Bleistift und papier   grunde nicht einstellen
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Was ist das Verrückteste, das Sie in ihrem Leben gemacht haben?

Max by
16 Okt 2015 um 11:39

Fragen zu deinen Charakterzügen und insbesondere solche, die aus dem Rahmen fallen und Kreativität bei der Beantwortung fordern, erfreuen sich grosser Beliebtheit in Vorstellungsgesprächen. Zeig dem Recruiter deine Schlagfertigkeit, deinen Einfallsreichtum und natürlich deine Einzigartigkeit – ohne dich dabei als zu verrückt darzustellen, versteht sich.

Vorbereitung:

Generell gilt: Du solltest dich bei der Vorbereitung nicht ausschliesslich auf das Fach- und Unternehmenswissen beschränken, sondern immer auch im Hinterkopf behalten, dass persönliche Fragen gestellt werden. Da du aber nie wissen kannst, wie diese Fragen aussehen und es hier ohnehin falsch wäre, Antworten auswendig zu lernen, mach am besten Folgendes:

  • Notier dir ein paar herausragende Momente deines Lebens
  • Was hat diese Situationen so besonders gemacht?
  • Was hast du aus ihnen gelernt oder inwiefern haben sie dich beeinflusst oder verändert?
  • Welche dieser Erkenntnisse kannst du auf die Stellenbeschreibung beziehen?

Dos:

Sei authentisch, hab Spass beim Erzählen deiner verrückten Geschichte und versuch, für den Job relevante Aspekte wie Teamarbeit, Kommunikation, Kreativität oder Risikobereitschaft hervorzuheben. Zudem ist auch ein kurzes Fazit sinnvoll, in dem du erwähnst, was dir diese Aktion persönlich gebracht hat.

„Als meine Schwester eine schwere Trennung zu verkraften hatte, habe ich sie sehr spontan zu einem Roadtrip nach Barcelona entführt. Die Auflage war, dort mindestens 3 Sachen zu machen, die wir beide noch nie gemacht haben. Paragliding gehörte zum Beispiel dazu. Nach dieser Woche habe ich mich so ausgeglichen gefühlt wie schon lange nicht mehr – zum einen, weil ich tolle neue Erfahrungen gemacht habe, zum anderen natürlich, weil es mich glücklich gemacht hat, dass ich meine Schwester ablenken und unterstützen konnte.“

Don’ts:

Vermeide Geschichten aus dem Berufsleben, die den Eindruck erwecken können, dass du deinen Job nicht ernst nimmst oder dich respektlos verhältst. Auch wenn es in deiner Antwort ausschliesslich um dich geht, kommt das nicht gut an.

In meinem letzten Job habe ich vieles riskiert. Das Verrückteste, was ich dort gemacht habe war eine Ausschreibung, die über mehrere Wochen vorbereitet wurde, noch einmal komplett einen Abend vor der Abgabe umzukrempeln. Leider haben wir den Zuschlag nicht erhalten. Den Adrenalinkick, den ich durch diese Aktion erhalten habe, werde ich jedoch nie vergessen.“

Auch die Antwort „Ich mache keine verrückten Sachen, weil ich viel Wert auf Ordnung und Sicherheit lege“ ist keine gute Idee. So kann sich der Recruiter zwar sicher sein, dass du keinen Ärger machst, allerdings ist auch davon auszugehen, dass du humorlos, langweilig und unkreativ bist. Ebenso tabu sind selbstverständlich Geschichten über Alkohol- oder Drogenexzesse.

Was der Recruiter mit dieser Frage bezweckt:

Mit solch ungewöhnlichen Fragen bezweckt der Recruiter meistens deine Kreativität, Spontaneität und Kommunikationsfähigkeit zu testen. Ausserdem werden so deine Charaktereigenschaften gut herausgestellt und dein Gesprächspartner kann besser einschätzen, wie du tickst und was man von dir als Kollegen erwarten könnte.

Wir meinen:

Entscheide dich für eine positive verrückte Aktion, an die du dich gern erinnerst: Das wird man dir anmerken und du hinterlässt ganz automatisch einen sympathischen Eindruck. Wenn du es dann noch schaffst, einen Bogen zu der ausgeschriebenen Stelle zu spannen, ist deine Antwort optimal.

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