Road street sign way
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Was will ich eigentlich? Über das Suchen und Finden realistischer Karriereziele

Max by
10 Dez 2015 um 10:51

Jeder hat irgendwelche Ziele. Und jeder kennt all die klugen Meinungen und Tipps zur „richtigen“ Zielsetzung. Allen voran: „Wer sich seine Ziele zu niedrig steckt, wird nichts erreichen“ und „Ziele müssen realistisch sein.“ Ja was denn nun? Beides!

Du steckst mitten im Studium und solltest dir langsam mal ein halbwegs konkretes Bild davon machen, welchen Weg du nach dem Abschluss einschlagen willst – aber du fühlst dich immer noch, als würdest du „Blinde Kuh“ spielen. Oder du hast mit Bestnoten abgeschlossen, bist erfolgreich im Job bei einem namhaften Unternehmen – aber irgendwie unzufrieden. Und du kannst dir absolut nicht vorstellen, dass sich irgendwann nochmal Begeisterung für diesen Weg einstellt.

Es gibt noch zahllose weitere Szenarien, die dich vor die eine grosse Frage stellen: Wo will ich eigentlich hin und wie soll ich das anstellen? Deine Mission: Dir ambitionierte Ziele setzen, die aber weder utopisch sind noch dich überfordern. Dann machen wir uns mal auf die Suche.

Mach dir klar, was du wirklich willst

Wer nicht weiss, wohin er will, darf sich nicht wundern, wenn der Lebens- und Karriereweg weniger eine Gerade als ein planloses Umherirren ist. Wag also einen Blick in die Zukunft und versuch dir auszumalen, welchen Platz du in einem, drei oder fünf Jahren gerne haben möchtest. Welche Fähigkeiten und Aufgaben wirst du haben? Was zeichnet dein Umfeld aus? Vielleicht kannst du auch schon konkreter werden: In welchen Jobs kannst du dir dich vorstellen? Wer könnte als Arbeitgeber in Frage kommen?

Arbeite dich vom Allgemeinen zum Speziellen vor: Wenn du dir auf diese Weise deine Wünsche klar vor Augen führst, beginnst du automatisch schon damit, Möglichkeiten auszumachen, wie du sie erreichen kannst – die beste Grundlage für deinen Masterplan!

Herausforderung: Ja bitte! Spinnerei: Bitte nicht!

Wenn du in deinem zweiten Jahr als Buchhalter arbeitest und dein Ziel ist, im kommenden Jahr CFO bei Apple zu werden, solltest du ohne Zweifel deinen Realitätssinn überprüfen. Auch wenn du dir bereits eine gewisse Basis aufgebaut hast und dein Ziel keine komplette Umorientierung beinhaltet, ist es doch sehr, sehr weit entfernt.

Unmöglich ist es nicht, keine Frage. Aber damit du dich auf diesem langen, langen Weg nicht verirrst und nicht eine Enttäuschung nach der anderen erlebst, solltest du lieber Schritt für Schritt die dafür notwendigen Zwischenetappen verfolgen.

Wichtig ist zunächst, dass du deine fehlenden Qualifikationen und Fähigkeiten identifizierst. Dann kannst du dir überlegen, wie und wie schnell du dir diese aneignen kannst: Wie wäre es mit Abendkursen oder einem Nebenjob im entsprechenden Bereich? Welche Aufstiegsmöglichkeiten hast du in deinem Unternehmen oder bei welchen grösseren Firmen könntest du dich bewerben, bevor du ernsthaft an Cupertino denkst? Es ist, als wolltest du eine Langstrecke laufen: Jeder weitere Karriereschritt ist ein Kilometer – und die musst du wohl oder übel nacheinander hinter dich bringen.

Sei engagiert und aktiv bei der Sache

Ständig hört man Menschen Dinge sagen wie Ich hasse meinen Job und ich muss dringend etwas ändern – aber sie tun überhaupt nichts, um eine Veränderung herbeizuführen. Ob der Grund Bequemlichkeit oder Angst ist oder sie einfach nicht zu 100% hinter ihrem vermeintlichen Ziel stehen, ist im Endeffekt egal. Tatsache ist, dass Jammern nun mal noch nie geholfen hat.

Für dich bedeutet das: Wenn du daran glaubst, dass dein Ziel richtig und erreichbar ist, hast du viel grössere Chancen auf Erfolg. Und es wird es dir leichter machen, dir den Ruck zu geben und die Sache anzupacken.

Feedback ist essenziell

In den meisten Fällen ist es hilfreich, sich Mentoren und/oder Coaches zu suchen, die man über die Ziele und den aktuellen Stand auf dem Laufenden hält und mit denen man seine Pläne und nächsten Schritte bespricht. Durch solch regelmässigen Austausch und Feedback strukturierst du deinen Weg zum Erfolg automatisch durch viele kleine Meilensteine – und läufst kaum Risiko, von ihm abzukommen.

Geduld und Hartnäckigkeit

Ein ambitioniertes Ziel erreicht man nicht in einem Jahr. Vielleicht nicht mal in fünf. Setz dir also wirklich (ebenfalls realistische) Zwischenziele – gegebenenfalls zusammen mit deinem Mentor –, damit du trotzdem das Gefühl des Vorankommens hast und nicht auf halber Strecke frustriert aufgibst.

Und wenn du schon auf dem Weg zu einem Zwischenziel am laufenden Band nur stolperst? Das passiert eben – bleib dran! Ob du nun Kurse besuchst, um dir neue Fähigkeiten anzueignen, eine neue Sprache lernst, dein Netzwerk ausbaust oder versuchst, einen Fuss in die Tür einer neuen Branche zu bekommen – je mehr du dich darin übst, desto schneller und routinierter wirst du auch dazulernen. Viel Erfolg!

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