Bleistift und papier   grunde nicht einstellen
Bleistift und papier   grunde nicht einstellen
Max by
09 Okt 2015 um 16:39

Fragen zu Privatleben und Hobbys lockern zwar auch die Stimmung im Vorstellungsgespräch etwas auf, sie helfen dem Recruiter aber vor allem, einiges über den Bewerber in Erfahrung zu bringen. Es ist also ein Irrglaube, hier handele es sich lediglich um ein wenig Small Talk, um danach zur nächsten entscheidenden Frage zu kommen. Recruiter nutzen diese Frage gerne um herauszufinden, was abseits des Berufsleben in den Bewerbern steckt und sich auf Ihre Arbeit übertragen lässt, um über eine Einstellung für den Job zu entscheiden.

Andere Formulierungen:

  • Welchen Hobbys gehen Sie nach?
  • Was ist Ihre liebste Freizeitbeschäftigung?

Vorbereitung auf diese Frage:

Selbstredend gibt es auf die Frage nach deiner Freizeitgestaltung keine richtige oder falsche Antwort. Trotzdem solltest du dir im Vorfeld bereits einige Gedanken zum Thema machen, um im entscheidenden Moment nicht überrumpelt zu werden. Gehe deine Freizeitaktivitäten vor dem Bewerbungsgespräch durch und entscheide dich für zwei bis drei Beispiele, die dir geeignet erscheinen.

Richte die Wahl deiner Beispiele auf die Jobbeschreibung aus: Erfordert der ausgeschriebene Job ein hohes Mass an Teamfähigkeit, ist es zum Beispiel ratsam, Beispiele für Freizeitaktivitäten zu nennen, die du in der Gruppe ausübst. Auch solltest du zu deinen Hobbys noch etwas mehr erzählen können: Mit wem teilst du sie, was macht dir besonders viel Spass daran und wie profitierst du persönlich von ihnen?

Dos:

Welche Freizeitaktivitäten du auch nennst – es macht immer Sinn, auch die entsprechenden Vorteile herauszustellen. Hobbys, die dir beim Stressabbau helfen, versprechen dem Recruiter beispielsweise einen ausgeglichenen Arbeitnehmer, während Gruppenunternehmungen deine Teamfähigkeit verdeutlichen. Um dich von anderen abzuheben, kannst du auch ruhig ein eher ungewöhnliches Hobby nennen.

„Nach der Arbeit fahre ich gerne Skateboard oder gehe klettern, um mich körperlich auszulasten. Am Wochenende treffe ich mich oft mit Freunden – wir kochen jedes Mal bei jemand anderem und gehen danach auf ein Konzert oder unterhalten uns einfach nur bei einem Kaffee.“

Don’ts:

Natürlich steht dir völlig frei, was du in deiner Freizeit machst – dennoch gibt es ein paar Dinge, die es bei der Beantwortung der Frage zu beachten bzw. zu vermeiden gilt. Zum einen solltest du dir natürlich keine Hobys ausdenken: Wenn du „Bergsteigen“ angibst weil du zwei mal Klettern warst und der Recruiter interessiert nachfragt, weil er wirklich Bergsteiger ist, wird es sehr unangenehm.

Ausserdem sollten deine Freizeitaktivitäten einen überschaubaren Zeitaufwand haben und den Recruiter nicht befürchten lassen, dass du aufgrund deines Hobbys zu ausgepowert bist oder oft fehlen wirst. Ein absolutes No Go sind zudem fragwürdige Hobbys, die erahnen lassen, dass du im Privatleben einige Probleme hast. Antworten wie „Ich gehe am Abend gerne in meine Stammkneipe“, „Ich treffe mich jedes Wochenende mit Freunden im Casino“ oder „Ich gucke in meiner Freizeit meistens Fernsehen“ werden eher keinen guten Eindruck beim Recruiter hinterlassen.

Was der Recruiter mit dieser Frage bezweckt:

Fragen zu Privatleben und Freizeitgestaltung erfreuen sich bei Recruitern grosser Beliebtheit. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen möchten Sie den Bewerber persönlich gerne besser kennenlernen, um herauszufinden wer der Mensch hinter den Bewerbungsunterlagen ist. Zum anderen erfahren Sie über die Art der Freizeitgestaltung meist auch etwas über die Arbeitsweise und die persönlichen Eigenschaften der Jobkandidaten. So können Hobbys zum Beispiel einiges über Zielstrebigkeit, Aufgeschlossenheit, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein des Bewerbers aussagen. Du trainierst auf den Marathon? Eine interessante, sinnvolle Freizeitgestaltung und zugleich ein Beweis für deine Zielstrebigkeit und dein Durchhaltevermögen!

Wir meinen:

Wie immer im Bewerbungsgespräch solltest du auch in puncto Hobbys authentisch und ehrlich bleiben. Bereite dich auf die Frage vor und wähle dabei Freizeitaktivitäten, die deine Persönlichkeit unterstreichen und sowohl einen positiven Ausgleich als auch eine Ergänzung zum Arbeitsleben erahnen lassen. Zeig dabei aber ruhig Begeisterung für deine Hobbys – das spricht für Engagement und gibt Sympathiepunkte!

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