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Wie viele Ehen wurden im Mai des Jahres 2010 in der Schweiz geschlossen?

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20 Mai 2016 um 10:20

Nein, um für einen Job infrage zu kommen, musst du vor dem Job-Interview nicht extra heiraten. Eine logisch nachvollziehbare Antwort auf diese Frage solltest du aber finden können, denn sie sagt durchaus etwas über dein analytisches Geschick und deine logische Herangehensweise an Probleme aus. Hier erfährst du, wie du dich der Lösung annähern kannst.

Brainteaser Rätsel Ehen Mai 2010 Schweiz

Einordnung der Frage: Worum geht es?

Diese Denksportaufgabe gehört zu den sogenannten Fermi-Fragen. Darunter versteht man eine quantitative Abschätzung für ein Problem, zu dem so gut wie keine Daten verfügbar sind. Der Physiker Enrico Fermi pflege seine Studenten mit derlei Aufgaben zu konfrontieren, um ihnen beizubringen, auf schnellem Weg eine Lösung durch eine begründete Schätzung zu finden. Diese Schätzungen beruhen auf realistischen Annahmen, die dann in Rechenschritte umgesetzt werden müssen.

Für welche Berufe sind diese Fragen relevant?

Diese Fragen sind in den Berufen interessant, in denen es darum geht, trotz eines Mangels an Informationen spontan gute Abschätzungen vorzunehmen.

Tätigkeitsbereiche: u.a. Mathematiker, Berater, Analysten, Wirtschaftswissenschaftler, Investmentbanker, Banker, andere technische Berufe.

Branchen: u.a. Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Banken und Finanzinstitute, Maschinen- und Anlagenbau.

Rückfragen stellen: Dos und Don’ts

Damit du von Beginn an richtig mit der Situation umgehst und dein Vorgehen planen kannst, solltest du zunächst die Regeln für den Ablauf und den Umgang mit der Brainteaser-Frage abklären. Damit zeigst du dem Recruiter einerseits dein Interesse an einer Lösung und erfährst zusätzlich, in welchem Rahmen du dich bei der Antwortfindung bewegen kannst. Dabei solltest du unbedingt einige allgemeine Dos und Don’ts beachten:

Allgemeine Dos:

  • Stell deine Rückfragen so konkret wie möglich.

  • Schau deinem Gegenüber immer in die Augen. Augenkontakt ist für die Empathie wichtig, die vielleicht dazu führt, dass du den ein oder anderen Hinweis erhältst, den andere nicht bekommen.

  • Schätze Grössenordnungen erst selber ein, bevor du beim Recruiter nachfragst, ob du damit richtigliegst.

  • Rechne immer alleine und ohne Unterstützung des Recruiters.

Dos Beispielformulierungen:

  • „Darf ich Stift und Zettel benutzen, um mir Notizen zu machen und meine Überlegungen aufzuschreiben?“

  • „Darf ich Ihnen Rückfragen stellen? Und wenn ja, wie viele Rückfragen sind gestattet?“

  • „Für meine Annahmen gehe ich davon aus, dass in der Schweiz vor allem die 20-35-jährigen heiraten. Kann ich mit dieser Annahme weiterrechnen?“

Allgemeine Don’ts:

  • Stell keine dummen Fragen! Damit ist gemeint: Frag nicht nach Fakten, die du kennen solltest, wie zum Beispiel die Anzahl der Wochen eines Jahres, wie viele Tage ein Jahr hat oder wie viele Meter ein Kilometer hat.

  • Stell nicht zu viele Fragen. Nicht der Recruiter soll dir eine Antwort geben, sondern du ihm.

  • Verlier dich bei deinen Fragen nicht in zu vielen Details.

Don’ts Beispielformulierung:

  • „Um diese Frage beantworten zu können, sind viel zu viele Zahlen nötig, die ich alle weder im Kopf habe noch ungefähr schätzen kann, das ist einfach unmöglich. Ausserdem habe ich das Gefühl, dass ich dafür auch zu viel Zeit benötigen würde. Hält uns das nicht unnötig auf – es sollte in diesem Gespräch doch vor allem um meine Qualifikationen gehen?“

Mögliche Anwendung in der Praxis

In der Praxis wirst du froh sein, bereits mit Fermi-Fragen konfrontiert worden zu sein, wenn du zum Beispiel als Strategieberater die Verkaufszahlen des Konkurrenten eines deiner Klienten einschätzen musst, um ein fachliches Urteil fällen zu können.

Möglicher Lösungsweg mit den von uns getroffenen Annahmen

Gemäss Punkt 2 des „analytischen Vorgehens“ solltest du vom Grossen zum Kleinen gehen und dir zunächst die Bevölkerungsanzahl der Schweiz vor Augen führen. Diese Zahl solltest du unbedingt im Kopf haben, sie liegt bei 8 Millionen.

Nun überlege dir, wie viele Menschen davon im heiratsfähigen Alter sind. Geheiratet wird in der Schweiz wahrscheinlich zwischen dem 20igsten und 35igsten Lebensjahr. Wie viele Schweizer befinden sich in diesem Alter?

Dafür kannst du die Annahme treffen, dass sich eine Altersverteilung von 0 - 80 Jahre ergibt, die gleichmässig auf 8 Millionen Menschen verteilt ist.

Du rechnest also: 8.000.000 Schweizer / 80 Altersgruppen = 100.000 Menschen pro Altersgruppe. Und 100.000 Menschen pro Altersgruppe x den infrage kommenden 15 Altersgruppen = 1.500.000 Menschen im heiratsfähigen Alter.

Von der Gruppe der Infragekommenden müssen noch die subtrahiert werden, die gar nicht heiraten wollen oder einfach keinen Partner finden. Du kannst also ca. 30% der 20-35-jährigen abziehen, dies macht: 70% von 1.500.000 = 1.050.000 Schweizer im heiratsfähigen Alter, die tatsächlich heiraten wollen.

Die Annahme für die nächste Überlegung lautet, dass die Anzahl der 20-35-jährigen in der Bevölkerung annährend gleich verteilt ist. Rechne also 1.050.000 / 15 = 70.000 Heiratende pro Jahr.

Da du davon ausgehst, dass die Ehen untereinander eingegangen werden, muss die Zahl durch 2 geteilt werden und du erhältst 35.000 Hochzeiten im Jahr in der Schweiz.

Nun gibt es natürlich auch Hochzeiten unter den älteren Schweizern. Hier kannst du pauschal einen Wert addieren und deine Annahme kann lauten, dass rund 500 Eheschliessungen pro Jahr in der älteren Bevölkerung durchgeführt werden. So erhältst du 35.500 Hochzeiten im Jahr in der Schweiz.

Nun bezieht sich die Frage explizit auf den Mai. Du hast bestimmt schon die ein oder andere Hochzeit besucht und weisst, dass die meisten im Frühling und Sommer stattfinden, wenn es schön warm ist und draussen gefeiert werden kann. Das heisst, dass sich die Hochzeiten nicht gleichmässig auf alle 12 Monate verteilen. Da der Mai ein klassischer Hochzeitsmonat ist kann deine Annahme lauten, dass in diesem Monat ca. 12% aller Hochzeiten in der Schweiz stattfinden.

Deine Rechnung lautet also: 12% von 35.500 sind 4.260 Hochzeiten.

LÖSUNG:

Im Mai des Jahres 2010 wurden in der Schweiz ca. 4.260 Ehen geschlossen.

(Je nach Annahmen sind selbstverständlich auch andere Lösungen möglich!)

Plausibilisierung: Das Bundesamt für Statistik liefert für die Schweiz für das Jahr 2010 die Gesamtzahl von 43.257 Hochzeiten. 12% davon sind 5.191 Hochzeiten. Wir liegen mit der Schätzung also sehr nahe an der Statistik.

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