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„Die Hotellerie ist eine Schule fürs Leben“ – Marc Fischer, Global Head Marketing Asset Management, Credit Suisse AG

Max by
06 Okt 2015 um 15:59

Er hat einige Bereiche kennengelernt, bevor er in der Finanzwelt Fuss gefasst hat; der rote Faden war immer der Spass an der Verantwortung. Marc Fischer über seinen Berufsalltag als Global Head Marketing Asset Management, vermeintliche Spiessigkeit und den Wert von Praktika.

Marc Fischer, Global Head Marketing Asset Management bei Credit Suisse AG

Marc Fischer
Global Head Marketing Asset Management, Credit Suisse AG
Hochschulabschluss: Betriebswirt (FH)

Herr Fischer, erklären Sie uns kurz, was Sie als Global Head Marketing Asset Management machen.
Ich bin für die spezialisierten Asset Management Marketing Aktivitäten von Credit Suisse Asset Management verantwortlich – hier arbeite ich mit Teams in New York, Hong-Kong, Frankfurt, London, Wroclaw und Zürich zusammen.

Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist das B2B Produkt-Marketing für Finanzprodukte. Dies wird zum einen durch Marketing-Kampagnen realisiert – klassisch above-the-line wie auch below-the-line –, zum anderen gehören auch Digital-Marketing und SEM dazu, Investment Writing und Kommunikation, ausserdem die Produktion von Werbemitteln und Unterlagen sowie Event-Marketing, Konferenzen, Messen und Sponsoring.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Sie aus?
Mein Arbeitstag fängt bereits am Morgen zuhause an: mit den E-Mails der letzten Nacht aus den USA oder jenen des angebrochenen Tages aus Asien. Für mich ist es wichtig, früh im Büro zu sein, um dem Tagesgeschehen voraus zu sein. Dann gehe ich die Agenda des Tages durch und bereite Meetings und Themen vor. Über den ganzen Arbeitstag stehe ich in aktivem Austausch mit meinem Team, Kollegen, Vorgesetzten, Partnern, Lieferanten und unseren internen Stakeholdern. Auch der Lunch gehört zum Arbeitstag: Ich nehme ihn entweder am Platz oder nutze ihn aktiv für Networking. Der Tag endet zuhause mit einem letzten Blick in meine E-Mails und auf den nächsten Tag.

Sind Sie auf direktem Weg in Ihren Bereich gekommen oder lag Ihr Start ganz woanders?
Mein Start lag tatsächlich woanders, und zwar in der Luxushotellerie. Angefangen habe ich in der Nähe von Baden-Baden auf der Bühlerhöhe – dem damals besten Hotel in Deutschland. Aus diesem Bereich kommend, viel gereist, kreativ und versehen mit einem guten Bauchgefühl im Umgang mit Menschen, habe ich mich schliesslich im Event-Marketing unglaublich gut und sicher gefühlt. Ich habe immer schon gerne selbständig und selbstbewusst Verantwortung übernommen, vor allem mit der Möglichkeit, Projekte zu steuern und zu beeinflussen. Nach dem Studium bin ich dann als Jr. Projektleiter für Incentive-Reisen in einer bekannten Wiesbadener Kreativ-Agentur eingestiegen.

Marketing als Gesamtdisziplin stand nicht von vornherein im Fokus, und auch der Weg in die Finanzwelt, meinen heutigen Bereich, war nicht vorgezeichnet. Ich habe mich ganz offiziell beworben. Denn auch wenn der Bereich von aussen vielleicht sehr technisch und spiessig erscheint, ist er von innen tatsächlich unheimlich vielschichtig, herausfordernd in der Materie und in der Tragweite und unwahrscheinlich spannend in der Zusammenarbeit mit hochqualifizierten Kolleginnen und Kollegen.

Um aber nochmal auf meine Ausgangsposition zurückzukommen: Ich bin absolut überzeugt, dass viele junge Menschen in der Hotellerie bzw. Gastronomie eine Schule fürs Leben finden und zu Arbeiten lernen.

Was mögen Sie an Ihrem Job am meisten? Was weniger?
Ich mag es, jeden Tag mit meinem Team zusammenzuarbeiten, Projekte im Sinne der Kunden umzusetzen und mich mit wirklich hochinteressanten Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Ich trage gerne Verantwortung und finde es immer wieder toll, Herausforderungen zu meistern. Ganz allgemein weiss ich es sehr zu schätzen, dass ich einfach gern zur Arbeit komme! Weniger erfreulich sind unnötige Präsentations-Runden, gewisse politische Strömungen, Verhinderer und negative Menschen.

Was war die bisher grösste Herausforderung in Ihrer derzeitigen Position?
Die Herausforderung ist die Position an sich: Marketing für einen grossen Konzern bedeutet stets, die Matrix-Organisation im Griff zu haben und Marketing-Aktivitäten umfassend in der Organisation zu besprechen.

Was würden Sie ihrem 18-jährigen Ich gerne mit auf den Weg geben?
Einen Rucksack mit Lebenserfahrung für den Hunger, zusammen mit einer schönen Portion Lebenslust für den Durst. Ein (Schweizer) Taschenmesser für die kniffligen Dinge, etwas Süsses zum Teilen – und ein Ersatz-T-Shirt, um auch ab und zu in eine neue Rolle zu schlüpfen!

In einer Welt, in der es Ihren Job nicht gibt: Was machen Sie?
Vielseitig bleiben, unternehmerisch und selbständig handeln und mit meiner Erfahrung, meinem Wissen und meinen Fähigkeiten genauso in einem anderen Job aufgehen und überzeugen.

Was schätzen Sie persönlich an Credit Suisse als Arbeitgeber besonders?
Dass sie ein international agierendes Dienstleistungsunternehmen mit ultra-entwickelten, herausragenden Finanzlösungen und einer spannenden nationalen und internationalen Kundschaft ist.

Alle Jobs bei Credit Suisse

Warum sollten Studenten ein Praktikum bei Credit Suisse machen? Was werden sie lernen und was wird von ihnen erwartet?
Ein Grossunternehmen wie die Credit Suisse bietet eine Vielfalt von Berufswegen jenseits der klassischen Finanz- und Bankenjobs. Ein Praktikum gibt Einsicht in eben diese Vielfalt. Wir bieten hierfür ausgearbeitete Programme an.

Meine Erwartung an Praktikanten ist, dass sie innerhalb unserer Programme ihr Interesse und ihren Wissensdurst kommunizieren, um aus der kurzen Zeitdauer ihres Aufenthaltes bei uns das Maximum an Wissen für sich selbst zu generieren. Gleichzeitig erhalten die Praktikanten von uns eine Referenz – und möglicherweise werden bereits die ersten Anknüpfpunkte für eine spätere Anstellung geschaffen. Eine echte Chance, denn tendenziell würde ich eher jemanden einstellen, den ich kenne und positiv in Erinnerung habe.

Allgemein gilt für jede Arbeit und jedes Praktikum: Jede Berufserfahrung ist prägend und gibt einem etwas für die Zukunft mit. Der Wert, den ein Praktikum letztlich hat, hängt davon ab, was man selber daraus macht und was es einem persönlich bringt.

In welchen Bereichen können Absolventen bei Credit Suisse den Berufseinstieg finden?
Wir sprechen mit unserem Dienstleistungs-, Berufs- und Entwicklungsspektrum sehr viele Absolventen für ganz unterschiedliche Einstiegsbereiche an. Besonders erwähnenswert sind unsere Career-Start Programme in der Schweiz. Mittels dieser Programme kann man eine zielorientierte 18-monatige Ausbildung on- und off-the job absolvieren und auch in andere Einsatzgebiete schnuppern.

Was spricht dafür, nach dem Hochschulabschluss bei einem Grossunternehmen einzusteigen? Was spricht eher für ein Startup?
In einem Startup kann man sich austoben, herumspinnen und kreativ sein. Ideen können direkt und kurzfristig umgesetzt werden.

Im Grossunternehmen wiederum profitiert man von der Erfahrung und einem enormen Pool an Wissen. Man hat Möglichkeiten zur Spezialisierung und/oder zur internen Weiterbildung und -entwicklung. Nicht zuletzt sind Grossunternehmen in der Regel international aufgestellt, was Anstellungsmöglichkeiten rund um den Globus eröffnet.

Was würden Sie Studenten und Absolventen generell für ihren Einstieg ins Berufsleben raten?
Wichtig ist, vor dem Einstieg bereits einige Erfahrungen in der Arbeitswelt gesammelt zu haben, zum Beispiel über Praktika. Auch bei Aktivitäten ausserhalb des Studiums wie ein Engagement in Vereinen können wertvolle Erfahrungen gemacht werden, die man später nutzen kann. Ausserdem sollte man sich bewusst machen: Spezialisiert und toll ausgebildet zu sein ist eine Sache. Es ist das, was man daraus macht, dass zählen wird. Und dazu gehören eine starke Persönlichkeit, Offenheit und die Bereitschaft, immer weiter zu lernen.

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