausch mit dem Team sehr wichtig ist.

Was möchten Sie Absolventen / Bewerbern noch gerne sagen?
Bereitet euch gut auf den Bewerbungsprozess und Bewerbungsgespräche vor und zeigt Interesse und Begeisterung für das Unternehmen! Bleibt flexibel, passt euch dem jeweiligen Markt an und seid weltoffen!

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