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8 No Go-Ausdrücke im Vorstellungsgespräch

06.October 2015 4 Min. Lesezeit Vorstellungsgespräch | Assessment Center

Zuverlässig, authentisch, sympathisch, professionell: Du willst im Vorstellungsgespräch so viele Eindrücke hinterlassen, dass du genau darauf achten musst, was du sagst. Du hast dich vorbereitet und willst nichts Wichtiges vergessen. Darüber vergisst man allerdings schnell, dass es viele Ausdrücke gibt, die man benutzt, ohne es zu merken – die aber einen schlechten Eindruck machen.

1. „Lieben“

Du liebst dieses eine Kalkulationsprogramm? Du liebst klare Deadlines? Wirklich? Reicht es nicht, wenn du sie magst oder zu schätzen weisst? Stell dich bitte nicht zu überambitioniert dar – wahrscheinlich behält dich der Interviewer sonst nicht als „diesen engagierten Bewerber“ im Gedächtnis, sondern eher als den etwas beängstigenden Freak. Falls das Gespräch auf deine Familie, deine Freunde oder deinen Hund kommt, halt dich mit dem Wort „Liebe“ nicht zurück – wenn es um die Arbeit, deine Skills und deine Qualifikationen geht, ist es hingegen völlig fehl am Platz.

2. „Hassen“

Ähnlich wie „lieben“ wird auch „hassen“ gern öfter verwendet als notwendig. Zwischen „Oh mein Gott, ich liebe Käse!“ und „Oh mein Gott, ich hasse es, an der Supermarktkasse zu warten“ ist oft nicht so eine starke Stimmungsschwankung, wie das Vokabular andeutet.

Aber auch wenn du diese Worte ganz selbstverständlich benutzt und ausserdem eben ein emotionaler Mensch mit einem Hang zu Extremen bist: Benutz „hassen“ bitte nicht im Vorstellungsgespräch. Wenn du dem Interviewer erzählst, dass du Unpünktlichkeit hasst, unmotivierte Kollegen, defekte Aufzüge, schlechte Absprachen und Wasserflecken auf den Gläsern, hinterlässt du einen ziemlich klaren Eindruck: Du bist ein grundsätzlich negativ eingestellter Mensch, kannst keine Ruhe bewahren und meckerst ständig an allem rum.

Darüber hinaus kannst du dich in Situationen, in denen es angebracht wäre, offensichtlich nicht zurückhalten. Wenn du es nicht schaffst, dich in einem Vorstellungsgespräch angemessen auszudrücken, wird man dich sicher nicht auf Kunden loslassen. Ausserdem hasst du Präsentationen wahrscheinlich sowieso.

3. „Im Prinzip“ oder „Im Grunde genommen“

Wenn du einen Satz so anfängst, ist klar, dass es auf ein „aber“ hinausläuft: Deine eigentliche Antwort folgt auf eben dieses „aber“ – alles davor dient der Abschwächung oder Entschuldigung.

„Im Prinzip halte ich Deadlines schon ein..“ Was erwartest du von dieser Einleitung? Dass der Sprecher gleich eröffnet, dass er mit Deadlines nicht gut umgehen kann. Lass diesen Ausdruck also weg und komm gleich zum Wesentlichen – sonst machst du den Eindruck, Defizite vertuschen oder schönreden zu wollen.

4. „Naja“

Füllwörter. Was würden wir nur ohne sie tun? Naja. Wahrscheinlich direkter und sicherer rüberkommen, als wir es mit ihrem Gebrauch tun. Indem du deine Antwort auf eine Frage mit „Naja“ (oder alternativ mit „Mmmh..“, „Jaaa..“ o.ä.) einleitest, schwächst du deine Aussage ab, bevor sie überhaupt deinen Sprachapparat verlassen hat. Füllwörter haben keinen Funken Inhalt, sondern sind einzig und allein ein Zeichen von Unsicherheit und dem Versuch, Zeit zu schinden. Leider sind sie ebenso hartnäckig wie überflüssig. Wenn du sie dir wirklich abgewöhnen willst, fang am besten gleich an zu üben und hör dir selbst beim Reden genau zu.

5. „Sie wissen schon“

Es ist ja nett, dass du dem Interviewer eine gewisse Intelligenz unterstellst. Aber es geht hier nicht darum, was er weiss oder denkt, sondern was du weisst und denkst. Wenn du dich bei einer Erklärung verheddert hast oder merkst, dass du eigentlich nichts mehr dazu zu sagen hast, schliesse nicht mit „Sie wissen schon“ und auch nicht mit „und so weiter“, „naja so eben“ oder ähnlichem ab.

Alle diese Ausdrücke sagen: „Es gibt an dieser Stelle noch etwas zu sagen, aber ich kann oder will das gerade nicht tun. Bitte ergänzen Sie meine Ausführung selbst.“ Es ist zwar ein interessanter Ansatz, den Recruiter auf seine Fragen selbst antworten zu lassen – den Job bekommst du so aber nicht.

6. „Irgendwie“

Ja wie denn nun? Alles, was du im Bewerbungsgespräch sagst, sollte möglichst klar sein. Du musst erklären, belegen und anschaulich illustrieren können, was du meinst und worauf du hinaus willst. Also: Denk lieber kurz darüber nach und ordne deine Gedanken, bevor du etwas als „irgendwie merkwürdig“ beschreibst – damit kann nämlich niemand etwas anfangen. Und bei geschlossenen Fragen: Sieh zu, dass du aus der zögerlichen Antwort „Irgendwie schon“ ein klares „Ja“ machst!

7. „Egal“

Du kannst eigenständig genau so gut arbeiten wie im Team? Per E-Mail ebenso effektiv kommunizieren wie persönlich? Dann sag das so – aber sag nicht, dass es dir egal ist. Gleichgültigkeit ist ein K.O.-Kriterium: Es ist vollkommen in Ordnung, wenn du etwas als irrelevant oder weniger dringend einstufst – aber nur mit Begründung und erst, nachdem du darüber nachgedacht hast!

8. Schimpfwörter

Trotz guter Kinderstube rutschen sie uns allen mal raus – dem einen seltener, dem anderen regelmässig. Besonders, wenn du zu letzterem Typ gehörst, musst du im Vorstellungsgespräch vorsichtig sein und darauf achten, dass du nicht aus Gewohnheit und Versehen eine Bombe fallen lässt.

Und was ist mit der Authentizität, die ständig überall gefordert wird? Natürlich sollst du dich nicht verstellen und auf einmal hochgestochen sprechen. Aber Authentizität bedeutet nicht, im Vorstellungsgespräch genau so zu reden wie mit deinen Freunden morgens um 4 in der Bar (später im Job solltest du das übrigens auch nicht tun). Der Recruiter wird dich so nicht als authentisch, sondern als kommunikationsschwach, respekt- und taktlos wahrnehmen. Und dann bekommst du wirklich einen Grund zum fluchen: Die Absage.

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