Bleistift und papier   grunde nicht einstellen

Wie sah Ihr Arbeitsalltag in Ihrer letzten Stelle aus?

15.October 2015 2 Min. Lesezeit Interview

Meetings, Projektskizzen, Recherchen, Teambesprechungen: Der Arbeitsalltag hat viele Facetten. Vielfältige Aufgabenbereiche zeugen von vielfältigen Qualifikationen. Und eine gute Struktur zeugt von Organisation. Damit im Arbeitsalltag kein Chaos entsteht, gilt es, flexible Rahmenbedingungen für Abläufe zu setzen und diese im Vorstellungsgespräch benennen zu können.

Alternative Formulierungen:

  • Wie sahen die Aufgaben in ihrem Arbeitsalltag aus?
  • Beschreiben Sie mir einen typischen Tag in Ihrem letzten / aktuellen Job.
  • Wie läuft ein typischer Arbeitstag bei Ihnen ab?

Vorbereitung auf diese Frage:

Mach dir vor dem Bewerbungsgespräch ein paar Notizen zu den Dingen, die ein regelmässiger Bestandteil deines Arbeitsalltags sind und zu denen, die sporadisch aufgetreten sind. Wie kannst du deine Aufgabengebiete mit deinen Qualifikationen in Zusammenhang bringen? Welchen Grund gibt es für bestimmte Strukturen und Abläufe? Wie priorisierst du deine Aufgaben?

Dos:

Wenn dein Tag einen klaren Ablauf hat, kannst du diesen kurz umreissen – von morgens bis zum Feierabend. Wenn nicht, strukturiere deine Antwort nach dem Prinzip „von den grossen zu den kleinen Dingen“, wobei du den Fokus natürlich auf die grossen, also wichtigen und verantwortungsvollen Aufgaben legst. Lass ruhig auch mit einfliessen, warum du deinen Tagesablauf so strukturierst, wie du es tust und warum du an welchen Stellen Prioritäten setzt. Damit zeigst du, dass du ein organisierter Mensch bist, der etwas von Zeitmanagement versteht.

„Am Morgen habe ich immer ein kurzes Meeting einberufen, damit alle auf dem aktuellen Stand sind und jeder weiss, wo die Prioritäten liegen und welches Ziel es als nächstes zu erreichen gilt. Je nach aktueller Aufgabe wurden dann Projektskizzen ausgearbeitet oder Kundentermine wahrgenommen. Am Abend habe ich meistens Vorbereitungen für den kommenden Tag getroffen und E-Mails bearbeitet.“

Don’ts:

Bei dieser Frage ist es leicht, ins Schwafeln zu geraten. Denk dran, dass Antworten in jedem Fall kurz, knapp und auf den Punkt sein sollten. Lass irrelevante Tagesgeschehnisse wie die Mittagspause oder kleine Details also aussen vor:

„…mittags haben wir uns dann immer alle in der Kantine getroffen und im Anschluss habe ich meistens meinen Posteingang aufgeräumt, also E-Mails gelöscht, die nur Werbung oder irgendwelche Newsletter waren…“

Was der Recruiter mit dieser Frage bezweckt:

Der Recruiter möchte vor allem etwas über deine Aufgaben und Verantwortungsbereiche in Erfahrung bringen. Zudem ist es für ihn wichtig, zu sehen, ob du eine gewisse Struktur in den täglichen Arbeitsabläufen hast und diese auch begründen kannst. Warum findet das Meeting immer am Morgen statt und nicht am Abend? Weisst du, was Zeitmanagement bedeutet? Der Recruiter kann daraus beispielsweise auch schliessen, ob du in einer möglichen Führungsposition den Durchblick behalten würdest und gut organisiert wärst.

Wir meinen:

Nimm dir die Zeit und dokumentiere Strukturen, Aufgaben und Abläufe im Arbeitsalltag deiner vorherigen Jobs. Würdest du eine ähnliche Organisation beibehalten? Zeig, dass du dich in Sachen Zeitmanagement gut auskennst und vielfältige Aufgabenbereiche im Arbeitsalltag mühelos unter einen Hut bekommst.

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