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Bewerber fragen, Recruiter antworten? Interviews sind keine Einbahnstrasse

Max by
03 Apr 2016 um 13:34

Das Bewerbungsgespräch ist nicht nur die beste Möglichkeit für dich, einen Job einzuheimsen – sondern auch, um sicherzustellen, dass der Job auch wirklich so traumhaft ist, wie er klingt. Leider verbringen die meisten Bewerber nahezu die komplette Zeit damit, Fragen zu beantworten. Dabei heisst es doch „Gespräch“ und nicht „Verhör“!

Natürlich ist man vor einem Vorstellungsgespräch nervös und will möglichst alles richtig machen. Vor lauter Vorbereitung auf alle möglichen Fragen vergisst man da schnell, dass man nicht nur selbst überzeugen muss – sondern auch das Unternehmen. Schliesslich wirst du, wenn du eingestellt wirst, sehr viel Zeit dort verbringen – da sollten sich beide Seiten sicher sein, dass alles passt. Hab also keine Scheu davor, auch selbst Fragen zu stellen – der Personaler wird gern bereit sein, dir mehr über die Firma zu erzählen (und wenn nicht, sollten bei dir alle Alarmglocken angehen).

Alles in Massen – auch die Vorbereitung!

Wie wichtig eine gute Vorbereitung ist, weisst du sicher. Auch, dass es dazugehört, im Vorfeld mögliche Fragen herauszufinden und gute Antworten vorzubereiten. Ausserdem solltest du ein paar Geschichten zu dir und deinem Karriereweg auf Lager haben und etwas über deine Qualifikationen erzählen können. Wenn du hinter diese Punkte einen Haken machen kannst, beende die Vorbereitungssession!

Übertreib es nicht, indem du für jedes denkbare Szenario die optimale Lösung vorbereitest und auf wirklich jede mögliche Frage die perfekte Antwort auswendig lernst. Sonst legst du dir selbst bei einem der wichtigsten Aspekte Steine in den Weg: Authentizität.

Wenn du selbstbewusst und solide, aber nicht übervorbereitet ins Gespräch gehst, ist das die beste Voraussetzung. Mach dir bewusst, dass es nicht nur okay, sondern sogar gut ist, wenn du nachfragst – etwa, weil du etwas nicht ganz verstanden hast oder gerne nähere Informationen zu einem Thema hättest. So zeigst du deutlich mehr Interesse, als wenn du fertige Texte runterratterst.

Wenn du grosse Probleme mit Nervosität hast, kann es dir vielleicht helfen, im Vorfeld einen Probelauf mit Freunden zu starten. Achte aber auch hier darauf, keine „Rolle“ einzustudieren – sonst kann das vermeintliche Selbstbewusstsein im entscheidenden Moment schnell als Arroganz rüberkommen. Achte im Vorstellungsgespräch immer auf die Reaktion deines Gegenübers!

Nutz jede Möglichkeit zum Dialog

Klar: Wenn dir eine Frage gestellt wird, antwortest du darauf. Wenn es sich anbietet, sind Folgefragen im Anschluss an deine Antwort aber eine ausgezeichnete Idee – denn sie erlauben dir, drei(!) Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Du hast die Frage beantwortet, dein Interesse am Job und am Unternehmen gezeigt und erhältst zudem wertvolle Informationen, die dir am Ende bei der Entscheidungsfindung helfen können.

Je besser du es hinbekommst, eine Unterhaltung in beide Richtungen zu gestalten, desto wohler wirst du dich im Gespräch fühlen, desto besser wird der Eindruck sein, den du hinterlässt, und desto informierter bist du am Ende.

Stell deine Fragen nicht erst auf den letzten Drücker

Den besten Job machen die Personaler, die sicherstellen, dass kein Bewerber ohne alle nötigen Informationen aus dem Bewerbungsgespräch geht. Du solltest wissen, was von dir erwartet wird, welche Aufgaben und Verantwortungen der Job bereithält und was für eine Unternehmenskultur herrscht – und natürlich, wie die vertraglichen Rahmenbedingungen aussehen.

Warte am besten nicht bis zur letzten Minute, um all deine offenen Fragen loszuwerden. Du kannst ruhig auch während des Gesprächs nachfragen, wenn es dir angebracht erscheint. Auch wenn es vielleicht noch eine zweite oder gar dritte Gesprächsrunde gibt: Nutz die Chance, zu erfahren, was du wissen möchtest, sobald das Thema auf dem Tisch ist.

Anstatt dich also mit vermeintlich perfekten Antworten und Gesprächstechniken aufzuhalten, bemüh dich lieber, eine gute Unterhaltung in Gang zu bringen. Versuch, du selbst zu sein (spätestens im Büroalltag wird dich ohnehin jeder kennenlernen) und denk immer daran: Ob es zwischen dir und dem Unternehmen ein match gibt, ist immer auch deine Entscheidung!

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