Pers nliche krise
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Persönliche Krise und Job: Geht das überhaupt zusammen?

Max by
14 Apr 2016 um 18:11

Es gibt Zeiten, in denen man Stress hat und einfach nicht gut drauf ist – und es gibt handfeste Krisen, in denen schlimme Ereignisse auf einen Schlag die ganze Welt aus den Angeln heben. Zusammenreissen und irgendwie weitermachen: Ausgeschlossen.

Auch wenn man es wirklich niemandem wünscht: Früher oder später erwischt eine solch ernste Lebenskrise wohl jeden. Und als wäre es nicht schon schlimm genug, dass man keinen klaren Gedanken mehr fassen kann und minütlich in Tränen ausbrechen könnte, stellt sich noch die Frage: Wie bitte soll ich jetzt auch noch meine Arbeit bewältigen?

Selbst wenn der Chef zur verständnisvollen Sorte gehört, kann und will man sich schliesslich nicht wochenlang krankschreiben lassen – und kündigen schon gar nicht. Im Idealfall schafft man es irgendwie, auch in einer sehr schwierigen Phase ein gewisses Mass an Routine und Normalität zu bewahren. Kein leichtes Vorhaben – aber auch nicht unbedingt ein unmögliches.

Überleg dir, wem du dich anvertraust

Eine persönliche Krise ist besonders genau das: persönlich. Entscheide deswegen bewusst, ob und wann du dich welchen Kollegen anvertraust. Wenn du zum Beispiel selbst mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hast, musst du deinen Chefs und deinem Team vermutlich davon erzählen – schliesslich könnten einige Arzttermine während der Arbeitszeit auf dich zukommen. Generell solltest du je nach Situation versuchen, abzuwägen: Wenn es für dich eine (wenn auch noch so kleine) Entlastung wäre, einen Kollegen einzuweihen, dann tu es. Sei dir aber auch bewusst, dass über deine Probleme zu sprechen auch bedeutet, dass deine Kollegen Fragen stellen könnten oder dir vielleicht Ratschläge geben möchten. Wenn das eine zusätzliche Belastung für dich darstellt, setz gleich Grenzen und bitte um Verständnis, dass du (noch) nicht darüber reden möchtest.

Thema Reden: Ist deine Krise im Familien- oder Freundeskreis angesiedelt, gilt es auch auf der anderen Seite, Grenzen zu setzen. Auch wenn es sehr wichtig ist, in schweren Zeiten füreinander da zu sein, hilft es, klar festzulegen, wann du erreichbar bist und wann du versuchst, dich um deine Arbeit zu kümmern – und in welchen Situationen Ausnahmen gelten und du jederzeit reagierst.

Gib dir Raum und Zeit

Wenn dir der Boden unter den Füssen weggerissen wurde, musst du dich erst einmal wieder langsam im Leben zurechtfinden und die Dinge neu ordnen. Wie genau das vonstatten geht und wie lang es dauert, ist bei jedem anders. Bei fast allen wechseln sich aber erträglichere Phasen mit plötzlichen Tiefs ab, und jeder braucht manchmal einfach Zeit für sich. Wenn du merkst, dass das gerade notwendig ist, sprich mit deinem Chef und kläre die wichtigsten Angelegenheiten im Home Office – ein deutlich besseres Umfeld, das Erlebte zu verarbeiten, als das Büro.

Und für die Zeit im Büro gilt: Schaff dir ruhig regelmässige Zeitfenster, in denen du dir gestattest, zu verarbeiten. Vielleicht hilft dir ein Spaziergang, Musikhören oder Tagebuchschreiben dabei. Du wirst davon profitieren, wenn du nach einer Auszeit mit einem etwas klareren Kopf an den Schreibtisch zurückkehren kannst.

Hab Nachsicht mit dir selbst

Nach einem herben Tiefschlag wieder ins (Arbeits-)Leben einzusteigen, ist eine grosse Herausforderung. Setz dich nicht unter Druck, sondern behandle dich selbst mit genauso viel Verständnis und Mitgefühl, wie du es deinen Freunden oder Kollegen entgegenbringen würdest. Wenn deine Gedanken abdriften oder du nicht so produktiv sein kannst, wie du es gerne hättest: Dich dafür zu beschimpfen, bringt überhaupt nichts. Akzeptiere, dass du zurzeit eben nur das Nötigste erledigen kannst. Beschränk dich aufs Organisieren und Planen oder brich dir anspruchsvollere Aufgaben in kleine Teilstücke, die du Schritt für Schritt abarbeiten sind. Das macht es auch wahrscheinlicher, dass dir kleine Erfolge den nötigen Antrieb geben, um es durch den Tag zu schaffen.

Hol dir Unterstützung

Informiere dich über Unterstützungsmöglichkeiten, die dir zustehen: Bietet dein Arbeitgeber zum Beispiel juristische oder psychologische Beratung an? Und abgesehen von dem, was dir rechtlich zusteht: Scheu dich nicht, proaktiv Wünsche zu formulieren, die dir durch die Krisenzeit helfen würden – beispielsweise mehr Zeit im Home Office, um dich um deine Familie zu kümmern, oder für ein bestimmten Zeitraum deine Arbeitszeiten zu reduzieren. Gehe auf deinen Chef zu und frag direkt, ob derartige oder ähnliche Lösungen möglich wären.

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