Home office notebook couch sofa header
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Max by
22 Dez 2015 um 11:37

Gemütlich zu Hause sitzen und die Arbeit vom Sofa aus erledigen. Sich den Stress öffentlicher Verkehrsmittel oder die nervige Parkplatzsuche ersparen. Verspätungen und Menschenaufläufen aus dem Weg gehen. In Stille anstatt inmitten plappernder Kollegen arbeiten. Es gibt viele Gründe, die für die Arbeit im Home Office sprechen. Und einen grossen Haken: Die Selbstdisziplin.

In den letzten drei Jahren wurde das Angebot an Home Office Stellen in der Schweiz um knapp 30 Prozent ausgebaut. Das ist kein Zufall: Immer mehr Unternehmen erkennen, dass sie mit flexiblen Arbeitsmodellen mehr Bewerber erreichen und insgesamt die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter steigern. Zusätzlich sparen die Firmen an Raum- und Mietkosten und profitieren von einer gesteigerten Arbeitsleistung ihrer Angestellten. Denn eine ruhige Umgebung und eine bessere Work-Life-Balance steigern Effizienz und Kreativität.

Fokussiertere Mitarbeiter, weniger Ausfälle

Viele Arbeitgeber, die das Arbeitsmodell Home Office bereits nutzen, bestätigen, dass ihre Mitarbeiter konzentrierter und effektiver arbeiten. Das liegt vor allem daran, dass sie sich ihre Zeit selber einteilen können: Wer nicht ständig wichtige Termine im Hinterkopf hat oder in Gedanken bei seinen kranken Kindern ist, kann sich ganz auf ihre Arbeit fokussieren. Die Möglichkeit, alle Termine und ausserberufliche Verpflichtungen wahrnehmen zu können, ohne die Arbeit zu vernachlässigen oder dafür Urlaub nehmen zu müssen, mindert Stress und motiviert.

Ein weiterer Vorteil für Arbeitgeber ergibt sich aus der Tatsache, dass die Mitarbeiter seltener ausfallen. In schwierigen Alltagssituationen (Streik der Kita, Krankheit, wichtige Termine) fallen die Mitarbeiter im Home Office nicht komplett aus, sondern arbeiten zumindest einige Stunden von zu Hause aus. Man kann erahnen, wie viele Arbeitsstunden pro Jahr auf diese Weise nicht verloren gehen: Diese Flexibilität ist also auch für viele Arbeitgeber ein klarer Vorteil.

Home Office ist nicht gleich Home Office

Wenn du bereits eine feste Stelle hast, kommt es darauf an, deinen Chef zu überzeugen, dass es von Vorteil wäre, wenn du ganz oder teilweise von zu Hause aus arbeitest. Vernetz dich mit deinen Kollegen und zeig deinem Chef auf, welche Vorteile er davon hat! Einfacher ist es natürlich, wenn in deiner Firma sowieso schon flexible Arbeitsmodelle üblich sind.

Bei Mitarbeitern, die komplett im Home Office arbeiten – egal ob auf selbstständiger Basis oder in einer Festanstellung –, erfolgt die Bezahlung häufig nach Leistung. Dein Chef kann schliesslich nicht wissen, ob du gerade fleissig am Schreibtisch sitzt oder mit deinem Kaffee im Sofa versunken bist. Wichtig ist, dass du die genauen Anforderungen und Rahmenbedingungen vorab verbindlich vereinbarst, damit du weisst, worauf du dich einlässt und keine bösen Überraschungen erlebst.

Flexibilität kann auch überfordern

Sei dir bewusst, dass die genauen Aufgaben und Arbeitszeiten beim Home Office höchst unterschiedlich ausfallen. Bedenke: Das Internet schläft nie! Bei einem Online-Job kann man kaum von festen Arbeitszeiten ausgehen. Und selbst wenn du beschliesst, um 20 Uhr Feierabend zu machen: Wenn zwei Stunden später noch Mails reinkommen, könnte es ja doch sinnvoll sein, sie noch schnell zu bearbeiten…

Home Office wird vor allem auch dann zum Problem, wenn du es nicht schaffst, dir deine Zeit richtig einzuteilen. Lässt du dich schnell von Facebook und Co. ablenken? Oder du willst nur kurz ein paar Besorgungen machen, verlierst dich aber in einem stundenlangen Shopping-Trip? Dann kann es passieren, dass du regelmässig abends vor dem Rechner sitzt und noch nicht ansatzweise dein Pensum geschafft hast – keine gute Voraussetzung für entspanntes Arbeiten.

Hier greift die goldene Regel des Home Office: Trenne Arbeit und Privatleben! Dazu musst du dich wohl oder übel in Selbstdisziplin üben, aber auch ein paar einfache Tricks können helfen. Schaff dir zum Beispiel einen eigenen Browser für die Arbeit an und sperre sämtliche Seiten, die dich ablenken könnten. Auf diese Weise ist es wesentlich einfacher, den vermeintlich kurzen Blick auf deinen Facebook-Feed zu vermeiden. Gleiches gilt für dein Handy: Schalte es beim Arbeiten auf lautlos oder entferne es sicherheitshalber vom Schreibtisch. Und nicht zuletzt: Achte bei aller Flexibilität auf eine gewisse Routine; sonst kann die Freiheit schnell zum Chaos werden.

Fazit: Home Office ist nicht jedermanns Sache

Überall und jederzeit arbeiten. Die täglichen Aufgaben in einer gemütlichen Atmosphäre erledigen und nebenbei mehr Zeit für Termine und die Familie haben. Klingt angenehm, jedoch solltest du die nötige Selbstdisziplin für einen Home Office Job keinesfalls unterschätzen. Grössere Selbstbestimmung und mehr Freizeit können deine Kreativität und Arbeitseffizienz steigern, doch letztlich kommt es darauf an, ob du der Typ Mensch bist, der mit den Anforderungen eines Home Office Jobs leben kann. Wenn du merkst, dass es einfach nicht dein Ding ist und du deine Arbeit nicht (zufriedenstellend) schaffst, solltest du dir das schnellstmöglich eingestehen. Aber auch wenn der Weg zurück ins Büro zeitaufwendig ist, hat er ja nicht nur Nachteile: Immerhin hast du dort (hoffentlich nette) Gesellschaft.

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