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CV Fails: So umschiffst du die grössten Fettnäpfchen

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05 Nov 2015 um 16:10

Auf Jobsuche – ganz egal, ob es sich um die erste Stelle nach dem Studium oder um die gute alte „neue Herausforderung“ handelt – wird man schneller zum Lebenslauf-Profi, als einem lieb ist. Übung macht schliesslich den Meister. Aber Vorsicht: Das haben schon viele gedacht und sich trotzdem einen oder mehrere dicke Fehler erlaubt.

Eigentlich sehen doch alle CVs mehr oder weniger gleich aus: Name, ehemalige Arbeitgeber, Hochschule, vielleicht ein paar Soft Skills. Auf ein ausgefallenes Layout soll man auch verzichten. Da bleibt doch nur noch, sich selbst die Daumen zu drücken und auf sein Glück zu hoffen. Und wenn die Absage kommt, war es eben Pech.

Das ist sicherlich möglich – wahrscheinlicher ist aber, dass du in deiner Bewerbung Fehler gemacht hast, die dir vielleicht gar nicht bewusst sind. Ein paar der häufigsten zeigen wir dir hier.

1. Rechtschreib- und Grammatikfehler

Manche Personaler sehen über ein oder zwei Tippfehler grosszügig hinweg, wenn das Profil des Bewerbers interessant für die betreffende Stelle ist. Andere sind gnadenlos und sortieren fehlerhafte Bewerbungen umgehend aus. Dass die automatische Rechtschreibprüfung Pflicht ist, müssen wir dir hoffentlich nicht mehr erzählen. Viele haben aber auch bestimmte Worte, die sie einfach immer falsch schreiben – weil sie glauben, sie so gelesen zu haben oder weil viele andere diesen Fehler auch machen. Solltest du dir unsicher sein oder deine Rechtschreibprüfung Fehler anzeigen, die du nicht verstehst: Google ist dein Freund! Und ein Freund aus Fleisch und Blut, der sprachlich fit und bereit zum Korrekturlesen ist, ist noch besser!

2. Floskeln

Kein Recruiter klatscht freudig in die Hände und bereitet schon mal den Arbeitsvertrag vor, wenn er einen Lebenslauf mit abgedroschenen Klischees vor sich liegen hat. Denk dran, dass er sie schon hunderte Mal gesehen hat und sie schon nahezu bedeutungslos geworden sind. Spick dein CV also bitte nicht mit überbeanspruchten Ausdrücken wie

  • verantwortungsbewusst
  • strategisch
  • dynamisch
  • kreativ
  • effizient
  • motiviert
  • geduldig
  • innovativ
  • engagiert
  • analytisch
  • zielorientiert
  • organisiert

sondern bring lieber kurz konkrete Beispiele, aus denen deine Qualitäten hervorgehen – die stehen nämlich garantiert auf keinem der anderen Lebensläufe.

3. BlaBla statt relevanter Schlagwörter

Besonders (aber nicht nur) wenn du dich über ein Online-Portal bewirbst, musst du davon ausgehen, dass deine Bewerbung nicht gleich im ersten Schritt von einer Person gelesen wird, sondern zunächst von einem System gescannt wird, das eine Vorauswahl trifft. Nach welchen Schlüsselbegriffen würdest du suchen (lassen), wenn du dich durch hunderte von Bewerbungen kämpfen müsstest? Überprüf deinen Lebenslauf und stell sicher, dass er genug stellenrelevante Keywords enthält (natürlich ohne dabei zu einer reinen Auflistung zu verkommen), etwa:

  • Industrie- und jobspezifischer Jargon (z.B. technische Ausdrücke oder Software)
  • Stellenbezeichnung(en)
  • Hochschulname
  • Firmennamen
  • Abschlüsse und Zertifikate

Schau dir am besten ein paar Stellenanzeigen für ähnliche Jobs oder Bereiche an und finde Wörter, die immer wieder vorkommen. So wird schnell ersichtlich, welche Schlüsselwörter deine Chancen erhöhen, in die nächste Runde zu kommen.

4. Dein CV ist nicht individualisiert

Ja, im Lebenslauf geht es in erster Linie um Fakten, Daten, Titel und Zertifikate – alles wenig anpassbar. Tatsächlich bleiben die Hauptpunkte sicherlich immer gleich: Dein Abschluss, deine Hochschule, deine Praktika. Schon hier geht es aber los mit dem ersten Schritt der Individualisierung: Filtern!

Halt dir immer vor Augen, was das Unternehmen sucht – und was nicht. Am besten machst du dir eine (bzw. zwei) Liste(n) und nutzt sie als Leitfaden. Streich Nebenjobs und andere Aktivitäten, die irrelevant für die Stelle sind und nichts bringen, ausser dem Recruiter Zeit und deinem CV Platz zu rauben. Zwei Seiten voll mit Zeitung austragen, Chormitgliedschaften und einem Herz für Kaninchen landen schnell auf dem Absagestapel.

Umgekehrt ist es auch keine gute Idee, die relevanten Punkte einfach unkommentiert stehen zu lassen. Gib kurz an, was genau du in der Position (egal ob beruflich oder in deiner Freizeit) gemacht, erreicht und gelernt hast und leg den Schwerpunkt hier auf die Punkte, die dich für die Stelle qualifizieren.

5. Den Lebenslauf aufmotzen

In der Liebe und bei Bewerbungen ist alles erlaubt? Wohl kaum! Trotzdem hat fast jeder Personaler schon mal jemanden dabei ertappt, wie er oder sie in ihrem Lebenslauf gelogen hat – und „lügen“ beinhaltet in diesem Fall auch Flunkern, Schummeln und Beschönigen.

Die Top Fails aus diesem Bereich:

  • Vorgetäuschte Abschlüsse: Ja, wenn du ein Studium, einen Kurs oder eine Weiterbildung zu 95% abgeschlossen hast, weisst du in diesem Bereich wahrscheinlich ziemlich gut Bescheid. Trotzdem: Wenn du keinen Abschluss hast, hast du keinen Abschluss!

  • Geschönte Beschäftigungszeiträume: Das Praktikum einen Monat länger machen, den darauffolgenden Job einen Monat früher anfangen lassen, und schon ist die eben noch klaffende Lücke ziemlich harmlos geworden. Lass es sein! Eine geschönte Lücke ist immer schlimmer als eine echte!

  • Ausgedachte Jobs: Eigentlich war es nur eine Aushilfsstelle, aber eine Bezeichnung, die „Manager“ beinhaltet, klingt einfach besser? Mag sein – deine Bewerbung macht es trotzdem zunichte, wenn du auffliegst.

  • Falsche Gründe für einen Jobwechsel: Du behauptest lieber, dass du keine Möglichkeiten zur Weiterentwicklung gesehen hast, obwohl du tatsächlich gefeuert wurdest? Ganz schlechte Idee: Ein Anruf bei deinem ehemaligen Arbeitgeber reicht, um dich in eine ganz, ganz unangenehme Situation zu bringen!

Wenn du nicht nur mit deinen Skills und Qualifikationen glänzt, sondern auch noch locker Fehler vermeidest, die vielen deiner Mitbewerber passieren, werden die Einladungen zum Vorstellungsgespräch schon bald stapeln!

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