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„Social Skills sind wichtiger als gute Noten“ – Johanna Wagner, International University Recruiter bei Microsoft

Max by
01 Feb 2016 um 15:26

Microsoft gehört zu den beliebtesten Arbeitgebern der Welt. International University Recruiter Johanna Wagner erklärt, warum Noten und Studienfach zweitranging sind, welche Optionen Berufseinsteiger haben und warum man im Zweifel auf seinen Bauch hören sollte.


Frau Wagner, Microsoft ist ein beliebter Arbeitgeber, gerade auch für junge Menschen. Welche Möglichkeiten hat man als Berufseinsteiger bei Microsoft?
Bei uns gibt es verschiedene Programme für Graduates und High Potentials, die ihnen die Möglichkeit bieten, bei Microsoft Fuss zu fassen. So gibt es ein weltweites Berufseinstiegsprogramm, das sich Microsoft Academy for College Hires (MACH) nennt. Hierfür suchen wir vor allem Studentinnen und Studenten, die ihr Studium gerade beenden oder es kürzlich abgeschlossen haben – der Abschluss sollte nicht länger als 12 Monate zurückliegen und auch die Berufserfahrung sollte zwei Jahre Vollzeit nicht überschreiten. Eine Teilzeitbeschäftigung während des Studiums ist kein Problem, aber wir wollen wirklich junge Talente anziehen, frischen Wind, neue Ideen und kritische Geister ins Unternehmen bringen.

Dann gibt es noch ein MBA (MACH) Programm. Hier suchen wir für spezielle Positionen Kandidatinnen und Kandidaten, die gerade ihren Master of Business Administration machen. Hierfür sollte die Berufserfahrung maximal sieben Jahre betragen.

Zu guter Letzt gibt es die Möglichkeit – besonders hier in der Schweiz – als Working Student bei uns tätig zu werden: So können junge Leute schon während ihres Studiums im Rahmen einer Teilzeitstelle den Kontakt zu Microsoft herstellen, um so das Unternehmen besser kennen zu lernen.

Welche Stellen werden im Rahmen des MACH-Programms konkret angeboten? Welche Leute suchen Sie?
Primär besetzen wir Stellen im Sales, Consulting und vereinzelt auch im Marketing, wobei natürlich immer auch der Bezug zur IT gegeben ist. Das bedeutet aber nicht, dass man für jede Rolle technische Skills mitbringen muss. In erster Linie suchen wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit starken kommunikativen Fähigkeiten und guten Social Skills – die sind vor allem für Kundengespräche besonders wichtig.

Es gibt natürlich auch Positionen, für die wir wirklich Kandidatinnen und Kandidaten mit technischem Profil suchen und gern Personen der ZHW oder ETH sehen. Aber auch hier, beispielsweise bei IT-Consultants oder Account Managern, stellt sich die Frage: Wie betreue ich einen Kunden am besten? Wen schicke ich zum Kunden, um ihm die beste Lösung anbieten zu können? Im Recruiting ist aber vor allem Vielfalt wichtig. Neben Absolventinnen und Absolventen unterschiedlicher Studienrichtungen achten wir generell auf Diversity: Gemischte Teams sind die beste Voraussetzung für Erfolg!

Wenn es ein Kandidat ins Vorstellungsgespräch geschafft hat: Gibt es eine Lieblingsfrage, die ihn oder sie dort erwartet?
Bei Microsoft gibt es für Berufseinsteigerinnen und -einsteiger einen eigenen, mehrstufigen Bewerbungsprozess, der einen Online-Test und ein Video-Interview einschliesst. Wenn dieser Prozess erfolgreich absolviert wurde, folgt das Vorstellungsgespräch (teilweise auch Assessment Center), das oft von den unmittelbaren Managerinnen und Managern geführt wird.

Eine spezielle Lieblingsfrage habe ich nicht. Mir ist vielmehr wichtig, dass die Kandidatinnen und Kandidaten gut über das Unternehmen Bescheid wissen, dass sie sich mit den Produkten beschäftigt haben und wissen, in welche Richtung wir uns bewegen, welche Strategie wir verfolgen. Und ich lege Wert auf konkrete Beispiele bei der Beantwortung von Fragen: Die Aussage „Ich bin teamfähig, ehrgeizig und lerne gern“ ist oft zu hören, aber wenn jemand seine Aussage mit Beispielen untermauert, erhöht das die Glaubwürdigkeit und hilft, ihn oder sie besser kennen und einschätzen zu lernen.

Gibt es sonst noch etwas, das Sie in Vorstellungsgesprächen gern sehen oder hören?
Wir wollen natürlich sehen, dass Microsoft der Wunscharbeitgeber ist – kein Unternehmen möchte hören, dass es nur zweite Wahl ist. Und wir wollen Leute, die wirklich motiviert und engagiert sind, die Eigenantrieb, Lernwillen, eine Passion für Technologie haben und Unternehmergeist mitbringen. Menschen, die wirklich bereit sind, innerhalb kurzer Zeit sehr viel Neues zu lernen und in einem flexiblen, stark wandelbaren und sehr dynamischen Unternehmen ihren Beitrag zu leisten. Auch Kreativität ist wichtig, um schnell auf gute, situationsabhängige Lösungen zu kommen. Bei Microsoft bekommt man sehr schnell viel Verantwortung, deshalb sind das ganz wesentliche Punkte.

Und schliesslich Authentizität und die Fähigkeit zur Selbstreflexion: Ich will sehen, dass die Person im Interview über den bisherigen Weg nachgedacht hat und dass es schlüssig ist, warum man sich bei Microsoft bewirbt. Das ist besonders relevant, da wir Kandidatinnen und Kandidaten mit ganz unterschiedlichen Studienabschlüssen und Lebensläufen haben. Heute erst hatte ich ein Interview mit einem Kandidaten, der Psychologie studiert hat, und mit einem anderen mit einem Abschluss in Mathematik: Ein abgeschlossenes Studium ist für unser MACH Einstiegsprogramm wichtig; aber genauso die Motivation, mit der man sich bewirbt.

Wie wichtig sind Ihnen Zeugnisse und Noten im Vergleich zu Social Skills und Persönlichkeit?
Bei uns wird im gesamten Bewerbungsprozess nicht in erster Linie auf Noten geachtet. Manche führen im Lebenslauf an, welches Ranking sie in einem Jahrgang hatten – wenn man top Noten hatte, ist das natürlich von Vorteil, aber kein Muss. Uns geht es ganz stark ums Individuum und persönliche Stärken, um unsere Teams bestmöglich zu ergänzen. Gute Noten bedeuten eben nicht zwangsläufig, dass dahinter auch ein guter Unternehmer, ein guter Kommunikator, ein guter Verkäufer oder eben eine Verkäuferin steckt. Kurz gesagt: Soft Skills sind wichtiger als Noten.

Alle Jobs bei Microsoft

Wieso sollten sich Studierende bei Microsoft bewerben?
Microsoft ist ein äusserst spannender Arbeitgeber, der seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch individuell fördert. Wie gesagt, man bekommt auch als Berufseinsteiger schnell viel Verantwortung und somit die Möglichkeit, wirklich zu lernen und Dinge auszuprobieren. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass die Fehlerkultur in einem amerikanischen Konzern eine andere ist: Hier wird Trial & Error praktiziert, das setzt die bekannte Hands-On-Mentalität voraus.

Das ganze Umfeld ist herausfordernd und extrem dynamisch; die IT-Branche ist ständig im Wandel. Es geht immer um Innovationen, was natürlich auch viele sehr clevere Leute anzieht: Bei Microsoft arbeiten die Besten der Branche und bei Besetzungen wird auch auf Gender Diversity geachtet.

Mit unserem Graduate Programm MACH bieten wir in allen Ländern Europas und darüber hinaus einen sehr schnellen Einstieg in eine herausfordernde Position mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten und hoher Lernkurve. Zugleich ist man vom ersten Tag an fester Bestandteil des Teams, bekommt schnell eigene Aufgaben und kann diese auch eigenständig lösen.

Ausserdem bieten wir Benefits wie flexible Arbeitszeiten inklusive Home Office, Business Laptop und Mobile, erstklassige Trainings, Weiterentwicklungsmöglichkeiten, Mentoring & Buddyprogramm, Microsoft Produkte zu vergünstigten Konditionen, Angebote für Fitnesscenter und Massagen, Familienservice und vieles mehr.

Was möchten Sie Studierenden noch mit auf den Weg geben?
Vernachlässigt euer Bauchgefühl nicht! Meiner Meinung nach sollte man im Leben Entscheidungen treffen, die sich gut anfühlen – ich glaube, wenn man seinem Herzen, seinem Bauch folgt, sind das oft die richtigen Entscheidungen.

In Bezug auf Microsoft möchte ich jungen Leuten mitgeben, sich nicht von einem grossen Namen abschrecken zu lassen. Microsoft ist natürlich weltweit ein sehr erfolgreiches Unternehmen, da sagen sich viele: „Da kann ich mich nicht bewerben, da gibt es tausende Bewerber, da werde ich nie genommen.“ Dem ist nicht so! Sicher haben wir eine gute Zahl an Bewerberinnen und Bewerbern. Aber wenn man nicht den ersten Schritt tut und sich bewirbt, wird man es ganz sicher nicht schaffen. Ich möchte ganz klar für Mut und Selbstbewusstsein plädieren. Bewerbt euch! Wenn man dranbleibt und entsprechenden Einsatz zeigt, ist alles möglich. Microsoft lebt von seinen talentierten und klugen Köpfen, denn genaue diese bestimmen die Zukunft.

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