Bleistift und papier   grunde nicht einstellen
Bleistift und papier   grunde nicht einstellen
Max by
16 Okt 2015 um 11:45

Für den einen ist die Studienwahl Berufung, für den anderen eine Vernunftentscheidung, der dritte zieht es eben durch, weil er es schliesslich auch angefangen hat. Diese Frage, die dir im Bewerbungsgespräch über den Weg laufen kann, zielt nicht nur auf dein Studium ab, sondern auch auf dein Interesse für den Job, auf den du dich bewirbst, die Branche im Allgemeinen und deine Art, Entscheidungen zu fällen.

Andere Formulierungen:

  • Wenn Sie nochmal neu anfangen könnten, würden Sie dasselbe studieren?
  • War Ihre Studienwahl die richtige Entscheidung?
  • Würden Sie Ihren Studiengang jemandem weiterempfehlen?

Vorbereitung auf diese Frage:

Lass die Vergangenheit Revue passieren: Die Endphase deiner Schulzeit, deine ersten Eindrücke an der Uni und schliesslich das Zurückblicken nach dem Abschluss. Welche Faktoren waren für deine Wahl entscheidend und wie siehst du das heute? Versuch (auch falls es dir schwerfällt), deine Erfahrungen möglichst positiv und produktiv zu verpacken.

Dos:

  • Begründe die Wahl deines Studiums mit stichhaltigen Argumenten: etwa persönliche Interessen, gute Schwerpunkte, der Ruf der Universität oder zusätzliche Benefits wie gute Auslandsverbindungen, Praxis- oder Weiterbildungsmöglichkeiten.
  • Geh kurz auf deine Schulzeit ein: Welche Fächer und Themengebiete haben dich in dieser Zeit bereits fasziniert und zur Wahl deines Studiengangs beigetragen?
  • Verweise auf besondere Kenntnisse, die du während deines Studiums erworben hast, und wie du sie bereits im Berufsleben anwenden konntest. „Theorie meets Praxis“ kommt immer gut an.
  • Generell wichtig: Fass deine Argumente präzise und nachvollziehbar zusammen. Der Recruiter möchte hier weder vage Zustimmungen noch ausschweifende Lobeshymnen auf deine Profs, Kommilitonen oder das Mensa-Essen hören.

„Ich habe Materialwissenschaft an der ETH Zürich studiert, weil die Universität einen hervorragenden Ruf über die Grenzen der Schweiz hinaus geniesst. Technik hat mich schon sehr früh interessiert und unser moderner Alltag ist ohne diese Wissenschaft kaum denkbar. Um am Fortschritt mitarbeiten zu können, ist dieses Studienfach ideal und ich bin nach wie vor sehr froh, dass ich mich dafür entschieden habe.“

Don’ts:

  • Vermeide Argumente für deine Studienwahl, die im Vorstellungsgespräch kein besonders gutes Licht auf dich werfen – egal wie zutreffend sie sind. Dazu gehören Dinge wie gute Verdienstaussichten, ein einfaches Studium oder dass deine Eltern dasselbe studiert haben und du sowieso nicht in eine andere Stadt ziehen wolltest. Der Recruiter kann aus diesen Argumenten fehlende Motivation, geringe Risikobereitschaft und mangelnde Zielstrebigkeit herauslesen.
  • Falls der Job, auf den du dich gerade bewirbst, nicht so viel mit deinem Studium zu tun hat: Stemple dein Studium nicht negativ ab, sondern überleg dir, welche Skills sich dennoch transferieren lassen. Sonst wird sich der Recruiter fragen, warum du ihm gerade gegenübersitzt.

„Ich komme aus einer Familie von Architekten. Mein Opa war Architekt, mein Vater und mein Onkel sind Architekten und daher stand früh fest, dass auch ich in diesen Bereich gehen würde. Gutes Geld lässt sich hier ja auch verdienen, also habe ich Architektur studiert.“

Was der Recruiter mit dieser Frage bezweckt:

Mit dieser Frage will der Recruiter testen, wie stark du dich mit deinem Beruf und dem Tätigkeitsfeld im Allgemeinen identifizierst. Das ist wichtig, um dein Engagement für den potenziellen Job einzuschätzen, auch oder gerade, wenn du dich als Quereinsteiger bewirbst.

Auf einer „Meta-Ebene“ will er zudem herausfinden, wie du Argumente abwägst, welche Ziele und Interessen du verfolgst und welche Motivation hinter deinen Taten und Entscheidungen steckt.

Wir meinen:

Bei dieser Frage gilt es, nicht ins Schwitzen zu kommen, sondern klare, nachvollziehbare Argumente anzubringen. Besonders wichtig ist es, Parallelen zwischen deinem Studium und bisherigen und zukünftigen Praxiserfahrungen zu ziehen. Der Recruiter wird beeindruckt sein, wenn du ihm zeigen kannst, welche Skills und Erfahrungen du in das Unternehmen mitbringst!

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