Bleistift und papier   grunde nicht einstellen
Bleistift und papier   grunde nicht einstellen
Max by
13 Okt 2015 um 16:31

Mit Sicherheit wird es in deinem Vorstellungsgespräch einen Moment geben, indem du über deine Erfahrungen und Fähigkeiten hinaus auch etwas über dich erzählen sollst, was dich ausmacht und geformt hat. Dein Gegenüber möchte schliesslich etwas über dein Wesen erfahren, wenn er den Grossteil des Werktags mit dir verbringen wird. Zeig deinen möglichen Kollegen also, wer du bist und lass dabei deine positiven Eigenschaften besonders scheinen!

Vorbereitung auf diese Frage:

Wenn du dich auf dein Vorstellungsgespräch vorbereitest, solltest du dir nicht nur Notizen zu deinen professionellen, sondern auch zu deinen persönlichen Meilensteinen machen – positiven wie negativen. Was hat dich in deinem Leben besonders geprägt? Welche Auswirkungen hatte es auf deine Entwicklung, deine Persönlichkeit, deine Sicht der Dinge?

Dos:

Authentizität und Ehrlichkeit werden mit Sicherheit immer gross geschrieben. Versuch, aus diesen negativen Zeiten auch etwas Positives zu ziehen. So kannst du zeigen, dass du auch aus schwierigen Situationen gestärkt hervorgehst und etwas für die Zukunft gelernt hast.

„Kurz nachdem ich mein Studium angefangen hatte, wurde mir meine Wohnung gekündigt. Ich hatte noch keinen Nebenjob, jede Menge Kurse belegt und das Gefühl, dass mir alles über den Kopf wächst. Ich bin sehr dankbar, dass ich zwischenzeitlich bei Freunden unterkommen konnte und habe mich im zweiten Semester, als ich wieder ein Zimmer hatte, doppelt ins Studium gehängt.“

Don’ts:

Versuch, bei aller Authentizität nicht zu emotional zu werden – es ist niemandem damit geholfen, wenn du plötzlich in Tränen ausbrichst und das Gespräch nicht mehr weiterführen kannst. Nimm am besten Abstand davon, extreme Reaktionen auf Schicksalsschläge darzustellen – sonst bleibt dem Interviewer in erster Linie im Gedächtnis, dass du lange leistungsunfähig warst.

„Zu Beginn meines Studiums hat sich mein Freund von mir getrennt. Ich habe daher ein ganzes Semester kaum einen Kurs belegen können, weil ich so sehr mit mir selbst und meinen Problemen beschäftig war. Das war definitiv die schlimmste Zeit für mich.“

Was der Recruiter mit dieser Frage bezweckt:

Die Frage kann – je nachdem, was du bereits erlebt hast – ziemlich harter Tobak sein. Deshalb wird der Interviewer zunächst darauf achten, wie du dich in Erinnerung an das Ereignis verhältst: Behältst du einen kühlen Kopf und kannst eine gewisse Distanz wahren, oder wirst du sofort emotional? Zudem kann man aus deinem Umgang mit dieser Zeit auch eine Menge aus deinem Umgang mit Problemen lesen. Bist du in der Lage, nach vorne zu schauen und sogar positive Schlüsse aus negativen Momenten zu ziehen? Wenn ja, wird er dich vor allem als eins im Gedächtnis behalten: einen starken Charakter.

Wir meinen:

Fragen des Bereichs Charaktereigenschaften sind oft knifflig. Versuch, eine authentische Antwort zu finden, die dich aber nicht zu sehr emotional mitnimmt. Wenn du im Interview rüberbringst, dass du etwas aus der Zeit gelernt und mitgenommen hast, hast du die Frage bestens gemeistert.

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