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CEO-Talk: 10 Fragen an Rebecca Guntern, Head Strategic Accounts Western Europe, Middle-East & Africa bei Sandoz International

Max by
16 Feb 2016 um 13:56

Im CEO-Talk mit Girls Drive stehen weibliche CEOs Rede und Antwort zu Höhen und Tiefen ihres Werdegangs.

1. Was war dein erster Berufswunsch als Kind/als junge Frau?

Ich hatte so viele verschiedene Wünsche wie Interessen. Nach meiner Wirtschaftsmatura standen ein Studium der Pharmazie, der Wirtschaftswissenschaften oder Kunstgeschichte in der engeren Auswahl. Die Pharmazie und Wirtschaftswissenschaften boten aus meiner damaligen Sicht mehr Optionen für den Berufseinstieg – Kunstgeschichte blieb ein Hobby.

2. Was war dein erster bezahlter Job?

Ich durfte während der Schulferien in der Apotheke meines Onkels Regale auffüllen und kleinere Hilfsarbeiten erledigen. Dies war auch mein erster Kontakt mit meiner später gewählten Studienrichtung – der Pharmazie.

3. Welche Ziele und Wünsche hattest du während des Studiums?

Mein Ziel war es, in ein international tätiges Unternehmen einzusteigen, welches Mitarbeitern die Möglichkeit bietet, auch im Ausland Erfahrungen zu sammeln – auch, weil ich etwas gestalten und bewegen wollte.

4. Hast du diese Ziele erreicht?

Grösstenteils ja – ich durfte für mehrere international tätige Firmen arbeiten, die letzten zwei Jahre für Sandoz als CEO von Spanien. In dieser Funktion konnte ich unglaublich viel zum Beispiel über kulturelle Unterschiede bei Verhandlungen lernen.

5. Was war für deine Karriere eine der wichtigsten Entscheidungen?

Den Mut zu haben, eine Unternehmung zu verlassen, wenn die eigene Lernkurve stagniert. Jeder ist für seine eigene Karriere verantwortlich und sollte seine persönliche Weiterentwicklung selber gestalten und vorwärtstreiben.

6. Hast du deine Karriere geplant?

In gewissem Masse sicherlich. Ich wollte nach meinem Studium in die Pharmaindustrie einsteigen und eine Position erreichen, wo ich etwas gestalten kann, Verantwortung übernehmen muss und Teams führen darf. Gerade beim Berufseinstieg ist es wichtig, sich ein Unternehmen auszusuchen, welches Mitarbeitern Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten bietet und sie gezielt fördert.

7. Was liebst du noch heute an deinem Beruf?

Ich arbeite in einem sehr dynamischen Umfeld mit hoher Diversität und täglich wechselnden Herausforderungen. Ich liebe es, gemeinsam im Team die bestmöglichen Lösungen zu erarbeiten. Zudem habe ich das Glück, in einer Industrie zu arbeiten, die sich täglich mit dem Thema Gesundheit beschäftigt, was mich jeden Morgen neu motiviert, die „Extrameile“ zu gehen.

8. Was sind die grössten Stolpersteine für eine Frau auf der Karriereleiter?

Einer der grössten Stolpersteine ist der Umstand, dass sich Frauen in der Regel zu wenig zutrauen – „think big“ muss das Motto sein, um auf der Karriereleiter aufzusteigen.

9. Wann hattest du das Gefühl, beruflich angekommen zu sein?

Beruflich angekommen zu sein, bedeutet für mich, Job und Familie erfolgreich zu integrieren und in beiden Rollen jeden Tag Freude und Leidenschaft zu empfinden.

10. Worauf bist du rückblickend am meisten stolz?

Auf die zahlreichen Talente, die ich auf ihrem Werdegang begleiten und fördern durfte. Sie alle wurden Teil meiner Familie, auf die ich natürlich sehr stolz bin.

Rebecca Guntern war 2008 bis 2011 CEO bei Sandoz Schweiz und danach zwei Jahre CEO bei Sandoz Spanien. Ihre beeindruckende Karriere begann mit einem Studium in Pharmazie an der Universität Bern und Basel, danach stieg sie bei Roche ein und erwarb berufsbegleitend den Bachelor in Business Administration. Nach weiteren Stationen im Marketing & Sales beim US-Pharmaunternehmen MSD wechselte sie 2007 als Head of Sales zu Sandoz Schweiz und wurde nach nur einem Jahr zur CEO ernannt. Sandoz ist eine Tochterfirma von Novartis und weltweit führende Generika-Herstellerin. Seit November 2013 ist die 42-jährige Führungspersönlichkeit Head Strategic Accounts Western Europe, Middle-East & Africa bei Sandoz International.

Das Interview ist in der GIRLS DRIVE Ausgabe 6 (Herbst 2014) erschienen.

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