Bleistift und papier   grunde nicht einstellen
Bleistift und papier   grunde nicht einstellen
Max by
09 Okt 2015 um 16:56

Die Frage nach den Stärken gehört zum „Kanon“ und wird in nahezu jedem Bewerbungsgespräch gestellt. Viele Kandidaten treten hier ins Fettnäpfchen, indem sie etwas zu sehr ins Schwärmen über sich selbst geraten. Doch Vorsicht: Auch Tiefstapeln ist keine Lösung, wenn du hier überzeugen willst.

Alternative Formulierungen:

  • Welche Ihrer Stärken sprechen für die Einstellung?
  • Wo liegen Ihre Stärken im Job?
  • In welchen Bereichen sind Sie besser als andere?

Vorbereitung auf diese Frage:

Eine Analyse der eigenen Person ist schwerer, als man zunächst denkt, und schon Nietzsche wusste: „Jeder ist sich selbst der Fernste.“ Aber du kommst nun mal nicht drum herum: Nimm Zettel und Stift zur Hand und mach dir Notizen zu folgenden Fragen:

  1. Bei welchen Themen fragen mich Freunde um Hilfe oder Rat?
  2. Wo liegen meine Fähigkeiten im Job? Worin bin ich fachlich gut?
  3. Wie erreiche ich Ziele? Welche Eigenschaften zeichnen mein Vorgehen aus?

Stell dir ausserdem die Frage, welche deiner Eigenschaften besonders relevant für das Unternehmen sein könnten. Kannst du zum Beispiel gut mit Menschen umgehen, bist diplomatisch und kommunikationsstark? Bist du ein kreativer und visueller Mensch oder eher strategisch, fokussiert auf Daten und Fakten? Lockt dich das Abstrakte, das Technische oder hast du vor allem ausgeprägte handwerkliche Fähigkeiten?

Dos:

Wenn du dir über deine Stärken im Klaren bist, solltest du zunächst eine Auswahl treffen. Denn nicht jede deiner Stärken ist geeignet, im Vorstellungsgespräch präsentiert zu werden. Vielmehr sollte sie eine Relevanz für die ausgeschriebene Stelle haben.
Nenn im Gespräch zwei bis drei deiner Stärken und belege jede mit einem Beispiel, um sie für dein Gegenüber anschaulich, nachvollziehbar und glaubwürdig darzustellen. Ausserdem solltest du darlegen, wie du eine Stärke zu deinem Vorteil nutzt und zum Einsatz bringst.

„Ich bin ein sehr emphatischer Mensch, daher fällt es mir leicht, mich in andere hineinzuversetzen und zu vermitteln. Diese Fähigkeit setze ich vor allem in Meetings und bei Teamaufgaben ein und reagiere immer direkt auf die Argumente meiner Kollegen und Teammitarbeiter. So kann ich oft die Diskussion zu einer Lösung führen, mit der alle zufrieden sind.“

Don’ts:

Nenn keine Eigenschaften, die die zehn Kandidaten vor dir auch schon angebracht haben und über die sich der Recruiter bei den anderen fünf Kandidaten, die nach dir kommen, auch noch ärgern muss.

„Ich blicke optimistisch in die Zukunft und bin auch sonst ein ausgesprochen kommunikativer Mensch.“

Auch Angeber und Menschen, die sich selbst überschätzen, sind eher ungern gesehen.

„Wenn ich gestresst bin, blühe ich so richtig auf und gebe 300 Prozent.“ „Ich habe seit zehn Jahren nicht mehr geraucht.“

Was der Recruiter mit dieser Frage bezweckt:

Die Frage nach den Stärken zielt auf deine Fähigkeit zur Selbsteinschätzung, Selbstreflektion und auf dein Selbstbewusstsein. Weiterhin hat die Frage einen relativen Bezug: Worin ist dieser Bewerber besser als in anderen Dingen? Und worin besser als andere Bewerber?

Wir meinen:

Bei dieser Frage geht es um Selbstwerbung. Sei nicht zu schüchtern (aber wird auch nicht überheblich) und nenn diejenigen Stärken, die auch wirklich zutreffen. Ein Beispiel lässt die Stärke lebendig werden und der Recruiter muss keine Nachfragen stellen.

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