Bleistift und papier   grunde nicht einstellen

Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie?

15.October 2015 3 Min. Lesezeit Interview

„Was für eine bescheuerte Frage“, denkst du dir vielleicht. Versucht sich der Recruiter jetzt etwa als Küchenpsychologe? Aber bevor du ihn ungläubig anschaust und zu lachen anfängst: Bedenke, dass auch hinter so einer Frage ein Ziel steckt und du kreativ – aber auch wohl überlegt – antworten solltest. Denn hier kommt es nicht nur auf das Tier, sondern vor allem auf die Begründung für deine Wahl an.

Vorbereitung auf diese Frage:

Überleg dir, welches Tier für welche Eigenschaften steht oder in einer bestimmten Redewendung verwendet wird. Gleich dies mit den Eigenschaften und Fähigkeiten, die du an dir oder anderen schätzt, ab. Die Frage ist – so harmlos sie zunächst klingen mag – ein wenig tricky, da es kaum Tiere gibt, die ausschliesslich positive Konnotationen haben.

Dos:

Wähle ein Tier, das mit (überwiegend) positiven Eigenschaften verbunden wird, die gut zur ausgeschriebenen Stelle und Firmenkultur passen. Gängige Beispiele sind:

  • Pferde, Wölfe oder Fische: Sie treten vor allem in Herden oder Schwärmen auf. Wenn du also deinen Teamgeist beweisen willst und deine Fähigkeit, aus der Gruppe deine Stärke zu ziehen, kannst du eines dieser Tiere wählen
  • Bienen oder Ameisen: Fleissig ist das Wort, das einem zuallererst in den Sinn kommt. Ausserdem sind Insekten dafür berühmt, hart zu arbeiten und einer guten Organisationsstruktur zu folgen. Optimal also für Stellen in grossen Konzernen, aber eher nichts für Führungspositionen
  • Löwen oder Tiger: Diese Raubtiere passen schon eher zu einer leitenden Position. Pass aber auf, dass es nicht zu aggressiv und dominant wirkt, wenn du darüber sprichst
  • Delfine: Sie gelten als hochintelligent, tatsächlich sogar als eines der intelligentesten Tiere, werden von allen gemocht und verkörpern Hilfsbereitschaft

Und ein paar originellere Antworten:

  • Geparde: Sie sind extrem schnell und leistungsfähig, wenn es darauf ankommt
  • Fliegende Fische: Unter Wasser den Durchblick und die Fähigkeit, hoch hinaus zu springen und die Welt von oben zu betrachten – was will man mehr?
  • Seepferdchen: Sie haben ziemlich spektakuläre Farben und die Männer sind für das Austragen des Nachwuchses zuständig – gut für ambitionierte Frauen
  • Eulen: Sie gelten als weise, in sich ruhend und haben den Blick für das grosse Ganze.

Don’ts:

Recht offensichtlich: Such dir kein Tier aus, das bedrohlich, giftig, lästig oder sonst irgendwie negativ konnotiert ist (Stichwort „blöde Ziege“). Und auch Katzen sind dank der zahlreichen Videos im Netz ein bisschen langweilig geworden.

Hier eine Auswahl der Tiere, die du besser nicht wählen solltest:

  • Mäuse: Nicht umsonst gibt es den Ausdruck „graue Maus“ oder „stilles Mäuschen“. Auch wenn der kleine Nager recht niedlich ist, wird er dennoch eher mit „unbedeutend“ assoziiert. Der Recruiter wird sich also vermutlich Gedanken zu deinem Selbstbewusstsein machen
  • Haie: Ob der „Weisse Hai“ oder „The Beach“ – Haie sind ein Garant für blutige Filmszenen, als Antwort auf die obige Frage jedoch ungeeignet
  • Schlangen: Nicht erst seit dem Dschungelbuch gilt die Schlange als verschlagen, unehrlich – und ist oft giftig. Wer gerne Kaninchen im Ganzen verschlucken könnte, ist nicht gerade der Favorit als neuer Kollege
  • Fliegen oder Wespen: Ja, fliegen können ist an sich toll, aber wenn es mit lästig Sein und Stichen verbunden ist, dann lieber doch nicht

Was der Recruiter mit dieser Frage bezweckt:

So banal die Frage auf den ersten Blick scheinen mag – sie kann einen ganz schön ins Schwitzen bringen. Denn der Recruiter will damit nicht die Stimmung aufheitern, sondern testen, wie kreativ und humorvoll du (unter Druck) antworten kannst. Über die Wahl des Tieres versucht er ausserdem, abseits von deinen Formulierungen im Motivationsschreiben, ein paar Rückschlüsse auf deinen Charakter zu ziehen: Welche Eigenschaften bewunderst du? Wie wichtig ist dir Macht? Bist du ein „Herdentier“ oder lieber als Einzelgänger unterwegs?

Wir meinen:

Es ist eine ungewöhnliche, vielleicht etwas merkwürdige Frage – die aber gar nicht mal so selten ist. Nimm sie so ernst wie jede andere auch und lass dir eine kreative, nachvollziehbare Antwort einfallen. Ähnliches gilt übrigens auch für Fragen, in denen „Tier“ durch „Obstsorte“ oder „Superheld“ ersetzt wird.

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