Bleistift und papier   grunde nicht einstellen
Bleistift und papier   grunde nicht einstellen
Max by
14 Okt 2015 um 10:37

Die wenigsten Bewerber haben Spass an der Gehaltsverhandlung – umgehen lässt sie sich aber kaum. An diesem Punkt entscheidet sich, ob du deine Vorstellungen kommunizieren und durchsetzen kannst, oder ob du dich mit einem geringeren Gehalt abspeisen lässt.

Andere Formulierungen:

  • Welchen Gehaltswunsch haben Sie?
  • Nennen Sie doch bitte Ihre Gehaltsvorstellungen
  • Welches Gehalt hatten Sie sich vorgestellt?

Vorbereitung auf diese Frage:

Damit du bei der Frage nach deiner Gehaltsvorstellung weder zu wenig verlangst noch so hoch pokerst, dass du dich ins Aus schiesst, musst du deine Hausaufgaben machen! Stelle Recherchen zu üblichen Gehältern in deiner Branche an. Auch musst du beachten, dass es erhebliche Gehaltsschwankungen gibt, wenn es um die Grösse des Unternehmens (grössere Unternehmen zahlen in der Regel mehr) und den Standort geht.

Ausserdem kannst du damit rechnen, dass du als Bachelorabsolvent mehr Geld verlangen kannst als Bewerber, die eine Ausbildung gemacht haben und als Masterabsolvent mehr als jemand, mit Bachelorabschluss. Auch deine bisherigen Erfahrungen und die Art der Stelle (zum Beispiel ob es sich um eine Junior- oder eine Seniorposition handelt) spielen eine entscheidende Rolle.

Dos:

Sei selbstbewusst und zeig dem Recruiter, dass du weisst, was deine Leistungen auf dem Arbeitsmarkt wert sind. Am besten wirst du deine Vorstellungen durchsetzen können, wenn du die Chance ergreifst und eine erste Zahl in den Raum wirfst.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Menschen in Verhandlungssituationen einen Anhaltspunkt suchen. Wenn du diesen bietest, wird sich die kommende Verhandlung an deiner Vorstellung orientieren. Zu diesem Zweck solltest du immer etwas mehr verlangen als das, was nach deinen Recherchen ein angemessenes Gehalt ist – denn über deine erste Zahl wird es kaum hinausgehen, und so bleibt ein grösserer Verhandlungsspielraum, der eher zu deinen Gunsten ausfallen wird.

„Ich denke, ein angemessenes Bruttogehalt für meine Position und mit meiner Vorerfahrung liegt bei rund 56.500 CHF.“

Don’ts:

Vergiss nicht: Du befindest dich zwar in einer Verhandlungssituation und es ist durchaus erlaubt, Angebote auszuschlagen und neue zu unterbreiten – aber übertreib es nicht. Du bist hier bei einem Vorstellungsgespräch und nicht auf dem Basar. Auch kommt es nicht gut an, wenn du extrem über- oder untertriebene Vorschläge zum Besten gibst. Der Recruiter bekommt dann schnell den Eindruck, dass du entweder unverschämt, unvorbereitet oder – im anderen Fall – verzweifelt oder schlecht im Kalkulieren der eigenen Kosten bist.

„Ich möchte die Chance, hier zu arbeiten, wirklich gern wahrnehmen, deswegen würde ich mich auch mit 2.500 CHF zufriedengeben.“

Was der Recruiter mit dieser Frage bezweckt:

Dass man niemanden einstellen kann, ohne über Geld zu reden, ist klar. Vorwiegend möchte der Recruiter also wissen, ob ihr in puncto Gehaltsvorstellungen zusammenkommt. Allerdings steckt noch mehr dahinter: Bist du ein ernstzunehmender Bewerber, der souverän für seine Gehaltsvorstellungen eintritt, sich informiert hat und durchsetzen kann? Bleibst du realistisch? All diese Faktoren spielen bei der finalen Entscheidung zusammen.

Wir meinen:

Informiere dich im Vorfeld, damit du weisst, wo dein Wert liegt und was du verlangen kannst. Sei selbstbewusst und verkauf dich nicht unter Wert, aber bleib realistisch und schiess nicht übers Ziel hinaus.

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