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Viel Sinn, wenig Lohn – und weitere Traumjob-Irrtümer

Max by
23 Nov 2015 um 15:03

Der Traumjob: Es wird erwartet, dass man eine genaue Vorstellung von ihm hat, ihn zielstrebig verfolgt und irgendwann vollends in ihm aufgeht. Denn er ist nicht nur ein Beruf, sondern Berufung. Aber was macht einen Traumjob überhaupt aus? Und was, wenn man keinen hat?

In der Kindheit wusste jeder ganz genau, was er später mal werden will. Die Klassiker wie Lokführer, Astronaut, Feuerwehrmann oder -frau, Tierarzt oder Schauspieler kommen einfach nie aus der Mode. Doch je näher das Berufsleben rückt, desto vager wird das Bild vom Traumjob. Die Frage „Was willst du später mal machen?“ hat schon für so manchen Schweissausbruch gesorgt. Muss man sich Sorgen machen, wenn man als einziger in seinem Umfeld keinen klar definierten Traumberuf hat? Nein, muss man nicht. Vor allem, weil einige vermeintliche Tatsachen über die „perfekte Stelle“ schlicht falsch sind.

Traumjobs bedeuten Erfüllung statt viel Geld

Etwas bewegen, „wirklich einen Unterschied machen“, etwas „Sinnvolles“ tun – das sind die weit verbreiteten Ansprüche an den perfekten Job. Wer will schon jahrzehntelang 40 Stunden pro Woche mit sinnlosen Tätigkeiten verbringen?

Doch hier machen viele Denkfehler, etwa indem sie den Traumberuf allgemein im karitativen oder NGO-Bereich verorten – Bereiche, die zweifelsohne nicht für üppige Löhne bekannt sind. Aber zum einen ist es – für die, die wirklich hier ihre Erfüllung finden – absolut nicht ausgeschlossen, vergleichsweise gutes Geld zu verdienen. Zum anderen, was viel wichtiger ist: Eine sinnvolle, erfüllende Tätigkeit kann auch ganz woanders liegen. Schliesslich ist jeder Mensch anders. Wieso sollte es auch nicht jeder Traumberuf sein?

Lass dich nicht von vermeintlichen Muss-Eigenschaften eines Traumjobs verunsichern, sondern finde heraus, was du willst und was dich glücklich macht. Wenn das in der Raumfahrt, im Einzelhandel oder bei einer Versicherung ist, ist das genauso okay wie jede andere Option auch!

Man hat genau einen Traumjob und kann ihn benennen

Jeder kennt wahrscheinlich mindestens einen dieser beneidenswerten Menschen. Schon mit 13 oder 14 stand für sie fest, dass sie Herzchirurg, Frontend-Entwickler, Mathelehrer oder was auch immer werden – und sie haben es genau so durchgezogen. Die beruhigende Nachricht: Sie sind Ausnahmen.

Wenn du zu der Mehrheit der Menschen gehörst, die nicht wie aus der Pistole geschossen mit exakt einer Berufsbezeichnung auf die Frage nach dem Traumberuf antworten können, ist das aber keineswegs schlimm. Wenn du „nur“ weisst, in welchen Bereich (oder auch zwei oder drei Bereiche) es dich zieht, ob du lieber organisatorisch, ausführend oder zum Beispiel in der Forschung tätig sein möchtest, ist das doch eine gute Voraussetzung. Wenn du den Einstieg in deinen Wunschbereich geschafft hast, wirst du sicher bald genauer wissen, was du machen möchtest und was nicht. Auf jeden Fall besser, als wenn sich die jahrelange Vision des Traumjobs in der Praxis als Enttäuschung erweist!

Dein Traumjob existiert

Bitte nicht panisch werden. Aber ja, natürlich besteht die Möglichkeit, dass es den perfekten Job für dich einfach (noch) nicht gibt. „Na toll, da kann ich ja lange suchen“, sagst du dir. Ja, das solltest du! Schau dich mal um und denk kurz drüber nach, welche Jobs es vor 10 Jahren noch nicht gab. Und genauso werden sich auch weiterhin neue oder andere Stellenprofile auftun.

Allein schon durch die Fülle an technologischen Veränderungen ist es für nahezu alle Unternehmen notwendig, sich ständig weiterzuentwickeln, zu verändern, zu optimieren und anzupassen. Es ist also vollkommen in Ordnung, wenn du dich in deinem favorisierten Bereich zunächst einmal ausprobierst und ihn möglichst gut kennenlernst. Wer weiss: Vielleicht bist du ja bald selbst am Schaffen deines Traumjobs beteiligt?

Lass dich auf jeden Fall nicht unter Druck setzen, falls es den Traumjob für dich (noch) nicht gibt. Finde immer wieder neu heraus, was dich wirklich interessiert und bewegt, was dir Spass macht und worin du besonders gut bist. Wenn du dann noch offen, neugierig und reflektiert bleibst, kommst du dem Traumberuf von Tag zu Tag ein Stückchen näher.

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