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Eine untypische Karriere: Melchior Buchs, Geschäftsführer Business Parc

Max by
09 Sept 2015 um 10:30

Angst vor Neuem war ihm schon immer fremd: Seit dem Studium hat Melchior Buchs immer wieder neue Herausforderungen angenommen. Heute ist er Geschäftsführer vom Business Parc, einem Gründerzentrum in Reinach, und unterstützt jährlich über 100 Start-ups auf dem Weg zum Erfolg.

Melchior Buchs, Geschäftsführer Business Parc

Melchior Buchs
Geschäftsführer Business Parc
Hochschulabschluss: Dr.rer.pol. / MAS in „Systemic Consultancy“

Herr Buchs, erklären Sie uns kurz, was Sie machen. Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Sie aus?
Als Geschäftsführer des Business Parc setzt sich mein Alltag in der Regel zusammen aus Coaching-Terminen mit Personen, die selbständig werden wollen, aus Gesprächen mit unseren Mitgliedern rund um die Belange eines Start-ups sowie aus Managementaufgaben. Die Führung des Business Parc mit seinen knapp 40 Mietern und gut 30 externen Mitgliedern erfordert viel Flexibilität und Allround-Fähigkeiten.

Wann wussten Sie, dass Sie in den Bereich wollen, in dem Sie heute sind?
In dem Moment, als ich für diese Aufgabe angefragt wurde. Mein beruflicher Werdegang war immer geprägt durch Offenheit gegenüber Neuem, das auf mich zugekommen ist.

Sind Sie auf direktem Weg in Ihren Bereich gekommen oder lag Ihr Start ganz woanders?
Ich hätte mich beruflich nie zu stark spezialisieren wollen. Deshalb verlief meine Karriere alles andere als typisch: Nach einigen Jahren als Vollberufs-Politiker gründete ich meine eigene Firma im Bereich Raum- und Regionalpolitik. Dann kamen weitere Firmengründungen dazu. So führte ich im Mandat den Schweizerischen Dachverband der Medizintechnik (FASMED) und gründete im Business Parc in Reinach BL zusammen mit einer Partnerin eine Kommunikationsfirma. Hier engagierte ich mich auch als Coach für Personen auf dem Weg in die Selbständigkeit.

Was war Ihre erste Station nach dem Studium?
Wissenschaftlicher Assistent am volkswirtschaftlichen Institut der Universität Bern und danach Berater in einer Berner PR-Agentur.

Was mögen Sie an Ihrem Job am meisten? Was weniger?
Besonders gefallen mir die Vielseitigkeit der Aufgaben und der Umgang mit Menschen – es kommt nie Routine auf. Es gibt tatsächlich nichts, was ich an meiner heutigen Aufgabe nicht mag. Ich habe meine beruflichen Stationen immer selber gewählt, und wenn sie für mich nicht mehr gestimmt haben, habe ich eine Veränderung vorgenommen.

An welchem Projekt arbeiten Sie aktuell?
Es gibt viele Projekte; eines davon ist zum Beispiel die Realisierung eines „Business- und Gewerbeparks“ in der Stadt Basel.

Was war die bisher grösste Herausforderung in Ihrer derzeitigen Position?
Ich mache kein Ranking der Herausforderungen, freue mich aber, wenn es mir gelingt, meine Ideen umzusetzen und das mit den täglichen Managementaufgaben in Einklang zu bringen.

Was würden Sie ihrem 18-jährigen Ich gerne mit auf den Weg geben? Offen sein und sich nicht zu stark an fixe Vorstellungen über eine berufliche Karriere klammern! Frei nach Wilhelm Busch: „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!“ Es ist wichtig, seinen eigenen Weg zu gehen und immer wieder zu reflektieren, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen.

Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
Kurz vor dem AHV-Alter ☺! Aber immer noch mit der Lust, Start-ups auf die Sprünge zu helfen.

In einer Welt, in der es Ihren Job nicht gibt: Was machen Sie?
Ihn erschaffen!

Was spricht dafür, nach dem Hochschulabschluss bei einem Startup einzusteigen? Was spricht eher für ein Grossunternehmen?
Ein Start-up bietet viel mehr Freiraum. Man muss dort rascher Verantwortung übernehmen, kann aber auch besser die eigenen Ideen umsetzen. Für Personen mit unternehmerischer Veranlagung ist der Einstieg in einem Start-up deshalb sicher attraktiver. Für die fachliche Vertiefung der Ausbildung, um Erfahrungen zu sammeln und sich eine finanzielle Existenzgrundlage aufzubauen, kann es jedoch wertvoll sein, einige Jahre in einem grösseren Unternehmen zu arbeiten.

Was würden Sie Absolventen generell für ihren Einstieg ins Berufsleben raten?
Die finanziellen Aspekte eines Jobs nicht zu stark in den Vordergrund zu rücken. Viel wichtiger ist es, eine Tätigkeit zu finden, bei der man sich entfalten kann und darf. Da bieten kleinere Unternehmen oft ein spannenderes Umfeld.

Welche Frage, die Sie gern beantworten würden, haben wir noch nicht gestellt?
Ich stelle lieber eine Frage in den Raum: Warum bevorzugen so viele junge Leute mit einem akademischen Abschluss einen Job mit grossen Sicherheiten, z.B. eine Anstellung beim Staat, und wählen nicht lieber eine grössere Herausforderung wie den Einstieg in ein kleines Unternehmen oder Start-up bzw. wagen sogar den Schritt in die Selbständigkeit?

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1 Year Internship in the FP&A team at Swissport Headquarter.

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