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Bitte nicht heute, Murphy – Von Pannen im Bewerbungsgespräch

Max by
15 Dez 2015 um 15:45

„Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“ Dass Murphys Gesetz keine Illusion ist, weiss jeder, der schon mal an einer Supermarktkasse stand oder einen Toast geschmiert hat. Im Vorstellungsgespräch soll diese Prophezeiung aber bitte unerfüllt bleiben.

Du hast die nervtötende Jobsuche hinter dich gebracht, nächtelang an deiner Bewerbung gefeilt und zwischen Hoffnung und Enttäuschung gewartet und gewartet, bis endlich die Einladung zum Bewerbungsgespräch ins Haus geflattert kam. Und jetzt kommst du angesichts der Auswahl an möglichen Interview-Fauxpas schon wieder ins Schwitzen. Aber keine Panik! Du kannst bei (fast) jedem erdenklichen Szenario das Steuer noch zu deinen Gunsten herumreissen – oder es von vornherein verhindern.

1. Du erscheinst zu früh oder zu spät zum Interview

Ja, tatsächlich sind beide Varianten ziemlich ungünstig. Tauchst du eine halbe Stunde zu früh auf und lungerst im Empfangsbereich herum, setzt du den Personaler ziemlich unter Druck. Im schlimmsten Fall startet er dann gestresst, genervt oder gar mit einem Schuldgefühl in euer Gespräch. Zusätzlich fragt er sich möglicherweise, ob du noch nie etwas von Zeitmanagement gehört hast. Deine Überpünktlichkeit ist sicher gut gemeint, in diesem Fall aber fehl am Platz.

Die zweite Variante ist ohne Zweifel die schlimmere. Wenn du für eine Verspätung keine wirklich, wirklich gute Erklärung hast, sieht es wahrscheinlich düster für dich aus. Eine gute Vorbereitung ist das A und O: Plan im Vorfeld genau ein, wie du zum Unternehmen kommst. Je länger die Anreise, desto grösser sollte dein Zeitpuffer sein – es können unendlich viele unvorhersehbare Dinge passieren (denk an Murphy)! Falls alles glatt läuft und du zu früh dran bist, nutz die Zeit und schau dir im Café um die Ecke nochmals deine Notizen an, geh deine vorbereiteten Antworten auf häufige Fragen durch und versuch dich zu entspannen. Wenn du 5 bis 10 Minuten vor dem Interviewtermin ankommst, ist das ideal.

2. Kleider-GAU

Du hast dich informiert, das Unternehmen und ein paar Mitarbeiter bei Facebook und Instagram gestalkt, und dein Outfit ist so perfekt, wie es dein erster Eindruck sein wird. Du fühlst dich wohl und selbstbewusst – bis die Laufmasche oder der Kaffeefleck die Bühne betritt. Klingt typisch du? Umso wichtiger, dass du auf Szenarien dieser Art vorbereitet bist und dein Notfall-Kit dabei hast!

3. Namen-Blackout

Wenn du bereits bei der Begrüssung punkten willst, solltest du den Personaler beim wohldosierten Händedruck mit Namen ansprechen. So fühlt sich dein Gesprächspartner gleich ernst genommen und respektiert, und du wirkst kompetent und professionell. Wenn du aber nicht mehr zu bieten hast als „Guten Tag Herr ääähm… schön, Sie kennenzulernen“, ist der bühnenreife Auftritt schneller vorbei, als er begonnen hat. In der Hitze des Gefechts etwas Unverständliches zu murmeln, ist auch keine Lösung. Deshalb: Der Name gehört in jedem Fall auf deinen Spickzettel mit den wichtigsten Stichpunkten, dem du kurz vor dem Termin noch einen schnellen Blick widmen solltest.

4. Bearbeiten – rückgängig

Bei dieser Vorstellung durchfährt wohl jeden Bewerber ein Schütteln des Grauens: Dir rutscht etwas völlig Unpassendes heraus. Sei es, dass du aus Nervosität ins Plappern gerätst und dem Interviewer Geschichten erzählst, die wirklich besser privat geblieben wären, du einen Witz machst, der leider deutlich jenseits der Grenze des guten Geschmacks oder der political correctness landet, oder dich verzettelst und Dinge sagst, von denen du eigentlich weisst, dass sie schlichtweg falsch sind – was raus ist, ist nun mal leider unwiderruflich raus.

Willst du dieses Szenario vermeiden, musst du (viel) früher ansetzen – und dich ordentlich vorbereiten. Das hilft zum einen, die Nervosität möglichst gering zu halten, zum anderen sinkt das Risiko, dass dich eine Frage komplett überrumpelt und aus dem Konzept bringt. Und sollte diese Situation doch eintreffen: Lieber ein paar Sekunden länger nachdenken als kopflos drauf los zu reden! Niemand wird dir das negativ anrechnen – schliesslich will man auch lieber Mitarbeiter, die überlegen, bevor sie handeln.

5. Dummes, dummes Smartphone

Dass du dein Smartphone bei Vorstellungsgesprächen auf stumm schalten solltest, müssen wir dir sicher nicht extra erklären. Aber was, wenn du es vergisst? Dann entschuldigst du dich höflich, stellst es ganz schnell aus und hoffst, dass der Personaler hier nicht zu pingelig ist. Eins steht aber fest: Du wirst dankbar sein, wenn es sich in dieser Situation um einen neutralen Klingelton handelt und nicht um dein guilty pleasure, das du nach der letzten Trash-Party eingestellt hast.

Stell den Ton also frühzeitig um und erspar dir möglicherweise eine grosse Peinlichkeit. Wenn du schon dabei bist, stell auch den Vibrationsalarm aus – der kann nämlich genau so stören. Am sichersten ist es natürlich, das Gerät ganz auszuschalten. Denn die Chancen stehen gut, dass nahezu alle deine Kontakte versuchen werden, dich genau in den ein oder zwei Stunden des Interviews zu erreichen. Frag Murphy, er wird es dir bestätigen.

6. Ade, Merci – und raus hier!

Geschafft! Das Verhör ist beendet und du verlässt den Raum, während du dir schon vorstellst, wie es wird, wenn die Zusage kommt. Halt! Vermassle jetzt bitte nicht deinen Abgang! Der letzte Eindruck wird in der Erinnerung deines Gesprächspartners sehr präsent bleiben – und kann ein an sich gutes Interview deutlich schwächen. Vergiss deine Manieren nicht und bedank dich beim Recruiter für das Gespräch und für seine Zeit. Das ist doch wirklich nicht zu viel verlangt.

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