Karriere versicherungsbranche frauen treppe header
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Max by
18 Feb 2016 um 12:36

Gemäss einer Studie des Schweizer Versicherungsverbands erwirtschaftet die Versicherungsbranche mit rund 60‘000 Mitarbeitern knapp 20 Mrd. Franken pro Jahr – das entspricht 4% des Bruttoinlandsprodukts. Das liegt sicherlich auch daran, dass die Schweiz das Land mit der höchsten Versicherungsdichte ist. Die rund 210 Privatversicherer in der Schweiz verwalten ein Vermögen von mehr als 560 Mrd. Franken – das entspricht fast dem BIP der der Schweiz!

EINE BRANCHE MIT ZUKUNFT

Text: Sheila Eggmann, Isabel Steinhoff

Obwohl die Branche so boomt und sich ständig verändert, hat sie ein eher verstaubtes Image. Wir haben uns gefragt, ob es nicht doch spannende Möglichkeiten in Versicherungsunternehmen gibt.

GRUNDSÄTZLICH MUSS MAN ZWISCHEN VERSICHERERN UND RÜCKVERSICHERERN UNTERSCHEIDEN. WENN MAN VON VERSICHERUNGEN SPRICHT, MEINT MAN EIGENTLICH ERSTVERSICHERER. DAS SIND FIRMEN WIE ALLIANZ, AXA WINTERTHUR UND SO WEITER, DIE IHRE KUNDEN – PRIVATPERSONEN UND UNTERNEHMEN – VERSICHERN.

Die Branche unterteilt sich in verschiedene sog. Sparten. Das sind Lebensversicherungen (dazu zählen auch Renten- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen), Schaden- und Unfallversicherungen sowie Krankenversicherungen. Bei Rückversicherern schliessen hingegen diese Erstversicherer als Kunden Verträge ab. Als normaler Konsument kommt man damit also eigentlich nicht in Berührung, da es ein reines B2B Geschäft ist.

Gemeinsam ist beiden Arten aber die hohe KUNDENORIENTIERUNG. Die Branche ist stark beratungs- und vertriebsorientiert. Wer an der Front im Vertrieb tätig ist, muss einerseits über hervorragende Produktkenntnisse verfügen und andererseits kommunikativ und empathisch sein. Je komplexer und individueller die Versicherungsleistung, beispielsweise für grosse Industrie- oder Pharmakonzerne, umso wichtiger ist ein fundierter, vertrauensvoller Beratungsprozess. (Ob Sales etwas für euch ist, könnt ihr anhand des Beitrags von Kim Johansson auf S. 6 überprüfen).

UNTERSCHIEDLICHE PROFILE, NICHT NUR FÜR BWLER

Aber es braucht nicht nur gute Berater und Verkäufer. Absolventen mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund oder Jus-Studium haben auf der einen Seite die Wahl zwischen den einzelnen Versicherungssparten und auf der anderen zwischen den verschiedenen Unternehmensfunktionen wie Personal, Kommunikation, Rechnungswesen oder Recht.

Ähnlich wie beim Consulting könnte man auch beim Versicherungssektor darauf kommen, dass diese Branche nur für Wirtschaftsabsolventen spannend ist. Aber weit gefehlt. Gerade Ingenieure und Naturwissenschaftler sind heiss begehrt! Diese Absolventen punkten mit Expertenwissen und können sich auf gewisse Risikogebiete spezialisieren. Vor allem auf dem Gebiet der Schadensversicherungen (z. B. Motorfahrzeug-, Industrie- und Haftpflichtversicherung) kann man hier mit Zahlenflair und analytischem Verständnis punkten. Das gilt auch für die Bewertung von Bauvorhaben oder industriellen Prozessen. Informatiker kümmern sich um Automation und Digitalisierung der Versicherungsleistungen. Und Mathematiker sind für die Modellierung und Berechnung von verschiedensten Wahrscheinlichkeiten und Szenarien aus einer Versicherung nicht wegzudenken. Gerade wenn man noch BWL im Nebenfach studiert hat, kommt man sowohl für eine Fachkarriere als auch für eine Führungsposition in Frage.

Allgemein zeichnet sich die Arbeit in Versicherungsunternehmen durch einen hohen Grad an transdisziplinärer Zusammenarbeit aus. Ein weiteres Plus liegt sicher in der Möglichkeit, auch international zu arbeiten. Die grossen Player sind alle auch ausserhalb der Schweiz tätig. Hinzu kommt, dass die Versicherer zu den Unternehmen mit den höchsten Lohnniveaus zählen. Die Branche bietet also einiges! Wer nicht ganz sicher ist, welcher Bereich für ihn genau der richtige wäre, kann auch ein Praktikum oder eine Werkstudentenstelle antreten. Die meisten Versicherungen bieten mittlerweile zudem auch gezielt Traineeprogramme an, die einen Einstieg erleichtern und einen Überblick über die verschiedenen Laufbahnen innerhalb des Unternehmens geben. Ein Blick auf die Karriereseiten der Firmen lohnt sich also in jedem Fall.

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