Bleistift und papier   grunde nicht einstellen
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Wie gehen Sie vor, wenn Sie rechtswidrige Missstände im Unternehmen aufdecken?

Max by
09 Okt 2015 um 12:03

Dass in der Wirtschaft nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht, ist kein Geheimnis. Wenn man aber mitbekommt, dass vor der eigenen Bürotür rechtswidrige Zustände herrschen, findet man sich schnell zwischen zwei Stühlen wieder: Gesetzestreue und Loyalität zum Arbeitgeber. Für Mitarbeiter, die unsaubere Geschäftspraktiken mitbekommen, wird dieses Wissen oft zur Belastung. Auf der einen Seite wollen sie ihre Stellung im Unternehmen nicht verlieren, auf der anderen bleibt das schlechte Gewissen laut. Ein Drahtseilakt und eine heikle Angelegenheit – die in Zeiten von Datenschutz und Whistleblowing aktueller sind denn je.

Ähnliche Formulierungen:

  • Wie reagieren Sie, wenn Sie illegale Vorgänge im Unternehmen mitbekommen?
  • Was tun Sie, wenn Sie von nicht legalen Vorgängen in der Firma hören?

Dos:

Bezieh klar Stellung – und zwar für klares, offenes Ansprechen des Sachverhalts und für die Seite des Gesetzes.

Eine Musterantwort auf diese Frage gibt es nicht, denn der Lösungsansatz hängt stark mit der Unternehmensgrösse und -kultur zusammen. Grosse Konzerne verfügen oft über internes Compliance Management und die Vorgehensweise ist klar geregelt. Bei kleinen Unternehmen sieht das etwas anders aus, hier ist der direkte Weg zum Vorgesetzten der einzige.

Unabhängig davon, musst du dem Recruiter deutlich machen, dass du die Angelegenheit zuerst intern und auf sachlicher Ebene klärst. Zeig, dass du Rückgrat hast, bei deinen Überzeugungen konsequent bist und es nicht scheust, unangenehme Situationen anzugehen. Mach ausserdem klar, dass du dabei auch an das Wohl des Unternehmens denkst.

„Wenn irgendetwas rechtswidrig ist, würde ich sofort meinen direkten Vorgesetzten darauf ansprechen. Ich bin der Meinung, dass Missstände so früh wie möglich angegangen werden sollten, weil sie dem Unternehmen ansonsten massiv schaden können.“

Don’ts:

Fang nicht an, dich in „Kommt drauf an“-Ausführungen zu verlieren und irgendetwas von Grauzonen zu erzählen. So stellst du dich als Fähnchen im Wind dar, das sich gern als „Komplize“ gibt, solange es zu seinem eigenen Vorteil ist – und den Zeigefinger erhebt, sobald es ihm zu wild wird.

„Naja, Kleinigkeiten, die niemandem wehtun, finde ich nicht schlimm. Ernsthafte Verstösse würde ich schon melden – man macht sich ja sonst auch mitschuldig.“

Was der Recruiter mit dieser Frage bezweckt:

In erster Linie geht es hier um deine Aufrichtigkeit. Aber auch darum, wie überzeugt und gefestigt du in deiner Meinung bist, ob du die Sache offensiv angehen würdest und wenn ja, ob dies eher diskret oder mit Pauken und Trompeten geschieht.

Wir meinen:

Mach deutlich, dass du Rechtswidrigkeiten ernst nimmst und ansprechen wirst, du es aber vorziehst, das Ganze möglichst ohne grossen Aufruhr zu klären und kein Interesse daran hast, es an die grosse Glocke zu hängen. Denn du denkst bei aller Gesetzestreue immer auch an das Wohl des Unternehmens.

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